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ging >787 nach Oxford, wo er eine für seine spätere politische Laufbahn folgenreiche Freund-schüft mit dem nachmaligen Lord Liverpool schloß. Schon in Eton gab er 1786 mit denbeiden Brüdern John und Robert Smith, Lord Spencer und Frcre die Zeitschrift ;,Tlieinicrocosm" heraus; auch machte er sich durch einige Gedichte vortheilhast bekannt. Nachseiner Rückkehr von der Universität studirte er Rechtswissenschaft in London, bis Burke ihnbewog, sich ganz dem Berufe eines Staatsmanns zu widmen. Auch Pitt, schon früher beieinem Besuche in Oxford aufmerksam auf ihn geworden, gab ihm mehrfache Beweise seinerGunst. Schon 1793 ward er Parlamentsmitglied für Newport auf der Insel Wight und1796 Unterstaatssecretair unter Lord Grenville, dem Minister der auswärtigen Angelegen-heiten. C. war in dieser Zeit eine Hauptstütze derPitt'schen Verwaltung. Bei Gelegenheiteines 1794 mit dem Könige von Sardinien abzuschließenden Vertrags, hielt er eine Rede,in der man zuerst sein glänzendes Talent erkannte. Dieses bewährte er auch in der Folgebei den Verhandlungen über Abschaffung des Sklavenhandels. Seine Reden zeichneten sichaus durch geistvolle Behandlung des Gegenstandes, blühenden Ausdruck und sinnreiche An-führung von Stellen aus alten Classikern.,, Doch gab ihr gelehrter Anstrich Anlaß zur Be-merkung, daß sein Talent etwas nach der Öllampe rieche; auch hat ihm die Bitterkeit seinesWitzes und das große Vertrauen aufseine Redekunst späterFeinde gemacht. Die schwierigstenAngelegenheiten des Continentalintercsses behandelte er leichthin mit vieler Anmaßung,gegen Frankreich stets feindselig und dem Ministerium ganz ergeben. Er diente der politischenPartei, die er im Parlament verfocht, zugleich als Schriftsteller und entwarf 1797 in Ver-bindung mit Lord Liverpool, George Ellis (später Lord Seaford) und Frere den Plan zuder Zeitschrift „ll'bs ^nti-llacobm, nr examiuer", welche von Will. Giffordheraus-
gegcben, bis Juli 1798 fortgesetzt wurde und gegen die zahlreichen Zeitschriften gerichtetwar, welche die Sache des Republikanismus vertheidigten. Als Pitt, um den Frieden vonAmiens möglich zu machen, sich vom Staatsruder entfernte, trat auch C. zurück, und alsnach dem Bruche des Friedens, Pitt dasselbe wieder übernahm, erhielt auch C. wieder einenbedeutenden Posten. Mit Pitt's Tode im I. 1806 verlor er seinen Einfluß. Fox wurdeerster Minister, und C. trat in die neue Opposition. Als Percival an Fox's Stelle kam, wurdeC- 1807 wieder Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Als solcher ließ er noch indemselben Jahre mitten im Frieden Kopenhagen beschießen und die dän. Flotte gewaltsamwegführen. Am 14. Jan. 1809 schloß er zu London den Allianztractat zwischen Groß-britannien und Spanien mit der obersten Junta ab, die imNamen Ferdinands VIl. regierte.In Folge eines Streits über die von ihm vorgeschlagene Expedition nach Walcheren im Aug.1809 mit seinem Collegen Castlereagh, der jene Unternehmung misbilligte, schlug er sich mitdemselben auf Pistolen im Hydepark. Dann trat er aus dem Ministerium, ohne im Par-lament entschieden zur Opposition überzugehen. Von der Stadt Liverpool im 1.1812 zumParlamentsmitglieds gewählt, sprach er eifrig für die Emancipation der Katholiken undwidersetzte sich der Unabhängigkeit Norwegens. Von seiner Sinecure, dem Gesandtschafts-posten in Lissabon, wo kein Hof war, kehrte er nach drei Jahren, 1816, durch Frankreich,wo man ihn zu Bordeaux mit großer Auszeichnung empfing, nach London zurück, woraufer durch seine Freunde in Liverpool am >2. Juni 1816, nach einem heftigen Kampfe mitden Candidaten der Volkspartei, wobei sogar C.'s Leben in Gefahr kam, zum Parlaments-gliede gewählt wurde. Im I. 1817 trat er aufs neue ins Ministerium und wurde Präsidentdes indischen Ministerialdepartements (Uoarci of eoutrol). Da er jedoch über die Maß-regeln gegen die Königin und über die Emancipation der Katholiken anders dachte als LordLiverpool, so begab er sich auf das Festland und nach Italien und bekleidete später eine Zeitlang den Posten eines außerordentlichen Gesandten bei der Tagsatzung der Schweiz. Als derProceß der Königin im Nov. 1820 entschieden war, kehrte er nach London zurück, wo erseinen stühern Einfluß im Ministerium wieder behauptete. Im März 1822 vcrtheidigte erdie Einrichtung der ostind. Lorrrck ofcontrol mit aller Kraft des Witzes, die ihm zu Gebotestand, gegen den von dem asten humoristischen Creevey gemachten Vorschlag, eine Unter-suchung der Geschäftsführung dieser Behörde anzuordnen. Creevey's Vorschlag wurde ver-worfen und C. noch in demselben Monat von den Directoren der Compagnie an die Stelledes aus Ostindien zurückkehrenden Marquis von Hastings zum Generalgouverneur der