148 Campancn Campbell (Thomas)
«stell» lelice rnggox^ione all» stato ecclesiastico" (Aix 1633, 1.) verschaffte ihm dieGunst des Papstes. Die beste Ausgabe seiner Schriften besorgte Naude (Par. 1642).Originalität, kühner Schwung und Reichthum der Ideen machen ihn zu einer merkwürdigenErscheinung in der Geschichte der Philosophie. Vgl. Cyprian, „Vita et ;>liiloso;>liia 6."(Amst. 1705; 2. Aufl., 1722) und Adelung, „Geschichte der menschlichen Narrheit"(Bd. 4), in der C. nebst manchen Andern mit Unrecht seinen Platz erhalten hat.
Campänen sind eine Art isolirt liegender für Kleingewehr eingerichteter Kasemattenoder Galerien, welche man bisweilen in den Festungen der altital. Kriegsbaumeister an-trifft. Sie befanden sich in der hinter der Escarpenmauer des Hauptwalls fortlaufendenMinengalerie und zwar in den Flanken, Courtinen und Bollwerksfacen, bestanden auskleinen, mit einer Kuppel überwölbten Sammelplätzen, worin etwa drei Mann stehen konnten,um durch ein vier Fuß über der Grabensohle angebrachtes Schießloch den Graben bestreichenzu können. Bei manchen Befestigungen findet man dergleichen Campanen zwei bis dreiEtagen übereinander.
Campanerthal, eine reizende Gegend im Bezirke Bagneres des franz. Departementsder Oberpyrenäcn, hat seinen Namen vom Flecken Ca mp an, der etwa 4000 E. zählt undin dessen Nähe berühmte Marmorbrüche und eine Tropfsteinhöhle sich finden. In Deutsch-land wurde es noch durch Jean Paul's Dichtung „Das Campanerthal" berühmt.
Campanien, eine ehemalige Landschaft Italiens, mit der Hauptstadt Capua, diejetzige Provinz Terra di Lavoro, grenzte südöstlich an Lucanien, nordöstlich an Samnium,nordwestlich an Latium, südwestlich an das Tyrrhenische Meer und wurde wegen seineraußerordentlichen Fruchtbarkeit und Anmuth von den Römern, die hier ihre prachtvollstenLandhäuser hatten, vorzugsweise regio kelix genannt. Eine Menge Naturschönheiten, wiedas Vorgebirge Miscnum, der Vesuv, die Phlegräischen Gefilde, der Fluß Vulturnus, der Ar-verncr und Lueriner Sec geben diesem Lande einen besonder» Reiz. Außerdem knüpfensich an die Städte Bajä, Cumä. Misenum, Linternum, Putcoli, Neapel, Herculanum,Pompeji, Caprcä, Salcrnum und Capua die wichtigsten Erinnerungen. Die vorzüglichstenDenkmäler, die sich hier finden, sind zusammengestellt worden von Paolini in „lllemorie su'i monument! sti anticlntü in Mseno, Laoli etc." (Neap. 1812, 4.).
Campbell (Sir John), Mitglied des brit. Parlaments, einer der ausgezeichnetstenRechtsgelehrten, wurde 1778 auf einem Dorfe bei Edinburg geboren, wo sein Vater Geist-licher war. Seine höhere Bildung erhielt er auf der Universität zu Edinburg; dann ging ernach London, wo er mehre Jahre Berichterstatter für das „5lorniug cliromcle" war. Seit1807 trat er als Sachwalter auf und erwarb sich nach und nach eine glänzende Praxisund den Ruf eines ausgezeichneten Rechtsgelehrten. Zugleich wirkte er als Schriftstellerdurch Veröffentlichung genauer Berichte über die wichtigsten, in den Gerichtshöfen derKingsbench und Commonpleas zur Entscheidung gekommenen Nechtsfälle. Er bethätigteauch hierbei das Talent einer lichtvollen, unparteiischen Darstellung verwickelter Fälle, einTalent, das ihm in Verbindung mit seiner geraden schot. Denk- und Handlungsweise feinegeachtete Stellung im Richterstande und im Parlamente erworben hat. Seine Verbindungmit der Tochter des Lords Abingcr im I. 1822 erhöhte sein Ansehen. Unmittelbar nachherwurde er zum ersten Male in das Parlament gewählt, wo er sich aus Überzeugung derwachsenden Partei der Whigs anschloß und vorzüglich bei Discussionen über Rechtsver-hältnisse eine einflußreiche Stimme behauptete. Zum zweiten Male wurde er von Edinburggewählt. Unter dem Whigministerium zum Kronanwalt (Vttvrne^ general) erhoben, hatteer als solcher ein jährliches Einkommen von mehr als 10000 Pf. St. Den wichtigstenDienst leistete er seiner Partei bei der Krisis im 1.1835, wo er durch eine überfeine gewöhn-liche Mäßigung sich erhebende Rede bei der Wahl den Sieg über die torystischen Mitbe-werber davontrug. Im I. 1841 ward er zum Lordkanzler von Irland ernannt und wußtesich bald, obgleich man anfangs die Berufung eines Schotten zu diesem Amte nur ungernsah, die Achtung und Zuneigung der Irländer zu erwerben, mußte aber schon im folgendenJahre seinem torystischen Nachfolger weichen.
Campbell (Thom.), einer der ausgezeichnetsten unter den neuern engl. Dichtern,geb. zu Glasgow am 27 .Juli 1777, gest. I2.Juni 1844, studirte in Glasgow, bis crl'SS