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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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schaftlichkcii wendete er sich den Ideen und Ereignissen der ausbrechcnden Revolution zu;daher ihn auch die pariser Gemeinde zum Vertreter des dritten Standes in die Gcneralstaatcnwählte. Hier trat er gleich vom Anfänge an mit der ganzen Unbcugsamkcit seines Charaktersgegen die alte Ordnung der Dinge auf; er erklärte sich gegen die wiederholten Anlciheprojecte,war besonders in der berühmten Nacht im Ballhause thätig, setzte die Einziehung der päpst-lichen Annatengelder und die Aufhebung der dem Papste gehörigen Grafschaft Venaissindurch und nahm lebhaften Antheil an der neuen Civilconstitution des Klerus. Ganz besondersaber war seine Thätigkcit, die nur dadurch unterbrochen wurde, daß « sich Stunden lang voreinem in seinem Schlafgemach aufgehängten hölzernen Kreuze ins Gebet vertiefte, den Finan-zen und ihrem Zustande gewidmet. Ihm gelang cs, das sogenannte Rothe Buch, in welchemdie Ausgaben des Hofs und der Prinzen verzeichnet waren, für die Versammlung zu erhalten,das er sodann eiligst drucken ließ, wodurch die Minister wie der Hof auf das ärgste preiege-geben wurden. Auch setzte er es durch, daß die Eeneralpächter abgcschafft, die Schuldenfür den Grafen Artois nicht bezahlt und die Apanage für die franz. Prinzen auf eineMillion herabgesetzt wurden. Heftig bekämpfte er Mirabeau, als dieser im Interesse der kö-niglichen Gewalt einlcnken wollte. Nach der Flucht Ludwig's XVI. bemächtigte sich seinereine wahre Wuth; er klagte den König, Montmorin, LafayetLe und Bailly als Vcrrätherund Verschwörer an und foderte die Unterdrückung aller Orden und Korporationen, denenEeburtsrechte zu Grunde lagen. Ein besonderes Verdienst erwarb er sich als Conscrvatordes Nationalarchivs dadurch, daß er die Urkunden über die aufgehobenen Korporationen undInstitutionen vor der Zerstreuung bewahrte. Unter seiner Mitwirkung kam das Dccret überdie Bildung des Nationalconvenks zu Stande, in dem er vom Departement der obern Loiregewählt wurde. Als Secretair desselben foderte er am 18. Oct. die Versetzung der Ministerwegen Verraths und Veruntreuung in Anklagezustand und beantragte einige Tage daraufden Verkauf der Güter der Emigranten und der Klöster. Im Dec. 1792 wurde er als Kom-missar nach Belgien zu dem General Dumouriez gesandt, um die Generale und die Operatio-nen der Armee zu überwachen. Von dort schickte er im Processe des Königs sein Urthcilschriftlich ein, das auf Tod ohne Aufschub und Appellation lautete. Als er im Mär; 1793den Auftrag erhielt, den General Dumouriez und die übrigen des Verraths verdächtigenGenerale zu verhaften, wurde er von diesem mit seinen vier übrigen Kollegen gefangen genom-men und am 3. Apr. den Östreichcrn ausgeliefert. Erst nach einer Haft von 30 Monaten,die er zu Mastricht, Koblenz, Königgrätz und Olmütz zubrachtc, wurde er endlich zu Baselgegen die Tochter Ludwig's XVI. ausgcwechselt. Bei seiner Rückkehr kam er in den Rathder Fünfhundert, dessen Präsident er am 23. Jan. 1796 wurde. Nach der Katastrophe vomI. Prairial des I. V trat er jedoch aus und lebte nun als Mitglied des Instituts ganz litera-rischen Arbeiten. Seine» Principien bis ans Ende treu, votirte er am 1 v. Juli > 802 gegendas lebenslängliche Konsulat Napolcon's. Vom Schlag getroffen starb er am2.Nov. 1 801 .Die vorzüglichsten seiner Schriften sindlettre sur 1a z,ro1ession O'avoimt, ot, OiOIiolüe^neOes livres Oe Oroit" (2 Bde., Par. 177277),llislvire Oes suimiuix O'Vristote, avec letexte en reFsrO" (2Bde., Par. 1783),OvOe juOiciuire, ourecueil OesOecrets Oe I'assem-1>Iee nationale et Constituante, sur l'orOre juOiciaire" (1 Bde., Par. 1792),Voza^e Oau-les Oepartements nouvelleinent re'unis" (2 Bde., Par. 1803).

Canada nennt man im weitern Sinne die sämmtlichen brit. Besitzungen auf demKontinente Nordamerikas vom Atlantischen Ocean im Osten bis zum Großen Occan undvon den Grenzen der nordamcrik. Freistaaten im Süden bis zu den Gestaden des Hudsons-mecrs und des Meers der nördlichen Durchfahrten im Norden, mit Ausnahme der Gouver-nements Neubraunschweig und Neuschottland. Im engern Sinne versteht man darunterden Theil der brit. Besitzungen Nordamerikas, welcher, im Norden der großen nordamcrik.Seen, im Westen des Albanygcbirgs und Lorenzbuscns zu beiden Seiten des St.-Lorcnz-stroms und im Süden der Landcshöhe, welche ihn von dcn Hudsonsbailändcrn und Labradortrennt, vom II"52" nördl. B. und von 290"310" östl. L. sich erstreckt und einen Flä-cheninhalt von etwa 11000 lüM. hat. C. ist ein ausgedehntes Tiefland, nur zu beiden Sei-ten des breiten Thals des St.-Lorenzstroms geht cs über in ein mit zahlreichen Bergen undThälcrn abwechselndes, wellenförmiges Flachland. Die Hastptgcbirgc sind die Landeshöhe,