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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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samkeit und Wärme geschrieben, enthalten aber freilich auch manche ÜbcrtreibuvK«Me sichbei einem sonst so ruhigen Denker, wie C. war, nur mit dem damaligen fast allgemeinerEnthusiasmus für die Revolution erklären lassen. Besserung der Sitten und Bereicherungdes Geistes, eine Umwandlung des gesummten Erziehungswescns und die daraus folgendebessere Bildung der Jugend waren das Ziel, nach welchem er in seinen pädagogischen Schriftenhinarbeitete. Seine Verdienste um das Erziehungswcsen sind mit dem lautesten Beifallanerkannt worden, wicwol seine voreiligen Urtheilc über das klassische Alterthum, sein Partei-nehmen für den Philanthropismus und die damit zusammenhängende reinpraktische Richtungzu tadeln sind. Seine den oberflächlichen Charakter seiner Zeit nicht verleugnenden Er-ziehungsschriften gehörten lange Zeit zu den verbreitetsten und geschätztesten, und einzelnewerden noch jetzt viel gelesen. Sein Stil ist rein und fließend, frei von den Künsten derSchule, lebhaft und sanft. In der vertraulichen und rührenden Schreibart ist er Muster.Vorzüglich besaß er eine seltene Gabe, sich zu dem Fassungsvermögen der Jugend herabzu-lassen. Als Philosoph weiß er sehr gut von trockenen spekulativen Betrachtungen zu faß-licher Moral, vom weisen Ernste zu den leichten Spielen der Jugend überzugehen. SeineSämmtliche Kinder- und Jugendschriften" umfassen 37 Bände (4. Aufl., Braunschw.I82S32). Unter diesen istRobinson der Jüngere" (32. Aufl., Braunschw. 1842) wolin alle europ. Sprachen übersetzt worden. Fast ebenso verbreitet und vielfach übersetzt istseinTheophcon, oder der erfahrene Rathgeber für die unerfahrene Jugend" (9. Aufl.,Braunschw. 1832). Obschon seine Bemühungen um die Reinigung und Bereicherungder deutschen Sprache oft die Gestalt des Sonderbaren angenommen haben, so hat er dochauch hierin sich ein bleibendes Verdienst erworben. Eine seiner vorzüglichsten Leistungenaber ist sein in Vereinigung vorzüglich mit Bernd herausgegebenesWörterbuch der deutschenSprache" (5 Bde., Braunschw. 1807> 1,4.) und das damit zusammenhängendeWörter-buch der Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgcdrungenen fremden Aus-drücke" (Braunschw. 1801; 2 . Aufl., 1813,4.).

Campeche, Stadt an der Westküste der zum mexikanischen Staatenbunde gehörigenHalbinsel Aucatan, mit einem sehr gutenHafen an der gleichnamigen Bai des MexikanischenGolfs, rings von Hügeln umgeben, hat 7000 E. und lebhaften Handel mit Wachs undCampecheholz. Bei dem jüngsten Revolutionszusiande Jucatans gegen Mexico wurde C.Hauptsih der im Nvv. 1842 eröffneten Feindseligkeiten. Unter den Wällen der Stadt fandam 18. Nov. 1842 ein harter Kampf zwischen den Pucatanern und Mexikanern statt, inwelchem letztere zwar einen Verlust von 200 M. erlitten, der aber ohne Entscheidung blieb,wie die Blockade von der Sec aus ebenfalls ohne Wirkung war. Heftiger stritten die Mexi-kaner am 24. Nov. um den Besitz der Höhen vor C., die sie nach hartnäckiger Gegenwehrbehaupteten, von denen sie aber im Jan. 1843 wieder verdrängt wurden. Nachdem dieMexikaner am 1. Febr. von Chica Besitz genommen hatten und sich unter Befehl des GeneralsAndrade zu einem Angriff auf C. anschickten, rückte ihnen von dort aus am 4. Febr. GeneralLlergo entgegen und erfocht einen so entscheidenden Sieg, daß diePucataner sofort beschlossen,ihre Unabhängigkeit zu erklären, unter Annahme einer eigenen Nationalflagge. Mexicoindeß gab die Hoffnung des zu erkämpfenden Siegs noch nicht auf.

Campecheholz nennt man das Holz von Usematox^Iou cswpecbianum , einemBaume aus der üecanclria monogam und der Familie der Hülscngewächse oder Legumi-nosen, welcher an der Campechebai in Mexico und in Westindien wächst- Im Handel ist esunter dem Namen Blau- oder Blutholz bekannt. Die blaue Farbe, welche es gibt,hat man erst seit dem Anfänge des 18. Jahrh. dauerhaft machen können. Mit Eisen- undKupferbeizen färbt cs braun und schwarz. Der isolirte Farbstoff Hämotoxylin oder Hämatinist neuerdings von Erdmann genau untersucht worden. Es ist an sich roth, wird aber durchAnimoniak blau. Wenig beständig entfärbt es sich unter manchen Umständen sehr leicht.

Campement ist der allgemeine Ausdruck für jedes Feldlager, die Truppen mögenunter Zelten oder Hütten (Baracken) oder ohne alles Obdach unter freiem Himmel lagern;daher auch der Ausdruck Camp iren.

Camper (Peter), einer der gelehrtesten und scharfsinnigsten Ärzte und Anatomen desl». Jahrh., geb. zu Leyden am I I. Mai 1722, studirte daselbst und ward 1750 Profeffox