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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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Cauo

Staaten der Ostindischen Compagnie ernannt. Doch schon im Sept. !822, nach desMarquis von Londondcrry Selbstentleibung, trat er als Staatssecretair der auswärtigenAngelegenheiten wieder ins Ministerium. Als Graf Liverpool im Febr. 1827 vom Schlagegetroffen ward, wurde C., nach mancherlei Parteikämpfen, erster Minister, während SirRobert Peel und der Herzog von Wellington aus dem Ministerium traten. Von jetzt anwar C.'s Leben ein ununterbrochener Kampf mit der stolzen Aristokratie. Nichtsdestowenigerdrang er mit seinem System durch. Er gab der brit. Politik Unabhängigkeit von der Cabi.netspolitik der heiligen Allianz und eine neue Richtung in der Leitung des Welthandelsdurch allmälige Beseitigung des Prohibitivsystems; er ordnete die Verhältnisse Brasiliensund Portugals und schloß mit Rußland und Frankreich zu Gunsten der Griechen und zurErhaltung des europ. Friedens den londoner Tractat vom 6. Juli 1827, nachdem er bereitsdas franz. Cabinet in Hinsicht der span.-amerik. Angelegenheiten zu den Ansichten des britCabinets hinübergezogen und 1825 das erste Beispiel der Anerkennung der span.-amerik.Freistaaten in Europa gegeben hatte. Er schützte Portugal 1827 vor der span. Invasion,was eine ebenso gerechte als kräftige und edle Maßregel war. Zugleich erklärte er sich fürdie Emancipation der Katholiken in Großbritannien und leitete die Aufhebung der brit.Korngcsetze ein. Allein die Emancipation scheiterte damals an dem Widerspruche des Mi-nisters Peel kurz vor dessen Austritt aus dem Ministerium, und die Getreidebill, die glücklichdurch das Unterhaus gegangen war, an einem Zusatze des Herzogs von Wellington im Ober-hause, worauf C. die Bill zurücknahm. Kein Minister war so populair national, und keinerhatte im Unterhause eine so schwache Opposition zu bekämpfen als C. Vernünftige Freiheitfür die ganze Welt war der Grundsatz seiner Politik. Die Größe und das Glück seinesVaterlands wollte er durch Gerechtigkeit gegen andere Staaten begründen und durch denWohlstand derselben verbessern. „Wo auch die Flagge Englands erscheinen möge, da ent-falte sie sich zum Schutze des Rechts und der Freiheit", sprach C. in jener Nacht, als dasParlament die Expedition nach Portugal beschloß. Doch endlich erlag seine Gesundheit denAnstrengungen und den Angriffen seiner Feinde, der Tories, im Oberhause, wo Wellingtonihm gegenüberstand. Er starb am 8. Aug. 1827 zu Chiswick im Landhause des Herzogsvon Dcvonshire unweit London und erhielt in der Westminsterabtei neben Pitt sein Grab.Als Parlamentsredner behauptete C. einen ausgezeichneten Rang. Er besaß ein nicht ge-wöhnliches Maß von Scharfsinn, einen unerschöpflichen Reichthum an sinnreichen Wendungenund große Gewandtheit der Sprache. Die Streiche seines Witzes verfehlten ihren Gegen-stand nicht, und keine Blöße seines Gegners entging ihm. Aber Burke, Pitt und Foxwarenihm dennoch überlegen; er begeisterte und überwältigte nicht wie Burke; er imponirte undzermalmte nicht wie Pitt; er riß nicht mit sich fort wie Fox. Einer Parlamentsreformnach allgemeinen Grundsätzen und abstracten Ideen war er entgegen. Er arbeitete seineReden aus, sprach aber oft mit freier Begeisterung und sah dann seine Reden vordemDrucke wieder durch. Seine „Speeclles", deren er seit 1812 bei Gelegenheit seiner vierWahlen zum Parlamentsmitglicde in Liverpool über 50 gehalten hat, erschienen zu London1825. N. Therry gab C.'s „8peeclies witll u memoir ot Ms like" (6 Bde., Lond. 1828)heraus. Er starb arm, obwol ihm seine Gemahlin, eine Tochter des Generals Scott, eingroßes Vermögen zugebracht hatte. Im Jan. 1828 erhielt seine Witwe die Pairswürde undeine jährliche Pension von 3000 Pf. St. — Sein ältester Sohn, William C., welcher See-capitain war, starb bald nachher, indem er am 2s. Apr. 1828 auf der Insel Madeira beimBaden ertrank, und es ging sonach die Pairswürde auf den zweiten Sohn, CharlesJohn C., über. Vgl. Rede, ,Meinoirs of tlielile ok KeorAs 6." (2 Bde., Lond. 1828)und Stapleton, ,,1'üs political lils ok 0." (3 Bde., Lond. 1831 ; 2. Ausl., 1832).

Cano (Alonso), ein berühmter span. Maler, Bildhauer und Architekt, den man ge-wöhnlich den Gründer der Schule vonGranada nennt, geb. zu Granada 1601, erhieltdurchseinen Vater Migucl C., welcher Architekt war, den ersten Unterricht und bildete sich dannzu Sevilla unter Pachcco und später unter Juan del Castillo oder Hcrrcra weiter aus. Sehrjung erwarb er sich einen berühmten Namen und wurde 1638 Hofmaler des Königs. AlsArchitekt und Maler vielfach beschäftigt, zerstörte plötzlich ein schreckliches Er eigniß sein Glück.Eines Tages, als er in seine Wohnung trat, fand er seine Gattin ermordet und sein Haus