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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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Calpurnius (Geschlecht)

Calvaert

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bungen derselben brachte er den Namen S y n k r e t i s m u s (s. d.) auf die Bahn und schenkesich im Fortgange des Streits nicht, auf sie auch die bösen Thiere imBriefe an den Ti-tus"(l, 12) anzuwenden. Wie starr er am lutherischen Buchstaben festhielt, und wie blindsein Parteieifer war, zeigt der im Namen der kursächs. Theologen 1655 von ihm verfaßte.Konsensus repetitiis Nile, vere lutkorsnse" (eine Erklärung gegen 85 synkretistische Jrr-thümer), für den er, hierin selbst heterodox, symbolische Auctorität beanspruchte. Auch mis-billigten damals schon Manche, die es nicht gerade mit Calixtus hielten, wie ein Joh. Mu-saus in Jena, die schroffe Polemik C.'s. Außer seinen Streitschriften, zu denen auch die con-siscirteüistoris sziicretistic-i, d. i. Christlich wohlbegründetes Bedenken über den lieben.Kirchenfrieden und die christliche Einigkeit" (Witt. 1682) gehört, erwähnen wir das imscholastischen Geiste gearbeitete8Mems loeorum tbeoloxicoruw" (12 Bde., Witt. 166577,-1.) und dieLidlia illustrsts" (-1 Bde., Franks. 1672,Fol.; neue Aust., Dresd. 1719).

Calpurnius ist der Name eines röm. plebejischen Geschlechts; zu ihm gehörten dieFamilien Piso (s. d.), Bcstia undBibulus, aus welcher lehtern namentlich M. CalpurniusBibulus, Cäsar's College in der Ädilität und dem Consulat bekannt ist. Die Pisonen hal-ten entweder nur diesen Namen, oder unterschieden sich durch die Beinamen Cäsoninus undFrugi. Unter den Frauen aus diesem Geschlecht sind besonders zwei berühmt, Calpur-n i a, die Tochter des L. Calpurnius Piso, der 58 v. Chr. Consul war, Cäsar's letzte Ge-mahlin, und Calpurnia, die Tochter des L. Calpurnius Bestia, die sich selbst tödtete, alsihr Gemahl P. Antistius, weil er für einen Sullaner galt, im I. 82 von L. Damasippusin der hostilischen Curie ermordet ward.

Calpurnius (Titus Junius), nach seinem Vaterlande oder nach seiner Dichtungs-art, der bukolischen, Siculus genannt, lebte wahrscheinlich im 3. Jahrh. n. Chr. SeineLebensumstände kaffen sich nur zum Theil aus Andeutungen in seinen Gedichten crrathen.Wir besitzen von ihm elf Eklogen oder Idyllen, in denen er dcnTheokrit und Virgil sich zumMuster genommen hat, jenem aber an Natürlichkeit, diesem an Reinheit des Ausdrucks nach-steht. Seine Gedichte erschienen zuerst 1-171 zu Rom, dann in den Sammlungen vonMaittaire, Burmann und Wernsdorf, zuletzt in Weber's6orpus poelsrum Ist." (Franks.1833); besonders wurden sie herausgegeben vonBeck (Lpz. 1803), in Verbindung mitVir-gil'skclogse" von Grauff (Bern 1836), ins Deutsche übersetzt von Adelung (Petersb.1804), Wiß (Lpz. 1805) und Klausen (Altona 1807).

Calque heißt im Französischen so viel wie Durchzeichnung. Das Durchzeichnen oderCalquiren ist in derMalerei und in den mit ihr verwandten Kunstzweigen oft von großemNutzen. Besonders machen die Kupferstecher häufig Gebrauch davon, wenn es darauf an-kommt, das nachzubildende Original mit geometrischer Genauigkeit auf die Platte zu über-tragen. Neuerdings bedienen sich die Kupferstecher zum Calquiren eines aus Hausenblasegefertigten Papiers, auf welchem sie die Durchzeichnung mit der Nadel einrißen, mit Röthelcinreiben und dann unmittelbar auf die grundirte Platte abdrucken.

Calvados, ein Departement im nordwestlichen Frankreich, umfaßt einen Theil derehemaligen Normandie. Der Boden desselben bildet eine wellenförmige Fläche, welche sichvon den südlichen Hügelketten allmälig zu der Nordküste hinabsenkt und deren Gestade theilsmit Sanddünen bedeckt ist, theils mit 4700 F. hohen felsigen Abfällen zur See abstürzt.Der Boden ist größtentheils fruchtbar, gutbewäffert und nur am Meere entlang sandig undunergiebig. Das Departement ist 101'/, mM. groß und hat eine Bevölkerung von etwa500000 E., die Ackerbau treiben, viel Obst und Gemüse, Pferde und Rindvieh ziehen, sichmitFischfang, besonders mit Austern-, Muscheln- und Hummerfischerei beschäftigen, Spitzen.Leinwand, Baumwollwaarcn, Tuch, Wollenzeuge, Strümpfe, Leder und Papier verferti-gen und Handel mit den genanntenNatur- und Kunstproducten unterhalten. DiewichtigstenStädte sind Caen (s. d.), Honfleur, Lisieux, Falaise, Bayeux, Pont l'Evecque und Vire.

Calvaert (Dionys), ein berühmter Maler, geb. zu Antwerpen 1555, kam als Land-schaftsmaler sehr jung nach Italien, wo er die Schule Fontana's und Sabbatini's in Bo-logna besuchte, mit welchem Letztem er nach Rom reiste. Nachdem er einige Zeit nach Ra-fael gezeichnet hatte, eröffnete er eine Schule zu Bologna, aus der sehr viele Meister, wie