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schränkten Vertrauen des Königs an der Spitze des Staats. Bald gelang es ihm auch, denHerzog von Newcastle, der als erster Lord der Schatzkammer allein noch von dem alten Mi-nisterium übrig war, zu verdrängen unk» auch diesen wichtigen Posten einzunehmen. Nachharten Kämpfe« im Parlament schloß er 1763 Frieden mit Frankreich. Durch diesen Frie-den, wie durch die Begünstigung der Tories machte er sich gleich viele Feinde, die ihn in un-zähligen Flugschriften mit der größten Erbitterung angriffen. Sein Einfluß war nichtsdesto-weniger unbegrenzt, als er im Apr. 1763 wider alles Erwarten sein Amt als erster Mini-ster niederlegte. George Grcnvilte folgte ihm im Ministerium; allein noch immer galt erfür den geheimen Nathgeber, und namentlich hielt man ihn für den Urheber der Stcmpel-acte, welche den ersten Brand der Zwietracht zwischen Großbritannien und seine nordamerik.Colonien warf. Erst mit dem Tode der Prinzessin von Wales, im I. 1772, entsagte erganz der Theilnahme an den Regierungsgeschäften. Allmälig legte sich nun auch der Haßgegen B., der die letzten Jahre auf seinen Gütern verlebte und fast ganz vergessen am 10.Märzl792 starb. Sein Lieblingsstudium war die Botanik. Für die Königin von Englandschrieb er die als Prachtwerk und Seltenheit merkwürdigen „votsnical tables" (9Bde.,4.),welche die verschiedenen Pflanzengeschlechter Großbritanniens enthalten. B. besaß mehrAnmaßung als Geschicklichkeit; es fehlte ihm durchaus an Talenten und Kenntnissen fürden Beruf eines so hoch gestellten Staatsmanns; durch falsche Maßregeln erzeugte er Un-ruhe und Zwietracht unter der Nation. Standhaft verschmähte er es, während seines Mini-steriums feste Federn in Sold zu nehmen. Er begünstigte als Minister freigebig die Gelehr-ten und zemkestn-seine m Privatleben di e liebenswürdigste Einfachheit.
Butler f ! !> sj^bl ! > " und durch dieses satirische Helden-
gedicht in die Reihe der literarischen Celcbntaken Engiäkldy-werseht, war in der GrafschaftWorcester im Febr. 1612 geboren. Nachdem er zu Cambridge studirt und unter dem Friedens-richtcrJefferysgearbeitet hatte, der ihm Muße zu seinen literarischen Neigungen ließ, machteer die Bekanntschaft eines reichen und vornehmen Puritaners, eines nachherigen AnhängersCromwell's, des Sir Samuel Luke, der ihm die Hauptzüge zu seinem „Hudibras" (Land.1663 fg., und öfter, 3Bde., 1793, 4., 2 Bde., I8Ü0; deutsch von Elselein, Freib. 1845)lieferte. Die Tendenz dieses Gedichts ist, die Schwärmerei und die wilde Ausgelassenheit derreligiösen Sekten und politischen Parteien vor und während der engl. Rebellion lächerlichzu machen. Die Helden sind zwei groteske Figuren, der Ritter Hudibras und sein Stall-meister Ralph, seltsame und minder anmuthige Nachahmungen des Don Quixote und San-cho Pansa. Ohne ein eigenthümliches poetisches Leben, konnte „Hudibras" nur unter dendamaligen Zeitumständen ein bedeutendes Interesse erregen. Für die Engländer hat er dasVerdienst, durchaus national zu sein. Der „Hudibras" erinnert sie an Ereignisse und Anek-doten aus einem wichtigen Zeiträume ihrer Geschichte und ist zugleich ein Gemälde rein engl.Sitten, Charaktere und Lächerlichkeiten. Karl II., der B.'s Gedichte bewunderte, ihn auchan seinen Hof zog, belohnte ihn doch nur mäßig. Weder die 300 Pf. St., die er ihm schenkte,noch eine reiche Frau, die er geheirathet, schützten ihn vor der drückendesten Noch, in der er1680 starb. Vierzig Jahre später'ward ihm in der Westminstcrabtei vom AldermanBarber ein Denkmal errichtet. Seinem angeblichen Nachlasse, der einige Jahre nach seinemTode erschien, folgte erst sehr spät der echte „(Genuine remains" (2Bde., Lond. 1750).Butte, s. Scholle.
Butter nennt man die in der Milch aller Säugthiere enthaltenen Fetttheile, die aus demsich selbst obenauf setzenden Nahm (Sahne, Oberes, Flott, Schmant, Nidlc) mittels Stoßenoder Schlagen in verschieden geformten Gefäßen (Butterfässern oder Buttertonnen)abgeschieden werden und, in eine zusammenhängende, von allen Milchtheilen befreite, mitSalz vermischte und in reinem Wasser ausgewaschene Masse gebracht, unter den Nahrungs-mitteln des Menschen einen vorzüglichen Rang einnchmen. Die Güte der Butter beruhthauptsächlich auf der Güte der Milch, und diese wieder auf Beschaffenheit und Nahrung desViehs, nicht weniger aber auch auf einer guten und reinlichen Behandlung. Die Butterist ein sehr wichtiger Handelsartikel und kommt entweder frisch oder eingesalzen oder alsSchmelzbutter in den Handel. Bei der frischen Butter unterscheidet man Gras-, Heu- undStrohbutter, je nach dem Futter, das die Kühe erhalten, oder auch Sommer- und Winter-,