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zu dem kühnen Wagniß veranlaßt, mit weniger Mannschaft sie zu überfallen und zu ver-treiben. Nachdem er auch die alte Bergfeste Contariejo wiedcrerobert hatte, leistete ernicht nur dem gegen ihn gesendeten General Oraa energischen Widerstand, sondern nament-lich auch dem Prätendenten die wesentlichste Unterstützung auf seinem Zuge nach Madrid.Zur Belohnung dafür und insbesondere zum Gedächtniß an die l838 eroberte Feste Mo-rella, ernannte ihn der Prätendent zum Grafen von Morella und Generallieutenant undzugleich zum Gencralgouvcrneur von Aragon, Valencia und Murcia. In allen seinen Un-ternehmungen ziemlich glücklich, mußte er sich nach Maroto's Übergange lediglich auf dieDefensive beschränken. Wie er überhaupt stets mehr für die katholische Kirche als für DonCarlos gefochten hatte, so erklärte er auch, als Letzterer Spanien verlassen, den Krieg für sichallein förtsetzen zu wollen. Doch eine gefährliche Krankheit, in die er gegen Ende des I.
1839 verfiel, hinderte ihn an der Ausführung seiner immer noch großartigen Plane. Erblieb in einer festen Stellung in den Gebirgen Cataloniens und Aragons, bis ihn Espar-tcro nöthigte, am 6. Juli l 839 ebenfalls den span. Boden zu verlassen und mit seinem Heeresich in ftanz. Schutz zu begeben. Zwar wurde er in Frankreich anfangs verhaftet und nachHam gebracht, gegen Ende des I. 1839 aber wieder auf freien Fuß gestellt, worauf er sichI83l nach den Hierischen Inseln und dann nach Lyon begab.
Cacaobaum ('Llicobioina cacao), ein baumartiges Gewächs aus der Alonackelplliavecanckris, von Jussieu zu der Familie der Malvaceen, von Kunth u. A. zu den davon ab-getrennten Büttneriacecn gerechnet, wächst wild in Amerika, innerhalb der Wendekreise, be-sonders zwischen dem 35? nürdl. und dem 29" südl. B., am üppigsten in warmen, feuchtenThälern. Angebaut findet er sich vorzugsweise in Mexico, auf den Antillen, Guatemala,Guiana, Venezuela und Caracas. Er erreicht eine Höhe von 39—39 F. und wird"/, F. stark. Der Stamm, aus leichtem weißem Holze bestehend, bedeckt von einer rauhen,bräunlichen Rinde, theilt sich in eine Menge schlanker Äste mit abwechselnd gestellten eiför-migen, glänzenden Blättern besetzt. Die rüthlichen Blüten stehen zu Büscheln vereinigt amStamme und an den Ästen. Die gurken- oder meloncnförmigen, 6—8 Zoll langen Früchtesind äußerlich fünfkantig und warzig und enthalten unter der dicken, ledcrartigen Schale einsaftiges, angenehm säuerliches Mark und in diesem zahlreiche, quer tibereinanderliegende, zu-sammengedrückte, bohnenartige Samen. Die dünne, blaßröthlichbraune Samenschale ent-hält einen dunkelbraunen, öligen, aromatisch bittern Kern, der größtenteils aus den rissigenSamenlappen des Embryo besteht; zwischen den Ritzen bemerkt man die weiße, zarte Jnnen-haut des Embryo. Diese Samen sind die Cacaobohnen, welche eine fast mandelartigeGestalthaben. Im Allgemeinen stehen die Samen des wildwachsenden BaumS denen des cul-tivirten nach; jene sind kleiner, flacher und bitterer. Die wilden Bäume geben nur eine Ernteim Febr. bis Mai, die cultivirten dagegen zwei Ernten im Febr. bis Mai und im Aug. undSeptember. Die Früchte werden entweder in großen hölzernen Gefäßen der Gährung fünfTage lang unterworfen und an der Sonne oder am Feuer getrocknet, oder auch so lange indie Erde gegraben, bis die breiartigen Theile durch Fäulniß abgesondert sind. Die letztereMethode gibt den besten oder gerotteten Cacao (cacao terre). Man unterscheidet übrigenseine Menge Cacaosorten. Theils mögen dieselben verschiedenen Arten der Gattung ange-hören, wie Humboldt undMartius annehmen, theils mag sie die klimatische Verschiedenheitder Länder, wo sie herstammen, bedingen. Zu dem gerotteten Cacao gehören besonders derCacao von Caracas, Soconuzco, Guayaquil, Berbice, Surinam und Essequebo; zu demnichtgerotteten der von Para und Rio-Negro (beide zusammen auch Cacao von Maranhaogenannt), von Cayenne, Martinique und Jamaica. Die beiden letzter» und andere Sortender Antillen heißen häufig 6scao ckss ries, unter welchem Namen auch der Cacao von Jslc-de°Francc und Bourbon in den Handel kommt. Die Cacaobohnen sind ein Hauptnahrungs-mittel der Amerikaner. Der Hauptbestandtheil dieser Bohnen ist ein festes und consistentes,weißlichgelbes Ol, die sogenannte Cacaobutter (but>rum cke cacao), die durch Aus-preffen und Auskochen gewonnen wird und mit Natron versetzt eine gute, feste, zum medici-nischen Gebrauch geeignete Seife (Cacaoseife)gibt. Hauptsächlich aber werden dieCacao-bohnen zu Chocolade benutzt; auch bereitet man aus ihnen eine besondere Masse (Cacao-m a sse), die, ohne mit Zucker und Gewürz versetzt zu werden, besonders in der Homöopathie