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Verbindungen sei, den Umsturz bestehender Verfassungen zu bewirken und ngch weniger des-halb bindende Vorschriften zu machen. Es ist übrigens bcmerkcnswcrth genug, daß,der Siegder Germanen über die Arminen schon vor dem Ausbruche der Julirevolution entschiedenwar, und daß also diese auf den deutschen Hochschulen den Geist nicht schuf, sondern nur vor-fand, der keine geringe Zahl von Jünglingen in die politischen Bewegungen der nächstfol-genden Jahre verwickelte. Da jedoch der Anstoß der Julirevolution die politische Aufregungauch über andere Elasten der Gesellschaft verbreitete, so ist es erklärlich, daß diejenigen Mit-glieder der Burschenschaften, die schon früher für eine unmittelbare politische Thätigkeit ent-schieden waren, nun auch mit den Gleichgesinnten anderer Stände in Berührung traten, daßsie an den Volksversammlungen, patriotischen Vereinen u. dgl. zahlreich theilnahmen, daßendlich auch der letzte rcvolutionaire Versuch in Deutschland, das Frankfurter Atten-tat (s- d.), hauptsächlich auf der Mitwirkung von Jünglingen beruhte, die schon früher inihrer Opposition als Germanen gegen die Arminen wenigstens im Allgemeinen ihre größereGeneigtheit zu gewagtem Unternehmungen ausgesprochen hatten. Denn eine solche Mit-wirkung war auf dem Burschentage zu Frankfurt am 26. Sept. I83l ausdrücklich gutge-heißen worden, da zur Erläuterung der Tendenz des allgemeinem Verbands der Burschen-schaft, „Vorbereitung zur Herbeiführung eines frei und gerecht geordneten und in Volksein-heit gesicherten Staatslebens mittels sittlicher, wissenschaftlicher und körperlicher Ausbildungauf der Hochschule", nach langer Berathung noch beschlossen wurde: „Im Falle einesAufstandes solle unter Umständen jeder Burschenschafter verpflichtet sein, selbst mit Gewaltden Verbindüngszweck zu er streben , und er sei deshalb zur Theilnahme an Volksaufständengehalten, die zur Erreichungkesselbrn führen kön nten." Endlich wurde auf dem letztenBurschentage in Tübingen zu Weihnachten 1832, der mbesskn nur von sechs Abgeordnetenvon ebenso viel Hochschulen besucht war, noch bestimmter ausgesprochen: „Die allgemeinedeutsche Burschenschaft solle ihren Zweck, Einheit und Freiheit Deutschlands, aufdem Wegeder Revolution erstreben, und deshalb dem Vaterlandsverein in Frankfurt sich anschlicßen."Einige Monate später kam cs zum Attentate in Frankfurt und in Folge davon zu Unter-suchungen auf fast allen Hochschulen Deutschlands und für Hunderte betheiligter Jünglingezu langwieriger Haft oder zur Flucht in das Ausland. Diese Maßregeln und erneuerten ge-schärften Verbote, die nach wiederholter Erfahrung für die Zukunft keine bessere Bürgschaftgewähren dürften, als sie für die Vergangenheit gewährt hatten, brachten über zahlreicheFamilien in allen deutschen Staaten ein namenloses Unglück, das nur durch eine rechtzeitigbefolgte Politik des Vertrauens verhütet werden konnte, welche das auf den deutschen 'Hoch-schulen seit Jahrhunderten herrschende Princip der Association im Geiste der Neuzeit aner-kannt und unter der cinzigmöglichcn Garantie der Öffentlichkeit vor sonst unvermeidlicherVerirrung bewahrt hätte. Vgl. Haupt, Landsmannschaften und Burschenschaft" (Lpz.1820), Herbst, „Ideale und Jrrthümer des akademischen Lebens in unserer Zeit" (Stuttg.1823) und die vom Bundestage herausgcgebene „Darlegung der Hauptresultake aus denwegen der revolutionairen Complotte der neuern Zeit in Deutschland bis Ende Juli 1838geführten Untersuchungen". .
Burtscheid, Lorcette, eine Viertelstunde südöstlich von Aachen und durch An-lagen beinahe mit ihm zusammenhängend, hat gleich Aachen berühmte Heilquellen und mehrals 5000 E-, die nach dem Beispiele dieser Stadt große Fabriken in Tuch und Nadeln unter-halten. B. entstand gleichzeitig mit Aachen im 7. Jahrh. aus einer kirchlichen Stiftung,durch Clodulf, dein eigentlichen Stammvater der Karolinger, und gelangte unter dem Schuhedes adeligen Nonnenklosters aufdemSt.-Salvatorsbergebei Aachen zum Range cinerNeichs-stadt. Die Quellen in B. zerfallen in die obern, im Orte selbst, und die untern, unter welchencrstern die eine mit 77' Temperatur die heißeste in Deutschland darstellt. Die obern Quellensind ohne Schwefelwasserstoffgas, wodurch sie sich von den untern im Thale und von denenzu Aachen (s. d.) unterscheiden. Vgl. Quix, „Hist.-Topogr. Beschreibung von B."(Aachen 1832) und Desselben „Geschichte der ehemaligen Reichsabtei B." (Aachen 1834).
Busbecq (Augier Ghislen de), Staatsmann und Gelehrter, gcb. 1522 zu Comine-sin Flandern, der natürliche Sohn eines Edelmanns dieses Namens, aber von Karl V. legi-timirt, besuchte zu seiner Ausbildung die berühmtesten Universitäten Flanderns, Frankreichs