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sie nach Cherbourg, wo sie im Fort ihre Einschiffung erwarteten. Erst im I. VIII brachteman B. nach der Insel Oleron, und von da nach einer kleinen Stadt im Osten Frankreichsund stellte ihn dort unter policeiliche Aufsicht. Der erste Consul, welcher einige Zeit Stuben-kamcrad B.'s gewesen war, kannte ihn als einen unschädlichen politischen Träumer. Er durftedaher später nach Genf sich zurückziehen, von wo ihn jedoch die Diplomatie wieder vertrieb.Hierauf ging er nach Brüssel, wo seine alten Freunde, die Conventsmitglieder, lebten undschrieb dort seine „Lonspirstion <Ie Labeuk" (1828). Die Julirevolution führte ihn nachParis zurück, im Alter von 70 Jahren, wo er als Musiklehrer, unter dem Namen Nemond,in Armuth und Verborgenheit lebte. Die Mitglieder der Gesellschaft der Menschenrechtejedoch verehrten ihn um der Schrift über die Babeusische Verschwörung willen sehr hochund begleiteten in zahlreichem Gefolge, als er am 15. Sept. 1837 starb, seine Leiche nachdem Kirchhof Montmartre, wo ihm Tre'lat, Nedacteur des „National", eine Grabrede hielt.
Buononcini (Giov. Battista), ein berühmter Violinvirtuos und Componist, geb.1660 zu Modena, war der Sohn des ebenfalls als Componist und musikalischer Schriftstellerrühmlich bekannten Giov. Maria B. aus Modena. Mit seinem an Talent ihm gleichen,aber weniger vom Glück begünstigten Bruder, Marc Antonio B., geb. 1660, ging er1697 nach Wien, dann nach Berlin, hierauf wieder nach Wien und 1714 nach Rom. InBerlin sah er seine Oper „kolilsm»" von hohen und höchsten Personen selbst aufgeführt,wobei die Königin Sophie Charlotte den Flügel spielte. Im I. 1720 ward er nach Londonberufen, weil man seines Bruders Oper „6-uniII-r" für die seinige gehalten hatte. Er schriebhier die Opern „^starcko", ..5l,>xi<> letztere mit Händel in Gemeinschaft und zur
Leichenfeier des Herzogs Marlborough ein Anthem,-in wewhem er Händel's Stil möglichstnachahmte. Im Gefühle, der Überlegenheit des Leßtern ließ er sich verleiten, ein Madrigal desAntonio Lotti für seine Arbeit auszugeben, was ihm, als es bekannt wurde, in seinem Rufesehr schadete. Durch einen Goldmacher ließ er sich, vielleicht in Folge dieses Vorfalls leichterals es sonst der Fall gewesen sein würde, bethören, das Haus der Herzogin Marlborough, woer eine Pension von 500 Pf. St. genoß und seine Compositionen vor den Großen desReichs aufführte, zu verlassen. Er ging nun nach Paris, wo er, sehr bald herabgekommen,sich genöthigt sah, sein Violoncellspiel wieder vorzunehmen. Nachher erhielt er von Wienaus wieder den Auftrag, eine Oper zu componiren, und ward noch in hohem Alter in Venedigals Componist bei der Oper angestcllt. Sein Todesjahr ist nicht bekannt.
Buquoi (Georg Aug. Ernst Longueval, Freiherr von Vaux, Graf von), als Schrift-steller in den mathematischen, naturwissenschaftlichen, staatswirthschaftlichen Disciplinenbekannt, geb. am 7. Sept. 1781 zu Brüssel, stammt aus einem alten Geschlechts Böhmens,welchem auch der östr. General, KarlBonaventuraGrafvonB., angehörte, der imDreißigjährigen Kriege sich durch sein Kürassierregiment und durch die Rettung Ferdinand'S II.aus den Händen der Böhmen berühmt machte. B. besuchte die Nitterakademie zu Wien undwidmete sich dann ausschließend dem Studium der Mathematik, Physik und später auch derChemie. Nach dem Tode seines Oheims gelangte er 1803 als Fideicommißerbe zu dem Be-sitze eines sehr bedeutenden Vermögens und bereiste hierauf die Schweiz, Frankreich undItalien. Nach seiner Rückkehr verehelichte er sich mit einer Gräfin von Rottenhan und lebtseitdem, ohne öffentliche Anstellung, auf seinen Gütern den Wissenschaften, während er zu-gleich über seine bedeutenden Fabriken, die er in Böhmen besitzt, die Aufsicht selbst führtSeine Glashütten liefern das schönste Krystall und das von ihm erfundene Hyalith (s. d.),sowie neuerdings insbesondere bunte Gläser aller Farben. Seine erste Schrift war die „Ana-lytische Bestimmung des Gesetzes der virtuellen Geschwindigkeiten in mechanischer und stati-scher Hinsicht" (Lpz. 1812), in der er noch fast gänzlich auf den Standpunkt der Corpus-culartheorie stand, während er in seinen später» Schriften zur Schelling'schen Natur-philosophie sich hinneigte. Von seinen folgenden Schriften erwähnen wir die „Ideelle Ver-herrlichung des empirisch erfaßten Naturlebens" (2. Aust., 2 Bde., Lpz. 1826), „Theorieder Nationalwirthschast" (Lpz. 1815) nebst drei Nachträgen (Lpz. 1816—19), die „Auswahldes leichter Aufzufassenden aus meinen philosophisch-wissenschaftlichen Schriften und cvn-templativen Dichtungen" (3 Bde., Prag 1825—27), „Skizzen zu einem Gesetzbuche derNatur" (Lpz. 1826, 4.) und die „Anregungen für philosophisch-wissenschaftliche Forschung