Cada Mosto Cadaval M
serci in Prosa ( 1772 ) und „6<>s ocios de mi juventnd", die er beide, gleichwie seine „Loe-si'as" (1773), die nachher sehr oft aufgelegt wurden, unter dem Namen I. Vazquez ersehe!-nen ließ, und „Las <7artns marruocss", eine nicht ganz glückliche, aber für die damalige Zeitmerkwürdige Nachahmung der „ lettre« perssnes" des Montesquieu, die nach seinemTode erst erschienen. Gesammelt wurden seine Arbeiten in der „<7olbccion de olrrus e»Prosa ) en verso devoniose 6." (beste Aufl.mit einer Biographie des Verfassers von DonM. F. de Navarrete, 3 Bde., Madr. 1818). Seine lyrischen Gedichte haben ihm eine blei-bende Stelle in der span. Nationalliteratur gesichert, besonders seine Anakreontischen Oden;in diesen Liedern voll süßer Begeisterung bewegt er sich mit Anmuth und Grazie, und ihmgebührt der Ruhm, diese seit Villegas vernachlässigte Gattung auf dem span. Parnasse wie-der heimisch gemacht zu haben. Eine Auswahl seiner lyrischen Gedichte enthält Wolf's„Vlorests de rimas modern-»» castellsnas". Die feine und doch gutmüthige Ironie, die inseinen satirischen Gedichten herrscht, charakterisirt auch seine prosaischen Werke, die vonSeite des Stils unter die besten der neuern span. Literatur gehören.
Cada Mosto oder CaDa Mosto (Aloys oder Luigi da), der Entdecker an derWestküste Afrikas, war zuVenedig um 1432 geboren und erhielt eine sorgfältige Erziehung.Er bestimmte sich für den Handelsstand und machte sehr jung mehre Reisen im Mittellän-dischen und Atlantischen Meere. Auf dem Schiffe seines Landsmanns, des Marco Zeno,reiste er l 4 54 nach Flandern. Durch widrige Winde in der Straße von Gibraltar aufgehalten,mußte das Schiff bei dem Cap St.-Vincent anlegcn, wo in der Einsamkeit der Jnfant vonPortugal, Dom Henrico, seinen Studien oblag und sich mit der Erforschung der afrik.Küsten beschäftigte. Ihm bot C., von Unternehmungsgeist angefeuert, seine Dienste an underhielt von demselben ein Fahrzeug von SV Tonnen. Schon am 22. März 1455 segelte ervon Lagos ab, lief in den Senegal ein, schiffte an dessen Küste hin und hielt sich längere Zeitbei dem Fürsten Damel auf, dessen Staaten vom Senegal bis zum Grünen Vorgebirgereichten. Nachdem er Gold und Sklaven eingehandelt hatte, richtete er seinen Lauf nach demGrünen Vorgebirge, wo er sich mitzwei andern Entdeckungsschiffen dcsZnfanten vereinigte.Mit ihnen erreichte er die Mündungen des reichen Gambia. Da sie indeß von den Einwoh-nern angegriffen wurden, und die Schiffsmannschaft, von der langen Reise ermüdet, denMuth verlor, so sah er sich genöthigt, nach Portugal zurückzukehren. Von neuem unter-nahm er 1456 in Begleitung von zwei andern Schiffen eine Reise nach Gambia, aus der erdie nahe am Grünen Vorgebirge gelegene Inselgruppe, für welche er von dieser Nachbar-schaft den Namen Capverdische Inseln entlehnte, entdeckte. Er fand am Gestade des Gam-bia günstigere Aufnahme; allein der Eintausch des Golds entsprach seinen Erwartungennicht. Nachdem die drei Schiffe bis zu dem Fluß Casamansa und dem Rio-Grande gekom-men waren, kehrten sie nach Portugal zurück; C. aber blieb daselbst bis 1463, in welchemJahre Dom Henrico starb, worauf er in sein Vaterland zurückkehrte. Die erste sehr selteneAusgabe seiner Reisebeschreibung führt den Titel „61 librn de In prima navi^a-ione perncsano a le lerrs de d^r! de la Lassa ^etbiopia per Inlauts Don Ilenricli de Lorlo-gallo" (Piacenza 1567, 4.). Das Werk ist sehr gut geordnet, die Beschreibungen sind klarund genau, und die Erzählung ist anziehend.
Cadaval (Nuno Caetano Alvarcs Pereira de Mello, Herzog von), Präsident derportug. Pairskammer von 1826, Premierminister Dom Miguel's, stammte aus einem altenGeschlechte des hohen portug. Adels, welches den jüngern Zweig des Hauses Braganza bildet,und wurde am 9. Apr. 1799 geboren. Sehr jung schon ward er zu hoher und wichtigerStellung berufen. Er war Mitglied des vom König Johann VI. durch Decret vom 6.März l 826 ernannten Regentschaftsraths, unter der Regentschaft der dritten Tochter diesesKönigs, der Infantin Jsabella Maria. Als hierauf der Nachfolger Johann's VI., DomPedro, als Kaiser von Brasilien die constitutionelle Charte vom 23. Apr. 1826 gegebenhatte, ward C. zum erblichen Mitglieds und zum Präsidenten der Pairskammer ernannt.Nach Verzichtleistung Dom Pedro's auf die Krone von Portugal zu Gunsten seiner noch un-mündigen Tochter, Donna Maria, leistete C., mit den übrigen Mitgliedern der Regentschaft,den Eid auf die Charte und wurde am 31. Oct. 1826 von der Regentin zum lebenslänglichenStaatsrathc ernannt. Im Parteienkampfe zwischen den Constitutionellen auf der einen