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der Bereinigten Staaten, welche keine Universitätsbildung zum Studium der Rechte vorauS-setzen, machten es ihm möglich, bereits in seinem 14. Jahre sich der Advocatie und noch mehrder Politik zu widmen. Schon in seinem 18. Jahre war er Delegat der Grafschaft bei einerdemokratischen Convention des Staats Neuyork, und im I. 1803 wurde er als Advocat vordie Schranken gelassen. Er erwarb sich bald durch Fleiß und Sparsamkeit ein kleines Ver-mögen und zog 1809 nach Hudson» dem Hauptorte der Grafschaft. Seine Beschäftigungals Rechtsconsulent war jedoch nicht im Stande, seinen Eifer für die Politik zu mindern,die gerade in jenem Zeitraum einer wichtigen Krisis, dem förmlichen Bruch mit England,cntgegenging. B. ergriff gleich anfangs die Partei der Demokraten im Gegensatz zu denFöderalisten, die sich wieder in brit. Föderalisten, d. h. solche, welche für eine Wiedervereini-gung mit England gestimmt waren, und in amerik. Föderalisten, d. h. Anhänger mehroder weniger monarchischer Grundsätze, jedoch mit völliger Unabhängigkeit von England, ab-schieden. Im 1.1812 trat er als Senator in die Gesetzgebende Versammlung von Neuyork,und 1815 wurde er zum Staatsanwalt dieses Staats ernannt. Als Senator war er fürdie Präsidentschaft Jcfferson's und gegen die Erneuerung des Freibriefs der VereinigtenStaatenbank; seine ganze Kraft aber verwendete er auf die Unterstützung des Kriegs, wel-chen damals Amerika mit abwechselndem Glück gegen England führte. Er schlug die Aus-hebung von 12000 M. im Staate Neuyork vor, welche der Gouverneur zur Verfügungdes KriegsministerS der Vereinigten Staaten stellen sollte, und war so glücklich, diese Maß-regel durchzutztzen. Von nun an trat er als entschiedener Parteiführer gegen de Wit Clin-ton auf, den er früher nach KM^LUnftrstützte, obwol er dessen Hauptmaßregel, dem Baudes Erie-Champlain-Kanals, leinen Bewm An lasi einn gegen diesen Staats-
mann, der 1817 zum Gouverneur des Staats erwählt wurde, mußte er mit dem Verlusteseines Amts büßen; doch errang die demokratische Partei eine Majorität in beiden Häusern,welche zweimal zur Absetzung des Gouverneurs und ebenso oft zur Wiederanstellung B.'sführte. Endlich am 6. Febr. 1821 trat B. als Senator in den Kongreß der VereinigtenStaaten. Seine Wirksamkeit in diesem seinem neuen Amte gab er durch seine Oppositionder Vercinigten-Staatenbank, der auf Staatskosten unternommenen innern Verbesserungenund des Systems der hohen Zollsätze zu erkennen, und es bildeten diese drei Grundsätze wah-rend der letzten 20 Jahre den Text der demokratischen Partei; doch widersetzte er sich der un-bedingten Wahlfreiheit und erklärte sich für die Veräußerung oder Abtretung der Staats-ländcreien an die beziehentlichen Staaten, einen Grundsatz, den die demokratische Partei desI. 1842 nicht mehr gelten lassen wollte; auch unterstützte er 1824 Crawford für die Prä-sidentschaft. Im 1.1828 sehen wir B. als eifrigen Vertheidiger des Generals Jackson aufdem Schauplätze und ein Jahr später als Gouverneur des Staats Neuyork eifrig die Maß-regeln dieses merkwürdigen Manns unterstützen. Am 12. März 1829 wurde B. in Folgeeines Bruchs zwischen Jackson und seinen damaligen Cabinetsministern zum Staatssecretairund 1831 zum Gesandten in London ernannt. Beide Ernennungen verdankt er dem zummindesten unklugen Verfahren Calhoun's (s. d.), des Vicepräsidenten unter GeneralJackson, welcher im Namen des Staats Südcarolina gegen den von Jackson gutgeheißenenhohen Zolltarif Einspruch that und später der entschiedenste und bitterste Gegner des haupt-sächlich durch ihn ernannten Präsidenten wurde. Die Ernennung B.'s zum Gesandten nachEngland wurde vom Senat, der nach der Constitution der Vereinigten Staaten das Be-stätigungsrecht aller höher« Staatsbeamten besitzt, verworfen und B- zurückgerufen. Diesgab ihm den Anschein eines verfolgten Patrioten, und die demokratische Partei, aufgereiztdurch die ihrem Günstling zugefügte Beleidigung, erwählte ihn 1832 zum Vicepräsidenten,während gleichzeitig Jackson wieder zum Präsidenten der Vereinigten Staaten erwähltwurde. Von nun an war B. der entschiedene Freund und Nathgeber Jackson's und der vonder demokratischen Partei anerkannte Nachfolger desselben. Der in Baltimore zusammenge-rufene Nationalconvent ernannte ihn zum Candidaten für die Präsidentschaft und die 1835stattgehabte Wahl gab ihm eine absolute Mehrheit von 24 Stimmen über seine drei Mit-bewerber Clay, Webster und Harrison. Doch schon zu Anfang seiner Verwaltung hattendie während der letzten Jahre der Jackson'schen Präsidentschaft begonnenen Finanzwirreneine Höhe erreicht, welche den Fortgang der Negierung erschwerten uud B. veranlaßten, kurz