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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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4 Bückeburg Buckingham (George Villiers, Herzog von)

dcre nehmen Asien als das Vaterland des Buchweizens an. Schon im 16. Jahrh. war er inmanchen Gegenden Deutschlands sehr gemein.

Bückebura, s.Schaumburg.Lippe.

Buckinck «Arnold), ein Deutscher, war der Erste, der Landkarten in Kupfer stach unddruckte und diese Kunst schon zu einem hohen Grade der Vollkommenheit brachte, wie diesdir Ausgabe der Geographie des Ptolemäus zu Nom >473 in Fol. beweist.

Buckingham, eine engl. Grafschaft und ein Theil des ehemaligen Königreichs Mer-eia, von 35 IHM. mit 14890» E-, ist größtentheils eine fruchtbare Ebene, bewässert von derThemse und durch Kanäle, namentlich den Grand-Junction-Kanal, mit London und den-sten in Verbindung gesetzt. Sie ist ausgezeichnet angebaut und hat bedeutende Viehzuchtund Mästung. An großen Fabriken fehlt es aus Mangel an Steinkohlen; doch wird vielSpitzenklöppelei getrieben. Als die Römer nach Britannien kamen, wohnten hier die kassier,welche von den Cassivelanern abhängig waren. König Eduard soll um 912 die Feste Bucking-ham erbaut haben, von welcher die Grafschaft den Namen erhielt. Die Hauptstadt ist Bu-ckingham an der Ouse und Jsa, mit einer schönen Kirche und etwa5VOü E. In der Nähederselben befindet sich der berühmte Park Stowe mit einem prachtvollen Schlosse. Als ersterGrafvon Buckingham wird Walter Gifford erwähnt, der von Wilhelm dem Eroberermit dieser Grafschaft belehnt wurde, die aber, da Gifford's Sohn ohne männliche Nachkom-menschast starb, der Krone wieder anheimfiel. Nach längerer Erledigung kam dieselbe l 377durch König Richard 11- an.de sse n Oheim Thomas von Woodstock, Herzog von Glocester,und nach dessen Tode, 1445, an seinen SchwiegerM«, den Grafen Edmund von Stafford,der 1446 durch Heinrich VI. zum Herzog vonBu'ckln^ch^m ernannt wurde. DoHerzog Edmund wahrend der Kriege der Rothen und Weißen Rose mit seinem Sohn Hum-phred in der Schlacht bei Northampton 1486 fiel, so erbte sein Enkel Heinrich den Her-zogslitcl. Heinrich unterstützte anfangs als Anhänger des Herzogs Richard von Jork dessenPlane zur Erlangung des Throns und wurde dann, nachdem derselbe König geworden, mitBelohnungen aller Art überhäuft. In seiner Habsucht aber unersättlich, trat er, als der Königseine Fodcrungen auf die Erbfolge im Hause Hereford nicht beachtete, auf die Seite des Gra-fcn Heinrich von Richmond und suchte seine Ansprüche mit gewaffneter Hand geltend zumachen. Durch die Treulosigkeit eines ehemaligen Dieners verrathen, gerieth er in die Händedes Königs, der ihn 1483 enthaupten ließ und seine Güter confiscirte. Sein ältester Sohn,Edward, wurde von Heinrich VII. in seine väterlichen Besitzungen und Titel wieder einge-setzt ; auch erlangte er Heinrich's VIII. Gunst und wurde von ihm zum Großconnetable er-nannt. Doch durch den Cardinal Wolsey, mit dem er aus Neid und Habsucht in Feindschaftlebte, wurde er gestürzt. Durch falsche Zeugen des Hochverrats angcklagt, ward er zumTode verurtheilt und 1521 zu London enthauptet. Sein Sohn Heinrich erbte zwar den Titeldes Grafen von Stafford, nicht aber den des Herzogs von Buckingham. Erst fast hundertJahre später ernannte Jakob 1. 1617 seinen Günstling Georg Villiers zum Marquis und1623 zum Herzog von Buckingham (s. d.). Nachdem des Vorigen zweiter Sohn GeorgVilliers von Buckingham (s.d.) 1688 ohne Erben gestorben, kam das Herzogthum 1763an John Sheffield, Herzog von Buckingham (s. d.), mit dessen einzigem Sohne Ed-mund 1735 auch dieses Haus ausstarb.

Buckingham (George Villiers, Herzog von), der berüchtigte Günstling Jakob's 1.und Karl's I. von England, geb. am 20. Aug. 1592 zu Brookesby in der Grafschaft Leice-ster, war von der Natur mit außerordentlicher Schönheit, Anmuth, Beweglichkeit und Em-pfänglichkeit des Geistes ausgestattet und wurde von seiner Mutter, da er den Vater zeitigverloren, nach Frankreich geschickt, um sich dort zum vollendeten Cavalier auszubilden. NachEngland zurückgekehrt, ward er, damals 21 Jahre alt, von seiner ehrgeizigen MutterJakob 1. vorgestellt und machte auf diesen einen solchen Eindruck, daß er bald dessenLieblingwurde. Der König hatte sich vorgenommen, B. zum Schüler seiner politischen und religiösenMaximen zu machen; der Schüler aber beherrschte gar bald vollkommen seinen königlichenMeister. Indem er schlau Andere zu benutzen und durch sie den frühem Günstling und Minister,Grafen von Somerset, zu stürzen wußte, stieg er in kaum zwei Jahren zum Baron, Vis-count, Grafen, Lord Großadmiral, Lord Aufseher der Häfen und Großstallmeister empor;