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ohne Erben starb. Durch die Vcrhcirathung der Enkelin Richard s, Ludegardis, mit dem-Bruder des Königs Hugo Capct von Frankreich, Otto, welcher schon ein Stück von B. besaß,wurde ganz Nicdcrburgund wiedcrvcrcinigt, und aais dieser Ehe stammt die ganze Reihe derältern Herzoge von B., deren Linie mit dem Tode des noch unmündigen Herzogs Philipp1361 erlosch. Bourgogne wurde nun sogleich von König Johann von Frankreich thcils alsLehen theils aus dem Grunde der nächsten Verwandtschaft (Johann's Mutter war eineSchwester des Großvaters des letzten Herzogs gewesen) mit der Krone Frankreich vereinigt.Bald darauf aber wurde von ihm selbst die Würde der burgund. Herzoge wicdcrhcrgcstcllt,als er 1363 seinen jüngsten Sohn, Philipp den Kühnen, mit diesen Landen bclich.
Philipp wurde Stifter der neuern Linie der burgund. Herzoge, und mit ihm beginnt dieglänzendste Epoche B.s im Mittelalter. Handel, Gewerbe und Kunst standen während die-ser Periode in B. im Flor, wie nirgcnd.anders, und Wohlhabenheit und Ncichthum warendie Folgen davon. Philipp vermählte sich 1360 mit Margaretha, der hinterlasscnen Brautdes Herzogs Philipp von der ältern Linie, der einzigen Tochter und Erbin Ludwig's >>>.,Grafen von Flandern, und erwarb auf diese Weise zu seinem Gebiete noch Flandern, Me-cheln, Antwerpen und die Franche-Comte. Beim Ausbruche der Gemüthskrankheit Karl's VI.von Frankreich wurde er zum Neichsverweser ernannt, weshalb aber des Königs Bruder,Ludwig, Herzog von Orleans, der zurückstchcn mußte, einen bittern Haß auf Philipp warf.Als Philipp mit Hinterlassung vieler Schulden 1463 starb, folgte ihm sein Sohn Johannder Unerschrockene, und Orleans wurde nun Rcichsstatkhalter in Frankreich. Allein beideVettern blieben erbitterte Feinde, bis sic unter den Mauern von Montfaucon, im Angesichteihrer schon zum Kampfe gerüsteten Heere durch eine Umarmung sich versöhnten und zumZeichen der völligen Aussöhnung in der folgenden Nacht in Einem Bette zusammen schliefen.Doch im J. 1467 wurde der Herzog von Orleans auf freier Straße von Meuchelmördernums Leben gebracht, und Herzog Johann von Burgund bekannte sich selbst als Anstifterdieser That, welche die größten Zerrüttungen in Frankreich zur Folge hatte. Zwar erhieltJohann vom Könige einen Erlaffungsbrief, allein die Nemesis erreichte ihn in dem Augen-blicke, als er 1410 die Scene der öffentlichen Versöhnung mit dem Dauphin auf der Brückezu Montereau noch einmal geben wollte. Gleich nach den ersten Vcwillkommnungswortcnward er von den Begleitern des Dauphins niedcrgcstochcn. Sein Sohn und Nachfolger,Philipp, Graf von Charolais, mit dem Beinamen der Gütige, wußte in den mit Englandzwischen Frankreich und Burgund 1426 geschlossenen Frieden die Ausschließung des Dau-phins, zur Strafe für Herzog Johann's Ermordung, zu bewirken. Zugleich begann er mitJacobea von Brabant und deren zweitem Gemahl, dem Herzog von Gloccster, einen Streit,der sich mit dem Vergleiche endigte, kraft dcssenPhilipp als ErbeJacobea's, wenn sie kinder-los stürbe, gelten, sie aber ohne seine Einwilligung nicht hcirathen sollte. Doch Jacobea krach1436 die letztere Bedingung, worauf sich Philipp ihrer Besitzungen Hcnncgau, Holland undSeeland bemächtigte, indem er ihr nur wenig zu ihrem Unterhalte aussctzte. Nachdem er1420 Namur durch Kauf erworben hatte, fielen ihm auch Brabant und Limburg zu, alsdie Familie Anton's von Burgund, des zweiten Sohns Herzog Philipp des Kühnen, er-losch. Im Frieden mit Frankreich zu Arras von >435 erhielt Philipp, außerdem, daß KönigKarl Vll. wegen Johann's Ermordung förmliche Abbitte leisten mußte, ansehnliche DistrictcFrankreichs, nämlich Macon, St.-Gcngoul, Auxcrre und Bar-sur-Seine, Peronne, Mon-didier und Roye, St.-Qucntin, Corbie, Amiens, Abbeville, Ponthieu, Dourlens, St.-Riquier,Crcvecoeur, Arlcux und Mortagne und die Grafschaft Boulognc für sich und seine Erben.Zu diesen bedeutenden Besitzungen kam >441 auch noch das Herzogthum Luxemburg. Phi-lipp hatte sich 1436, nachdem seine beiden früher» Ehen kinderlos geblieben waren, zu Brüggezum dritten Male mit Jsabella, einer Tochter des Königs Johann's I. von Portugal, vermähltund zum Gcdächtniß dieser Verbindung am 16. Jan. 1436 den Orden des goldenen Vstcßcsgestiftet. Von den drei Söhnen dieser Ehe überlebte den Vater nur der jüngste, Karl, Grafvon Charolais, der ihm am 16. Juli 1467 in der Regierung folgte. Karl der Kühness. d.),wie ihn die Geschichte nennt, war einer der mächtigsten Fürsten Europas, er erwarb >473Geldern und Zütphcn, blieb aber 1477 in der Schlacht bei Nancy gegen die Schweizer.Seine Exchchaft, die in der Geschichte nur die buegnndische heißt, fiel an seine einzige Tochter