Baaken Baalbek
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darlegte, vermochte er aber nicht durchzudringen; es fehlt ihnen daher die praktische Bewährung. Unter seinen Schriften erwähnen wir die „Theorie der Saug - und Hebepumpen"(Bair. 1797, 4.; 2. Auch, Hof 1820); „NeueVorschläge und Erfindungen zur Verbesse-rung der Wasserkünste bei dem Bergbau und Salinenwesen" (Bair. 1800, 4.; 2. Auch,Hof 1820); „Über ein neues System der fortschaffenden Mechanik" (Münch. 1817) und„Huskiffon u»d die Eisenbahnen" (Münch. 1830).
Baaken, Blüsen oder Bojen heißen die für Schiffer und Lootsen am Strandeoder in der See selbst, auch in großen Strömen unterhaltenen Zeichen, durch welche theils dieEinfahrt, theils Klippen, Untiefen und andere gefährliche Punkte angedeutet werden. AlsSignale am Ufer werden gewöhnlich Pechpfannen oder Steinkohlen in, großen eisernenKörben angezündet, die im Kleinen den Nutzen der Leuchtthürme (s. d.) gewähren; aufder See selbst werden an Ketten schwimmende Tonnen oder andere bemerkbare Dinge zumZeichengelegt. Die Errichtung der Baaken steht unter Aufsicht der Regierungen, welchcnzurUnterhaltung derselben von den Schiffen ein Baaken,- Blüse- oder Tonnengeld be-zahlt wird, das der Baakmeister einfodert. Auch pflegt man, wenn in der Gefahr einTau gekappt und ein Anker zurückgelassen werden muß, durch ein Baakzeicheu den Ort derVersenkung zu bezeichnen.
Baal bei den Babyloniern Bel, bei den Phöniziern so viyl als Gott ist der allgemeineName für Gottheit und daher nicht in einer bestimmten Deutung zu nehmen. Noch wenigerist B. mit einer höhern oder nieder« Gottheit der Griechen zu vergleichen; doch haben die Sa-gen von Hercules und dessen Verehrung die meiste Ähnlichkeit mit dem Baalsdienste, wahr-scheinlich deshalb, weil jene von den Phöniziern herstammen. Dem B. stand die Baal tisals weibliche Gottheit zur Seite, bei den Phöniziern Ästa r t e (s. d.) genannt. Auch das AlteTestament erwähnt den B. in sehr verschiedenen Arten und Formen, daher mit allerlei Bei-namen, unter denen Baalsefuf (in der griech. Form Beelzebub), 1 Kön. 1 erwähnt, der be-kannteste ist. Als Name einer schadenden Gottheit (Gott der Fliegen, Gott des Ungezie-fers) wurde er von den Juden auf den Satan übergetragen, und kommt so auch im NeuenTestamente vor. Viele babylonische, phönizische und karthagische Namen sind mit Baalzusammengesetzt, so Hannibal, Astrubal u. s. w.
Baalbek oder Balbek, d. i. Stadt des Baal oder des Sonnengottes, daher beiden Griechen und Römern Heliopolis, d. i. Sonnenstadt, genannt, gegenwärtig einekleine, unansehnliche, unter einem besondcrn Emir stehende Stadt mit ungefähr 5—600 E-,im Ejalet Akka der afiat. Türkei, am Fuße des Antilibanon, auf einem der niedern Aus-läufer des Gebirgs in die Thalebene El-Beka, im alten Cölesyrien, ist wegen der Ruinenihrer alten Prachtbauten merkwürdig, die zu den großartigsten in ganz Vordcrasien ge-hören. Am bedeutendsten und imposantesten sind die Überbleibsel des großen Sonnentempels,der außer dem eigentlichen Tcmpelgebäude, wie man aus dem noch vorhandenen Unterbausieht, aus zwei großen Vorhöfen bestand, die mit Säulengängen und galerieartigen Gebäudenumgeben waren und zu denen ein prächtiger Porticus führte. Das Tempelgebäude imHintergründe des zweiten größer« Vorhofs bildete ein längliches Viereck von 268 F. Länge,146 F. Breite, dessen Dach von einem Peristyl von 54 korinthischen Säulen getragen ward,von denen sechs noch stehen, die im Umfang gegen 22 par. F., der Länge nach im Schafte58 und mit dem Fußgestell und dem darauf ruhenden Gebälk gegen 72 F. messen. ÄllesÜbrige liegt meist in Trümmern umher, von denen der ganze Boden bedeckt ist. Merkwürdigist die Größe der zu den Substructionen verwandten Steine, von denen einige gegen 60 F.lang sind, bei einer Dicke von 12 F. Südlich von diesem großen Tempel steht noch ein kleinerer,ebenfalls in länglichem Viereck gebaut, dessen Peristyl und Umfassungsmauern der Cellagrößtentheils noch stehen. Beide Tempel, die der Grundform nach den griech. sich anschließen,sind sowie die Vorhöfe in einem reich verzierten röm. Stile aus Kalkstein gebaut. Außerihnen findet man noch in einiger Entfernung von der Stadt ein achteckiges, von acht Granit-faulen getragenes Gebäude, dessen Dach eingestürzt ist, und das von den Bewohnern Kubbek-Duris genannt wird. Die älteste Geschichte B.s liegt in völligem Dunkel. Nur so viel istgewiß, daß es seit uralten Zeiten ein Hauptsih des Sonnencults gewesen, wie schon seinName beweist. Ob B. mit den biblischen Ortsnamen Baal-Gad, Baal-Hamon und Baalatz