Cillderon (Don Serafin) Calcdoruscher Kanal 11!)
schließt sich die Übertragung E. von der Malsburg s an (6 Bde., Lpz. >819—25). Goetheund Schlegel haben das Verdienst, die deutsche Bühne dem Genius C.'s eröffnet zu haben,wie es früher Schröder in Hinsicht Shakspeare's sich erworben hatte.
Caldcron (Don Scrusin), einer der neuesten span. Dichter, gcb. zu Anfang diesesJahrh. zu Malaga, zeichnete sich schon aus der Universität von Granada aus, wo er dieRechte studirte. Zm 1.1822 wurde er Professor der Poesie und Rhetorik zu Granada underregte durch mehre Gedichte, die er veröffentlichte, die Aufmerksamkeit. Als er bald daraufdie Advocatur in feiner Vaterstadt antrat, wurde er deshalb den Musen nicht untreu.. Im1.1830 begab er sich nach Madrid und gab hier anonym seine „koesias ckel soliturio"(Madr. 1833) heraus, die sehr beifällig ausgenommen wurden. Auch schrieb er für die„6art»z espsllolas", das einzige damals erscheinende literarische Journal, mehre Artikelüber andalusische Sitten voll Wahrheit und Laline, die seinen Namen noch bekannter mach-ten. Zu gleicher Zeit legte er sich mit vielem Erfolge auf das Studium der arab. Sprache.Im Aufträge der Negierung schrieb er ein Lehrbuch der Staatsverwaltungsgrundsähe„kriiicij»io8 cke allministracion" nach dem Französischen des I. C. Bonnin. Zu Anfang des1.1833 wurde er Gencralauditor bei der Nordarmee und 1836 Civilgouverncur von Lo-grono. Als ein Sturz vom Pferde ihn noch in demselben Jahre nöthigte, zur Wiederher-stellung nach Madrid zu gehen, beschäftigte ersieh vorzüglich damit, eine vollständige Samm-lung der immer seltener werdenden Schätze der altspan. Nationalliteratur, der Handschrift-ljchcn und gedruckten Lancioneros und Hoin-mcerns anzulegen und eine kritische Ausgabederselben vorzubercitcn; auch schrieb er damals seine schöne Novelle „^ristianos ^ moris-eos" im Geiste und Stile des Cervantes, gedruckt in der „6olleccioa <1e uovelss originaleseszmkiolas" (Madr. 1838). Zu Ende desJ. 1837 wurde er politischer Chefin Sevilla;doch mußte er in Folge des Aufstandes im Nov. 1838, um nicht ein Opfer des Parteihas-ses zu werden, flüchten und sich ins Privatleben zurückziehen, worauf er sich wieder ganzden Wissenschaften und der Dichtkunst widmete. Namentlich hat er sehr schätzbare Studienüber die Literatur der Morisken gemacht. Proben seiner prosaischen und metrischen Dich-tungen enthalten Eug. de Ochoa's „Splintes para uns biblioteca tle escritoresesps Kiloscoritempormieos" (Bd. I,Par. 1830).
Caledoma hieß bei den Römern das schot. Gebirgsland im Norden der Busen desClyde und Forth, zwischen denen Agricola (s. d.), der selbst in C. cindrang, die äußerste,bald nachher aufgegebene Grenze der röm. Provinz Britannia (s. d.) zog. Caledo-nier nennt Tacitus alle Bewohner jenes Landes, Ptolemäus nur die des nordwestlichenThcils; sie gehörten nicht dem german., sondern dem keltischen Stamme an, und ihr Namehat sich noch in dem der Gaelen, Bergschotten, erhalten. Ihren Einbrüchen in das röm.Britannien vermochte Septimius Severus zu Anfänge des 3. Jahrh. nicht auf die Dauerzu steuern; die Picken, deren mit Unrecht aus dem Lateinischen abgeleiteter, vielmehr kel-tischer Name seit dem 3. Jahrh. den alten der Caledonicr verdrängte, waren kein anderesVolk als diese; zu ihnen gesellten sich die Scoten, die zuerst in der zweiten Hälfte des 3.Jahrh. genannt werden, und die von Irland herüber in das jetzige Argyle cingewandcrt wa-ren. Gegen die Raubzüge beider Völker riefen die Briten, als sie sich von den Römern aus-gegeben sahen, die Sachsen im 5. Jahrh. zu Hülfe. Durch die Scoten, die sich verniuthlichim 6. Jahrh. durch neue Einwanderungen verstärkt hatten, wurde 839 das Pictenreich zer-stört und das Reich der Scoten umfaßte nun das ganze jetzige Schottland (s. d.).
Caledonischer Kanal, ein für Schottlands Ackerbau, Fischfang, Handel undSchiffahrt wichtiger Kanal, erstreckt sich vom Atlantischen Meere beim Fort William in derGrafschaft Jnverneß bis zum Murray-Firth bei Jnverneß an der Nordsee und ist bei einerTiefe von einigen 20 F. im Grunde 50 und oben 122 F. breit. Seine Länge beträgt 58V.Meilen, von denen aber, weil drei Seen, Lochy, Dich und Ncß, in seinen Bereich gezogenwurden, nur 21 (2 wirklich ausgegraben worden sind. Er wird von acht Hauptschlcusendurchschnitten, welche 172 F. lang und 30 F. breit sind, sodaß ausgerüstete Fregatten von 32Kanonen ihn befahren können. Die großen Hafenanlagen an seinen beiden durch Festungswerke gedeckten Ausmündungcn sind so geräumig und tief, daß sie die größte Flotte aufnch