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und Italiens und begleitete dann die Gesandtschaft des rön«. Königs Ferdinand nach Eng-land. Schon im Jahre daraufsandte ihn der König Ferdinand zur Vermittelung des Friedensan den Sultan Soliman II. nach Amasia, den er blos zu einem sechsmonatlichen Waffen-stillstand zu bewegen vermochte. Wichtigere Dienste leistete er nachher, wo er als Gesandterbei der Pforte nach Konstantinopel ging. Namentlich sammelte er auch während seinesAufenthalts in der Türkei zahlreiche griech. Inschriften, unter andern die berühmte desDenkmals zu Ancyra aufAugustus, die von Andr. Schott, Just. Lipstus und Gruterheraus-gcgebcn wurden, und mehr als hundert griech. Handschriften, die er später der Bibliothek zuWien schenkte. Zum Erzieher der Söhne Maximilian's II. ernannt, wurde er 1562 vonseinem Posten in Konstantinopel abberufen. Im I. 1570 begleitete er die Erzherzogin Eli-sabeth, die Braut Karl's IX., nach Frankreich, bei der er in der Eigenschaft eines Hofmeistersverblieb, bis sie nach ihres Gemahls Tode Frankreich verließ, worauf ihm Kaiser Rudolf II.den Gesandtschaftsposten zu Paris übertrug. Als er der Unruhen wegen nach Flandern ge-flüchtet, wurde er 1592 auf der Rückreise von einer Partei Liguisten angefallen. Zwarließen ihn dieselben, sobald sie seine Pässe gesehen, ungekränkt ziehen; allein der Schreckzog ihm ein heftiges Fieber zu, an welchem er wenige Tage darauf am 28. Oct. 1592 aufdem Schlosse Maillot bei Rouen starb. Wir besitzen von ihm zwei wichtige Werke „Itius-raria Oonstsirtinopolitanuiii et Xmssisnum, et de re militari contra l'urcas instituendaconsilium" (Ankw. 1582), später unter dem Titel „I.egatioll!s turc. epistolae quatuor"(Par. 1589 und öfter), worin er die Politik, Macht und Schwäche der Pforte gründlich undbündig auseinandc.rsctzte und „Lpistolus ad Rudolpbum II. Im;,, e Lallia scriptae" (her-ausgeg. von Houwaert, neueste Ausg., Brüss. 1632), die für die Geschichte der damaligenZelt überaus wichtig sind. Seine „Omuia guae exstant" erschienen zu Leyden 1533 und zuBasel 1719. Sein Stil ist rein, zierlich und ungeschmückt.
Büsch (Joh. Georg), der Stifter der Handelsschule in Hamburg, insbesondere bekanntdurch seine Schriften über den Handel, geb. zu Altcn-Wcding im Lüneburgischen am 3.Jan. 1728, kam früh mit seinem Vater, welcher Geistlicher war, nach Hamburg, wo er zurUniversität vorbereitet wurde. Er studirte von 1718 an in Göttingen neben der Theologie vor-zugsweise Geschichte und Mathematik. Im 1. 1756 wurde er Professor der Mathematik amGymnasium zu Hamburg, welches. Amt er bis zu seinem Tode auf die uneigennützigste Weisemit dem angestrengtesten Eifer verwaltete. Er machte im Interesse seiner Bestrebungen mehregroße Reisen durch Deutschland, England, Holland, Dänemark und Schweden und starb,nachdem er in den letzten Jahren fast ganz erblindet, am 5. Aug. 1806. B. war in Hinsichtdes Geistes wie des Herzens ein ausgezeichneter Mann, ausgerüstet mit herrlichen Talenten,von denen er den besten Gebrauch machte. Ganz vorzüglich war er bemüht, den Flor Ham-burgs zu befördern. Vorzugsweise durch seine Bemühungen kam hier eine der vorzüglichstenArmenanstalten zu Stande, sowie er auch den größten Theil an der Einrichtung einer Asso-ciation zur Verbürgung hypothekarischer Anleihen auf städtische Grundstücke hatte. Auchgab er die Hauptveranlassung zur Stiftung der Gesellschaft zur Beförderung der Künsteund nützlichen Gewerbe im I. 1765, deren erster Vorsteher er ward. Das größte Verdienstaber erwarb er sich durch die 1767 begründete Handelsschule, welche unter seiner Leitungbald zu einem der vorzüglichsten Institute dieser Art in Europa sich erhob. Hamburg ehrtesein Verdienst durch ein öffentliches Denkmal. Unter seinen vielen Schriften sind die vor-züglichsten: „Grundriß einer Geschichte der merkwürdigsten Welthandel" (Hamb. 1781;fortgesetzt von Bredow, i. Aufl., 2 Bde., Hamb. 1810)^ „Handlungsbibliothek", mit Ebe-ling herausgegeben (3 Bde-, Hamb. 1781—97), „Erfahrungen" (5 Bde., Hamb. 1790— 1802), „Lehrbuch der gesammten Handelswissenschaft" (3 Bde., Altona 1796—98;Bd. 3 auch unter dem Titel „Praktischer Hamburger Briefsteller für Kaufleutc"; 7. Aufl.,von Schleier, 1811) und „Vom Geldumlauf" (2 Bde., 2. Aufl., Hamb. 1800). Seine„Sämmtlichen Schriften über Banken und Münzwesen" erschienen zu Hamburg (1801;neue Ausg., 1821), seine „Sämmtlichen Schriften" zu Zwickau (16 Bde., 1813—16) undseine „Sämmtlichen Schriften über Handlung" in Hamburg (8 Bde-, 1821—27).
Büsching (Ant. Friede.), der Begründer der neuen Geographie, wurde am 27.Sept.
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