I2Y Calliauo Callot
Napoleon für diese Mitwirkung öffentlich seinen Dank bezeugte. Bet der Stiftung desholländ.Nationalinsiituts wurde er zumMitglicdc desselben erwählt. Er starb am 25. Mär»1811. Seine vorzüglichsten Arbeiten sind „kurzalus, over bet scbone" (Hartem 1802),die lat. Abhandlung über die Uhrwerke der Alten und „Onclei-roell inner ,Ien oors;>rnngvsn «len Lloraiscben en Otirlstelijlcen goclsclienst", eine Widerlegung des Dupuis'schenWerks „Origine cke Ions los cultes", die mit dem Preise gekrönt wurde. Dgl. ,,'I'er ge-llacbteniz vsn 0." (Utr. 181.5) und I. W. te Water, „I<urrutio ile red. ncncl. Inigil. Veit,seculo XVIII. prosperis et rulversis" (Leyd 1822).
Calliäno, ein freundlich gelegener Ort in Tirol, am linken Ufer der Etsch und amstark befestigten Bergpasse Castel-della-Pictra, ist historisch merkwürdig durch den Sieg derÖstreicher über die Venctianer im I. 1487 und Bonaparte's über.die Östreicher im I. 1796.Er erzwang sich den Eingang in Tirol am 4. Sept., nachdem die Östreicher unter Wurmsersich mit einem Verlust von 6—7000 Gefangenen und 25 Kanonen zurückgezogen, ohneMantua von der franz. Blockirung befreien zu können.
Calllsen (Hcinr.), ein berühmter Chirurg, wurde am 11. Mai 1740 zu Preetz, einemFlecken im Herzogthum Holstein, wo sein Vater, Joh. Leonh. C., geb. 1695, gest. 1759,Prediger war, geboren und erhielt den ersten Unterricht im älterlichen Hause. Hierauf be-suchte er die Domschule zu Schleswig und erlernte von 1755—58 die Chirurgie in Kopen-hagen. Nachdem er einige Zeit als Compagnie- und dann als Schiffschirurg gedient, wurdeer Pensionair dcs Amphitheaters zu Kopenhagen und erhielt 1767 ein Neisestipendium aufvier Jahre, welches ihn in den Stand setzte, in Leyden, Paris, Nouen und London sich weiterauszubilden. Im I. 1771 als Obcrchirurg der Flotte und des Seckriegshospitals nachKopenhagen zurückbcrufen, wurde er 1773 Professor der Chirurgie an der Universität, 1784Wirklicher Justizrath, und nachdem er 1787 einen Nus als Professor der Chirurgie nachBerlin abgelehnt hatte, 1794 Generaldirector und erster Professor der chirurgischen Akade-mie. Im I. 1805 legte er indeß sein Lehramt nieder, erhielt 1812 den Titel eines Confe-renzraths und starb am 5. Febr. 1824. Seine chirurgischen Lehrbücher, die „In8titutic>nescliirurAiae lloclisrnae" (Kopenh. 1777) und „Urincipia s^steinatis ckirurFias bocliernse"(2 Bde., Kopenh., 1788—90; 4. Aust., 1815—17; deutsch von Kühn, Kopenh. 1798—1800, und von seinem Neffen A. K. P. Callisen, Kopenh. 1822—24) erhielten europ.Rufund dienten lange Zeit zur Grundlage der Vorlesungen auf den meisten Universitäten. —Sein Neffe, AdolfKarl P eter C., geb. am 8. Apr. 1786 zu Glückstadt, wo sein Vater,Christian C-, gest. am 20.Febr. 1836, der Bruder des Vorigen, Justizrath war, erhieltseine Schulbildung in seiner Vaterstadt und in Kiel, wo er 1803 das Studium derMedicinbegann, welches er seit 1805 in Kopenhagen vollendete, worauf er 1808 eine Anstellung alsMilitairchirurg erhielt. Im I. 1809 machte creme größere Reise durch Deutschland, dieSchweiz, Italien, Frankreich und Holland und wurde 1812 nach seiner Rückkehr Neservc-chirurg am Friedrichshospital, 1813 Negimentschirurg, 1816 außerordentlicher und 1829ordentlicher Professor an der chirurgischen Akademie zu Kopenhagen, 1830 Bibliothekar beiderselben und 1836 Wirklicher Etatsrath. Mit großer Vorliebe beschäftigte er sich fort-während mit der Literargeschichte der Medicin und ihrer Hülsswissenschaften, und die Fruchtdieser mit seltenem Flciße und großer Aufopferung verbundenen Studien ist das „Mcdici-nische Schriftstcllerlexikon der jetzt lebenden Ärzte, Wundärzte, Geburtshelfer, Apothekerund Naturforscher aller gebildeten Völker" (25 Bde., Kopenh. 1829—37), wozu bereitswieder 6 Bände Nachträge, die von X—k reichen, erschienen sind (Bd. 26—31, Kopenh.1838—42), ein Werk, welches ungeachtet mancher Mängel und Versehen im Einzelnen,ein unentbehrliches Hülfsmittel für jeden literarisch beschäftigten Arzt und Naturforscher ist.
Callot (Jacq.), einer der geistvollsten Künstler seiner Zeit, geb. 1 592 zu Nancy, stammteaus einer vornehmen lothringischen Familie, die in Nancy ansäßig war. Sein Vater warWappcnherold des Herzogs von Lothringen. Ungemein früh und leidenschaftlich entwickeltesich in dem Knaben das Talent für die zeichnende Kunst; den Altern schien aber ein solcherBeruf mit dem ehrenvollen Range der Familie nicht wohl übereinzustimmcn. C. entwichdeshalb schon im zwölften Jahre dem väterlichen Hause, gerieth unter Zigeuner und Seil-tänzer, kam indeß glücklich nach Florenz, wo er seine künstlerischen Studien begann, und