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mid beste Gesammtausgabe seiner „Obrus comz»Istss" besorgten Barrcto Feio undMonteirs(3 Bdc., Hamb. 1834), die vorzüglichste Ausgabe der „Lusiadcn" Souza-Botelho (ParI8l7, Fol., wieder abgcdrucktPar. 1819, und mit einigen Veränderungen von Vcrdicr,Par. >823); letztere würden von GomezdcTapia(Salamanca 1586), Garzes (Madr. 1691,4.) und Lamb. Gil nebst den „koesius vuris5" (3Bde., Madr. 1818) ins Spanische, vonMillie ins Französische (2 Bdc., Par. 1825; 2. verb. Ausl, mit Anmerkungen von Dubeux undBiographie vonMagnin, Par. >841), ins Italienische von Anton Nervi (2 Bde., Mail.>821 und von A. Briccolani (Par. 1826), ins Englische am treuesten von Mickle (Oxf.1776, 4. und 3 Bdc., Lond. 1867, 12.), auch von Th. Moore Musgravc (Lond. 1826),ins Polnische von Przybylski (Krak. 1766) und von Donner ins Deutsche (Stuttg. 1833)überseht. Vgl. John Adamson, „ülemoirs ok tlle Ille nn«l writingg nkÖuis 6s 6. (2 Bde.,Lond. 1826). Auch ist C. selbst von einem seiner Landsleute, Almeida Garrett, zum Gegen-stände eines epischen Gedichts genommen worden, das anonym unter dem Titel „6amves,;>oLmu" (Par. 1825) erschien.
Campagna di Roma heißt die ungesunde und jetzt fast ganz unbebaute Gegend inItalien, welche den größten Thcil des alten Latiums umsaßt, sich von Nonciglione bis überdie Pontinischcn Sümpfe nach Terracina hin erstreckt und Rom umschließt. Sie ist auf derLandseite von den Tcrrassenrändern und Bergzügen des röm. Subapennin, wie den Montc-Orestc, den Albaner und Sabiner Bergen, begrenzt, im Westen von den Wellen des Tyr-rhenischen Meers bespült und im Innern eine leicht hügelige Ebene, in der nur der Montc-Sacro einigermaßen ausgezeichnet ist. Der Boden ist fast durchgehend vulkanisch, alleSeen sind Krater ausgebrannter Vulkane. Die überall und namentlich aus der Solfa-tara (s. d.) auf dem Wege von Rom nach Tivoli aufsteigenden Dünste erzeugen die Ariacattiva, welche diese ganze Gegend verpestet. Die vorzüglichsten Punkte in der C. sind Tivoli,der päpstliche Sommerpalast Castel Gandolfo, AriciaundGenzano. Die Zahl der Bewohnerist sehr gering, und auch diese sehen sich im Sommer genöthigt, nach Rom und in diebenachbarten Städte zu gehen, wo sie unter den Säulenhallen der Kirchen und Paläste ihreNachtlager aufschlagen. Im Herbste ziehen Hirten von den Apennincn mit ihren Hcerdenhierher. Die eigentliche Viehzucht ist aber ganz vernachlässigt. Das Aussehen der Hirtenräßt übrigens eher an die Steppen der Tatarci als an die Nähe Roms denken. Die Rinder-hirtcn sind beritten und mit Lanzen bewaffnet, mit denen sie ihre Heerde sehr geschickt zu len-ken verstehen. Doch diese Gegend war nicht immer so wüst und menschenleer. Ein Paradiesvielmehr muß sie zur Zeit der ersten röm. Blüte und selbst noch unter den Kaisern gewesensein, wo Domitian und Hadrian ihre prachtvollen Villen hier anlegten. Die häufigen Kriegeund Verwüstungen, denen die C. so oft ausgeseht gewesen, nicht minder der Schwarze Tod imI I. Jahrh. und die hieraus entstandene Entvölkerung, sowie häufige Überschwemmungen derTiber können wol als Hauptursachen angesehen werden, daß hier eine so große Öde entstandenist, wo die herrlichsten Überreste von Gebäuden aller Art bezeugen, daß auf deniselben Fleckezur Zeit der Römer die höchste Cultur geherrscht habe. Nach Livius war zwar die C. schonvon jeher ungesund; allein durch die höchste Anstrengung und durch die den Römern zu Ge-bote stehende Menge von Mitteln wurde sie sehr cultivirt. Auch einige Päpste, besondersPius VI., haben die ungesunde Luft durch Austrocknender Pontinischcn Sümpfe (s.d.)in etwas zu mindern gesucht. Unter der stanz. Herrschaft erwarb sich vor Allen der damaligeGouverneur von Nom, General Miollis, durch Anpflanzcn von Bäumen, Urbarmachender Felder und Trockenlegcn der Sümpfe große Verdienste. Geologisch betrachtet, scheint dieC. ein Meerbusen gewesen zu sein, indem sich das Tyrrhenische Meer bis zum Fuße der Apcn-nincn erstreckte. Vgl. Westphal, „Die röm. C. topographisch und antiquarisch dargcstellt"(Verl. 1829, 4.) und Didier, „Ru (lsmpagne 6s Roms" (Par. 1842).
Campan (Jcanne LouiscHenriette), geb. Genct, die Vorleserin der Töchter Ludwig's XV.,war zu Paris am 6. Oct. 1752 geboren. Durch die nachmalige Königin Marie Antoinette,deren Zuneigung sie sich erworben, wurde sie mit dem Sohne des Gehcimsecretairs dersel-ben, Campan, verheirathet und von ihr als erste Kammerfrau angestcllt. Sie gab ihrerBeschützerin mannichfache Beweise der Treue und Anhänglichkeit und wollte ihr nach dem16. Aug. 1792 in den Tempel folgen, was aber Pction nicht gestattete. Während der