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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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den. Durch diese und andere Concesfionen wurde die neuerworbene Provinz ziemlich be-ruhigt. Dessenungeachtet nahmen die Canadier einen warmen, wenngleich nicht in glänzen-den Thaten ausgesprochenen Antheil am nordamerik. Freiheitskriege. Nach dem Friedenänderte die engl. Negierung auch sogleich ihre Plane in Beziehung auf C. Durch die ActePitt's vom Z. 179t erhielten die öffentlichen Angelegenheiten der Kolonie eine ganz neueGestalt. Sie wurde in die zwei Gouvernements Ober- und Untercanada getheilt, deren jedeseine gesonderte und selbständige Negierung und Verfassung erhielt, bestehend aus einemGouverneur, einem Vollziehungsrathe, einem Gesetzgebenden Nathe und einer Art Reprä-sentantenhaus, in welchem der vermögendere Theil der Bevölkerung vertreten war. Obschonnun durch diese neue Verfassung die Canadier das Recht der Selbstbesteuerung und derControle über das Colonialbudget erhielten, so war ihnen dasselbe doch kein genügender Er-satz für die jetzt verdrängten Gewohnheiten und Gebräuche. Durch die Trennung des Landesin Untercanada, das fast ganz französisch war, und in Obercanada, das rein brit. Ansiedlerbesaß, mußte nothwendig die Spaltung beider Elemente größer und die Verschmelzung der-selben schwieriger werden. Beide Provinzen sonderten sich nur um so schärfer und traten inihren Interessen einander um so schroffer gegenüber. Eleichwol war das Andenken derCanadier an die milde und rücksichtsvolle Behandlung, welche sie von Seiten der brit. Ne-gierung bei der Besitznahme des Landes durch dieselbe erfahren hatten, noch so mächtig undlebendig, daß sic, als im J. 1812 zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staatenvon Nordamerika der Krieg ausbrach, treulich und eifrig den Briten im Kampf gegen dieNordamerikancr bcistanden. Doch nach Beendigung des Kriegs, besonders unter dem Gou-verneur Dalhousie seit 1829, erhoben die franz. Canadier neue und heftige Klagen über Be-günstigung und Bevorzugung des engl. Interesses, über Parteilichkeit, Taxationen, Habsuchteinzelner Beamten, Veruntreuungen u. s.w. Besonders laut wurden diese Beschwerden, alsim engl. Parlament 1822 der Antrag gestellt wurde, beide Provinzen wiederzuvereinigcn, inUntercanada, wo man Alles für das Interesse der franz. Ansiedler befürchtete und der beredtePapincau (s. d.) an die Spitze der Opposition trat und das franz. Element mit allem Eifervertheidigte. Namentlich foderte man vom engl. Gouvernement größere Verantwortlichkeitder ausübenden Behörden und größere Ordnung und Regelmäßigkeit in den Finanzen. Nochhöher steigerte sich die Unzufriedenheit, als durch die Lehnacte von 1826 die bisherige Ver-fassung der Seigneurie aufgehoben wurde, wodurch man das franz. Element gänzlich zuvernichten beabsichtigte. Eine allgemeine Bewegung entstand, als der Generalgouverneurden vom Volke gewählten Sprecher der Assembly, Papineau, nicht anerkennen wollte.Die nach England abgesendeten Beschwerden und Petitionen hatten zur Folge, daß durcheine Commission der Zustand des Landes untersucht wurde; zunächst aber beschwichtigteman den Unwillen des Volks, wenigstens für den Augenblick, durch die Abberufung desGeneralgouverneurs Dalhousie. Jedoch geschah nichts Entscheidendes, und so ballerte derZustand der Unzufriedenheit auf der einen Seite und des Temporisirens auf der andern mehreJahre fort, ohne daß man auf jener geneigter geworden wäre, der Regierung größeres Ver-trauen zu schenken, noch auch auf dieser größer» Ernst und guten Willen gezeigt hätte, denFinanzvcrlegcnheiten abzuhelfen und das Budget und Steuerwescn zu reguliren.

Endlich faßte 1836 die Assembly von Untercanada den energischen Beschluß, blos fürdie nächsten sechs Monate der Negierung die Steuern zu bewilligen, die fcrnerweite Erhe-bung der Steuern von dem Falle abhängig zu machen, daß das Recht, die Gesetzgebende Ver-sammlung zu wählen und die vollziehenden Behörden in Verantwortung zu ziehen, demVolke gewährt werde. Dieselben Federungen machten auch die Demokraten Obercanadas,welche mannichfache Beschwerden über die Anmaßungen und Bedrückungen von Seiten deraristokratischen Partei erhoben. Allein das brit. Parlament schlug die Foderungen beiderProvinzen ab, ging nicht auf die Beschwerden ein, sondern empfahl blos den Assemblies dasdurch die Budgetverweigerung entstandene Deficit durch erneuerte Bewilligung von Steuernzu decken. Die Folge davon war, daß in Qucbck Tumult entstand, und daß die Assemblyvon Untercanada alle Steuern verweigerte, bis die Entscheidung des Parlaments zurück-genommen und die vorgcbrachten Beschwerden der Provinzen vollständig erledigt wordensein, weshalb sie von Seiten des Gouverneurs aufgelöst wurde. Von jetzt au dachte die