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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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Burg

nach seiner Wahl eine außerordentliche Congreßsitzung zusammenzurufen. In dieser trug erauf die gänzliche Trennung der Finanzen des Staats von den Banken und auf die Er-richtung einer Schatzkammer in Washington und von Unterschatzkammern in den Provinzenan, erlitt aber eine gänzliche Niederlage, von der sich seine Administration nie wieder völligerholte. Nur die große persönliche Popularität Jackson's hätte eine derartige Maßregeldurchzusetzen vermocht; B. war nur der Erbe dieses großen ausgezeichneten Charakters. Daßes ihm nicht an ausgezeichneten Fähigkeiten gebrach, beweist seine ganze glänzende Lauf-bahn ; aber es fehlte ihm das Talent, seine Freunde dauernd an sich zu fesseln. Er war niepersönlich populair gewesen, und selbst sein freundliches, zuvorkommendes Benehmen sahwie gezwungen aus und verfehlte seinen Zweck. Seiner Schlauheit verdankte er den Bei-namen des non-coinmitt-el man; aber diese Schlauheit machte seine Anhänger schüchternund verbannte den Enthusiasmus, den das offene, gerade Benehmen Jackson's unter denMassen hervorgerufen hatte. So eröffnete sich seinen Gegnern plötzlich die Aussicht aufSieg und die Hoffnung auf einen Präsidenten ihrer Partei. General Harrison, ein Mann,welcher eigentlich mehr durch seine Opposition gegen die vorzüglichsten demokratischen Vor-kämpfer als durch wirkliche Anhänglichkeit der Whig-Grundsätze sich auszeichnete, wurde1840 zum Präsidenten erwählt; aber noch immer hat B. nicht die Hoffnung aufgcgebcn,sich wiederum auf diese Stelle hinaufzuschwingcn, und die Ereignisse der neuesten Zeit schei-nen seinen Hoffnungen und Erwartungen zu schmeicheln. (S. Vereinigte Staaten.)

Burg, abgeleitet von bergen, hieß im Mittelalter jeder durch Wälle, Gräben oderMauern u. s. w. befestigte Platz und wird im Latein jener Zeit bald mit castrmn undÜIIIN bald mit civ,tk>8 und Iirlis wiedcrgcgeben. Von den Burgen der Germanen wissen wirsehr wenig; Segestes, der Nömerfreund, hatte sich eine solche erbaut, worin er von Armi-nius belagert wurde. Die Germanen, die sich gewöhnlich in ihre Wälder zurückzogen undsich durch Verhaue schützten, scheinen erst dann mit Erbauung von Befestigungen den An-fang gemacht zu haben, als die Römer am Rhein sich festsehtcn und von da weiter in Deutsch-land vordrangen. Überbleibsel solcher rohen Versuche, die ohne Zweifel von ihnen hcrrührcn,finden sich in Deutschland nicht wenige; sie sind meist auf den Gipfeln steiler Berge ange-legt und bestehen in nichts als in Mauern, die aus unbehauenen und ohne Mörtel überein-andergeschichteten Steinen und Felsstücken aufgeführt sind und in der Regel einen Kreisvon sehr weitem Umfange beschreiben. Das Volk nennt sie von alter Zeit her Steinringeoder Steinburgen. Von diesen unterscheiden sich die im Nordosten, auch im SüdenDeutschlands häufig vorkommenden Burgen der slaw. Völker dadurch, daß sie meist inSümpfen, seltener auf Höhen angelegt sind. Sie bestehen in Wällen und Gräben von theilsrunder, theils viereckiger Gestalt, und wiederholte Nachforschungen haben gelehrt, daß inner-halb dieser Wälle für die Besatzung Wohnungen aus Lehm und Holz errichtet waren. Daßdie Deutschen am Rhein und an der Donau, wo röm. Cultur lange Zeit geherrscht hatte,steinerne Burgen nach der Weise der Römer frühzeitig zu bauen verstanden, läßt sich wolkaum bezweifeln; dagegen kannten die Bewohner im nördlichen Deutschland lange Zeitkeine andere als durch Erdwälle, Gräben, mitunter wol auch durch Palissaden geschützte höl-zerne Burgen auf von Natur festen Anhöhen; erst im S. und 10. Jahrh. verbreitete sichvom südwestlichen Theil Deutschlands her die alte röm. Art, d. h. mit Mörtel zu mauern,und aus dieser Zeit finden wir auch hier von Stein erbaute Burgen. Die Gestalt dieserBurgen mußte sich natürlich nach der Beschaffenheit des Bauorts richten; doch kann manbei Burgen des 13. Jahrh. im Allgemeinen folgende Einrichtung wahrnchmcn. Die mei-sten Burgen bestanden in zwei Theilcn, in der innern und äußern Burg. Auf dem von Na-tur festesten Theile des Bergs wurde die innere Burg von meist nur mäßigem Umfange, ge-wöhnlich im Viereck, errichtet; sie umschloß eine verhältnißmäßig hohe, an den Ecken durchAußenthürme verstärkte Mauer; innerhalb dieser, durch den Zwinger geschieden, erhobensich, die Umfassungsmauer bedeutend überragend, die Wohnungen des Burgherrn mit einemhohen und starken Wartthurme, auf welchem der Wächter durch das Horn das Nahen vonFreund oder Feind anzuzeigen pflegte; im untern Theile desselben Thurms war das Ver-ließ oder Gefängniß. Außerdem fand man in der innern Burg gewöhnlich eine Kapelle zumGottesdienst, einen großen Speisesaal zum Empfange der Gäste, einen Brunnen und unter