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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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Bünau

Duttdelkhund

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lang die Neugierde reizen aber nicht befriedigen konnte, da die Verfasserin einestheils zu-viel, anderntheils zu wenig gab.

Büna» (Heinr., Graf von), ein durch Gelehrsamkeit und Liebe zu den Wissenschaftenausgezeichneter Mann, geb. zu Weißenfels am 2. Juni 1697, bezog sehr jung, nachdem ererst durch Privatunterricht und dann in Schulpforte vorbereitet worden war, die Universitätzu Leipzig. Er wurde schon 1716 Oberhofgerichtsassessor daselbst, im nächsten Jahre Hof-und Justizrath zu Dresden, 1731 Appellationsgerichtspräsident und 173-1 Wirklicher Geh.Rath und Director der Grafschaft Mansfeld. Der Graf Brühl, dessen Einfluß damalsbegann, war die Veranlassung, daß B. seine Stellen in Sachsen niederlcgte und 1742 inKaiser Karl's VIl. Dienste trat, der ihn zum Wirklichen Rcichshofrath ernannte, in denGrafenstand erhob und als bevollmächtigten Minister nach Niedersachsen sendete. Nach desKaisers Tode entsagte er indeß 1745 auch diesen amtlichen Verhältnissen und wurde 1751Statthalter in den sächs. Fürstenthümern Weimar und Eisenach und, nachdem der jungeHerzog Ernst August Konstantin seine Regierung selbst angetreten hatte, dessen erster Mi-nister. Als der Herzog 1758 frühzeitig starb, verließ B. den Hof und zog sich auf sein GutOsmanusstedt zurück, wo er nun bis zu seinem Tode, am 7. Apr. 1762, den Studien lebte.Als Staatsmann zeichnete er sich ebenso sehr durch Klugheit und Erfahrung als durch einehohe und mehrfach erprobte Rechtlichkeit aus; er war vielseitig und gründlich gelehrt, inseinem Privatleben mild und gütig und ein Gönner der Gelehrten, so namentlich gegenWinckelmann. Seine^uech umfassendes Quellenstudium wie durch Sorgfalt für die Dar-stellung ausgezeichneteDeutsche Kaifer-^eLL^Mslsistorie" (4 Bde., Lpz. > 72843, 4.)blieb unvollendet. Verdienstlich war auch seine.v!stor>t7 der Kriegs zwischen Frankreich,England und Deutschland" (franz. und deutsch, 4 Bde., Negensb. 176367, Fol.). Seinetreffliche, vorzüglich im Fache der Geschichte sehr reich ausgestattete Bibliothek von 42000gedruckten Bänden, die durch seines Bibliothekars I. M. Francke meisterhaftenLatalogusI)il>I.i;ünav."(7 Bde., in 3 Thlen., Lpz. 175056, 4.) allgemein bekannt ist, bildet nächstder Brühl'schcn einen Hauptbestandtheil der königlichen öffentlichen Bibliothek zu Dresden,für welche sie 1764 für 40000 Thlr. gekauft wurde.

Bunde hießen die um das Griffbret der Laute u. s. w. gebundenen Darmsaiten, welchedie Stelle bezeichneten, wo die Töne gegriffen werden sollten. Zu demselben Zwecke sind jetztbei der Guitarre elfenbeinerne Stäbchen, quer über das Griffbret und etwas hervorragend,cingeschobcn. Ein Clavicr wird bundfrei genannt, wenn z. B. c und cis nicht auf dem-selben Saitcnchore anschlagen, sondern jeder halbe Ton seine eigenen Saiten hat.

Bundelkhund oder das Land der Bundelahs ist eine vordcrindische Bcrglaud-schaft der brit. Präsidentschaft Allahabad, welche eine Vorstufe der dem Vindhyagcbirgcnördlich anliegenden Plateaus von Gondwana und Omerkuntuk bildet, und im Norden denDschumnastrom, im Westen den Betwa und östlich den obern Lauf des Soneflusses zu na-türlichen Grenzen hat. Bestimmte politische Grenzen hat dieses Übergangslaud zu denTiefebenen des Ganges niemals gehabt, da es von jeher unter unzählige gesonderte Häupt-linge vom Rajputengeschlechte getheilt war und diese sowol unter sich wie gegen ihre Unter-drücker in ewiger Fehde lebten. Die durchbrechenden Flüsse, unter denen in der Mitteder Känc am bedeutendsten, gliedern das Land in einzelne Parallelketten, die vonWest gegen Ost ziehen, nördlich stufenweise abfallen und vor dem völligen Eintritt in dieGangesebcne in ein merkwürdig zerrissenes Kegclland übergehen, in eine Landschaft vollereinzelner unzugänglicher Tafelberge, deren jeder eine natürliche Feste bildet, der die Kunstnachgeholfen hat, um die kriegerische Bedeutung des Districts zu erhöhen. Die meistenGegenden sind sehr fruchtbar, besonders die nördlichen; die Felder geben ohne viele PflegeWeizen und Korn zur Nahrung, die Baumwollenstaude Stoff zur Kleidung, der zwergartigeWald und Busch des Feldbodens Holz zur Wohnung, die Berge Eisen zu den Waffen undder District von Panna Diamanten für den Handel und die Bereicherung der Häuptlinge.Die Bundelahs sprechen einen Sanstritdialekt und haben einen kriegerischen, fehdelustigcnCharakter, der sie mehr zum Rauben und Wegclagcrn verführt als zu friedlichen Geschäften,daher von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten herab B.s Festungsberge der immerwäh-rende Schauplatz indischer Kriegshistorie sind. Erst den Begründern der Dynastie der