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identisch sei, ist nicht entschieden. Erst mit Ver Römerzeit wird die Geschichte B.ß lichter.Unter Augustus hatte eS eine röm. Besatzung; Antoninus Pius baute den großen Tempel,den die unter dm jetzigen Bewohnern der Stadt herrschende Sage für ein Werk des KönigsSalomon hält. Daß der Jupitersdienst sich hier mit dem Sonnendienst vermischte, zeigen nochübrige Kassetten vom Gewölbe des kleinen Tempels, die außer den Büsten röm. Kaiser undKaiserinnen auch Jupiter, Leda und Diana im Relicfdarstellen. Nachdem das Christenthumunter Conflantin zur herrschenden Religion geworden, ward der Tempel in eine christlicheKirche umgewandelt. Mit der Einnahme der Stadt durch die Araber beginnt sein Verfall.In den darauf folgenden immerwährenden Kriegen ward er mit dem kleinen Tempel in eineFestung umgewandelt, von der man noch die Zinnen sicht, und weshalb der Platz, auf dembeide stehen, den Namen Castell führt. So war es ganz natürlich, daß beide bald in Trüm-mer fallen mußten, wie denn auch die Stadt selbst, die im Alterthum vielgcößer war, durchdie unglücklichen Schicksale, die Syrien das ganze Mittelalter hindurch bis zur neuestenZeit betrafen, immer mehr herabsank. Was das Schwert der Araber, Tataren und Türkennoch verschont halte, wurde 1759 von einem furchtbaren Erdbeben meist zerstört. Vgl.Wood und Dawkins, „lüe ruins ok 8. etc." (Lond. 1757); ferner die Reisewcrke vonVolney, Caffas, Maundrell, Burckhardt und O. von Richter.
Baar, eine ehemals reichsunmittelbare Landgrafschaft im See- und Donaukreise desGroßherzogthums Baden, der Hauptbestandtheil des Fürstenthums Fürstenberg, mit etwa30000 E. bevölkert, soll den Namen von Baar oder Para, d. i. Gericht, welcher urkundlichschon in der Mitte des 8. Jahrh. vorkommt, erhalten haben und hatte im 11. Jahrh. einenviel größer» Umfang. Die Landgrafschaft ist sehr hoch gelegen und die im Norden aufstei-gende höchste Gebirgsgegend heißt A u f d e r B a a r. Die Hauptstadt derselben ist Donau-eschingen, die Residenz des Fürsten von Fürstenberg, wo die Donau ihre Quellen hat.Die Grafen von Baar werden häufig schon in der Zeit der Karolinger erwähnt. Nachherwar die Landgrafschaft im Besitze der Grafen von Sulz, die sie nach und nach freiwillig andieGrafen von Fürstenberg abtraten, die 1283 vom Kaiser Rudolf!, damit belehnt wurden.Ihre Neichsunmittelbarkeit verlor sie 1803.
Baarle, s. Bar laus.
Babbage (Charles), Professor der Mathematik zu Cambridge, geb.um 1790, ist einerder gefeiertsten engl. Gelehrten, in welchem Erfindungsgeist und Beobachtungsgabe mit einertiefen wissenschaftlichen Bildung sich ungewöhnlich glücklich verbinden. Unter seinen litera-rischen Leistungen erwähnen wir zuerst seine logarithmischen und trigonometrischen Tafeln(„Logarithmen der natürlichen Zahlen", 3. Aust., Lond. 1831), die sich ebenso durch äußersteCorrectheit, wie durch schöne und zweckmäßige Ausstattung und bequeme Einrichtung aus-zeichnen. B. war der Erste, der die Art der Ausstattung solcher Tabellen zu einem Gegen-stände ernstcnNachdenkenS machte und zwölfPunkte aufstcllte, inwclchen die gesummten Be-dingungen der Zifferformen, ihre Zusammcnordnung und Vereinigung mit Linien zusammen-gefaßt sind, sofern durch dieselben gehörig brauchbare Tafeln gebildet werden sollen. Beider Schwierigkeit, größere Tabellenwerke correct zu fertigen, geriethB. aufden Gedanken, dieVollendung derselben einer Maschine anzuvertrauen. Von der Regierung mit der Beauf-sichtigung des Baues einer solchen beauftragt, besuchte er, bevor der wirkliche Bau angefangenwurde, eine bedeutende Anzuhl mechanischer Werkstätten und Maschinensysteme, sowol inseinen! Vaterlande als auf dem Festlande, um die gesummten Hilfsquellen mechanischerKünste kennen zu lernen und sich in den Stand zu setzen, dieselben bei seinem Riesenbau com-binirt zu benutzen. Diese Umschau war die nächste Veranlassung zu dem so geistreichen Werke„Über Maschinen und Fabrikcnwesen" (deutsch von Friedenberg, Werk. 1833), in welchemdie gesammtcn mechanischen Processc unter höhern Gesichtspunkten zusammengeordnet und dieinteressantesten Beispiele für die verschiedensten Fabrikationen ausgestellt sind. Er war es, derhier zuerst die Principe der Theilung der Arbeit und des Copirens, welche die Grundlage allesFabrikbetriebs bilden, recht klar erörterte. Nächst der Schrift „Vergleichende Darstellungder verschiedenen Lebens-Affccuranz-Gescllschaften"(deutsch, Weim. 1827) und der„vec!inec>k scisnce in Liiglancl" hat B. eine Menge höchst interessanter Abhandlungen in den