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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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16 Bührlen Bukarescht

einer allgemeinen Encyklopädie der Wissenschaften" (Lemgo 179V), eineGeschichtedes philosophircnden Verstandes" (Bd. I, Lemgo 1793), einLehrbuch des Naturrechts"(Gott. 1799), eine AbhandlungÜber den Ursprung und die Schicksale der Rosenkreuzerund Freimaurer" (Bd. I, Mosk. >816) heraus. Ebenso nahm er mit Bouterwek an demGöttingischen philosophischen Museum" (179899) Theil; auch enthalten die ,,^ctsLvcietstis gottingonsis" mehre Abhandlungen von ihm. Am bekanntesten ist er durch seinLehrbuch der Geschichte der Philosophie und einer kritischen Literatur derselben" (8 Bde.,Gott. 17961804), sowie durch seineGeschichte der neuern Philosophie seit der Epocheder Wiederherstellung der Wissenschaften" (6 Bde,, Gott. 18005). Das erstere Werkwar nach Brücker (s. d.) die erste ausführliche Darstellung der Geschichte der gesammtenPhilosophie und griff in das damals unter dem Einflüsse der Kant'schen Philosophie neuerwachende Interesse für die Geschichte der Philosophie wohlthätig ein, ist auch wegen derliterarhistorischen Nachweisungen, für welche B. in der göttinger Bibliothek eine reiche Quellehatte, auch selbst theilweise noch nicht unbrauchbar geworden; das zweite Werk ist aber zrungleichartig gearbeitet, um mit Ausnahme der Partien, die zum Theil sehr weitläufigeExcerpte aus den Schriften einzelner Denker enthalten, einen besonder« Werth in Anspruchnehmen zu können. Außerdem unternahm B. auch eine neue Ausgabe des Aristoteles für diezweibrückener Sammlung, von der aber nur fünf Bände (17911800) erschienen sind; eineAusgabe desAratus war von ihm schon früher besorgt worden (2 Bde., Lpz. 17931801)

Bührlen (Friedr. Ludw.), ein bekannter deutscher Schriftsteller, geb. am 10. Sept.1777 zu Ulm, der Sohn unbemittelter Altern, studirte, nachdem er das Gymnasium zu Ulmbesucht, Theologie zu Landshut, dann, besonders seit 1804 zu Würzburg, die Rechte. SeineStudien unterbrach er durch eine Reise zu Jean Paul uno ins Fichtelgebirge. Nachdem erzu Augsburg die Rechtspraxis begonnen, wurde er I809Landgerichtsasseffor im Eichstädti-schen, 1810 in Söfflingen bei Ulm und 1811 Registrator zu Stuttgart und später Kanzlei-rath bei der Nechnungskammer daselbst. Seine Gewohnheit, mit der Feder in der Hand zulesen, führte ihn zu eigenen schriftstellerischen Versuchen, in denen er, als ein vorzugsweisedurch Lectüre gebildeter Geist, feine Beobachtungsgabe, tüchtige Reflexion, berechnendenVerstand und formelle Gediegenheit, aber allerdings keine hervorstechende Originalität offen-barte, die ihn befähigt hätte, einen neuen Weg einzuschlagen und vorzuzeichnen. Zn seinenästhetischen Abschweifungen erinnert er an Tieck, ohne dessen poetische Begabung zu besitzen.Vorzugsweise waren es Novelle und Roman, welche er anbaute, doch möchten seine mehraphoristisch reflectircnden und mit witzigen Impromptus ausgestatteten Schriften einendauernden Werth haben. Zu den letzter« gehören seineLebensansichten" (Stuttg. 1814),Bilder aus dem Schwarzwalde" (2 Bde., Stuttg. 182831),Ansichten von höhernDingen" (Stuttg. 1829) undZeitansichten eines Süddeutschen" (Stuttg. 1833). SeineRomane und Novellen, deren Grundlage häufig die Reflexion bildet, sind folgende:Erzäh-lungen und Miscellen" (2 Bde. Tüb. 181720),Neue Erzählungen" (2 Bde., Franks.182325),Neueste Erzählungen" (Stuttg. 1830),Der Flüchtling"(2 Bde., Lpz. 1836),worin er, zum Theil nicht ohne Wahrheit, zum Theil nicht ohne willkürliche Übertreibung,die Verirrungen des süddeutschen Radicalismus novellistisch behandelte. Bei großer Refle-xionsbreite zeichnet sich letzter Roman doch durch Gewandtheit in Sprache und Darstellungvortheilhaft aus. In seiner SchriftStuttgart und seine Umgebungen" (Stuttg. 1835)lieferte er einen recht brauchbaren Wegweiser.

Bujukdereh, d. h. das große Thal, ein höchst reizend gelegener Ort auf der asiat.Küste des Bosporus, am Schwarzen Meere, in der Nähe von Konstantinopel, so ge-nannt nach dem großen Thal, in welchem es liegt, besteht aus dem untern und obern Theile;ln jenem befinden sich die Häuser von Griechen, Armeniern und einigen Türken, hier aberdie Sommerwohnungen und Gärten der europ. Gesandten, welche seit dem großen Brandein Pera im 1.1832 ihre Residenzen hierher verlegt haben. Auch ist B. der allgemeineZufluchtsort für die höhern Stände, wenn ansteckende Krankheiten in Konstantinopel herrschen.

Bukarescht, d. i. Freudenstadt, die Hauptstadt der Walachei an der Dumbowitza, inder wellenförmigen walachischen Tiefebene, welche von hier bis zur acht Meilen weitenDonau weder Baum noch Stein enthält, ist die Residenz des Hospodars und eines gricch.