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dieThallandschastLimagne durch besondere Fruchtbarkeit ausgezeichnet ist. Das Klima ist inden Berggcgenden kälter, als es für die südliche Lage in Frankreich bei geringerer Höhe zu er-warten ist, undnoch insbesondere durch wüthende Sturmwinde und heftige Gewittererscheinun- '
gen bezeichnet, in den tiefen Thälern aber macht sich der Sommer oft durch drückende Hitzegeltend. Die mit vulkanischem Gestein bedeckten Plateaus sind öde, die Hänge aber undThäler begünstigen größtenteils unter der Decke verwitterter vulkanischer Erden eine reicheBodenfruchtbarkeit, bezeichnet durch Getreide, Gartenfrüchte, schönes Obst, Wein, im Südendurch die Kastanie und nördlich durch die Wallnuß in Überfluß, wie durch ausgedehnte kräftigeWaldungen, neben den Hanf- und Flachsfeldern und Wcideflächen der ärmern Gegenden.
Der Ackerbau ist theilweise vernachlässigt,- die Viehzucht dagegen gut und besonders die -Mauleselzucht ausgezeichnet. Außer den gewöhnlichen Hausthieren ist die A. reich an Wild, !Geflügel, Fischen und Bienen. Dem reichlichen Besitz guter Bau- und Mühlsteine schließtsich der Besitz nützlicher Metalle an, wie Eisen, Blei, Kupfer, Spießglas u. s. w., ebenso er-giebige Steinkohlenlager und eine Menge kräftiger Mineralwasser. Die Auvergnaten sindjetzt ein Gebirgsvolk ohne Wichtigkeit, roh in ihren Sitte», arm, unwissend und nicht vor-wärtsschreitend, dabei rechtschaffen und liebreich, aber doch nicht ohne Rachsucht. Sie lebenals Hirten und Ackerbauer» und wandern nach Paris als Arbeiter aus; der heimische Fa-brikfleiß ist daher fast nur auf die Erzeugnisse der Weberei, Gerberei und Papierfabrikationbeschränkt. Das Land hat den Namen von den alten Averncrn, die ihre Gebirgsveste lange >
gegen Cäsar vertheidigten, wie später gegen die Gothen, Burgunder und Franken, mit wel- ^
chen sie sich endlich vermischten. Zn den ersten Jahrhunderten nach Chlodwig erhielt dasLand feste Grenzen, auch bald eigene Grafen, durch deren Ausstcrben es 1103 Frankreichwieder zusiel. Die beiden Hauptstädte sind südlich Aurillac und nördlich Clermont (s. d.).
Auxerre, eine alte Stadt im franz. Departement der Nonne am linken Ufer derUonne, mit I200Ü E-, die größtentheils durch Wollfabriken, Gerbereien und sehr lebhaft ^ten Wein- und Holzhandel beschäftigt werden, besitzt ein College, Schullehrerseminar, eine 1öffentliche Bibliothek, Ackerbaugesellschaft, ein Antiquitäten- und Naturaliencabinct undeinen botanischen Garten. Unter den Gebäuden sind besonders bemerkenSwerth der schöneDom, das Präfecturhotel und der Thurm Guillarde mit einer merkwürdigen Uhr.
Auzout (Adrian), ein ausgezeichneter Astronom, der sich besonders mit VerfertigungVon Fernröhrcn beschäftigte, geb. zu Rouen, gest. zu Paris >695. Da man damals dieachromatischen Linsen noch nicht kannte, so bestrebten sich die Optiker, immer längere Fern-röhre zu verfertigen, um dadurch eine starke Vergrößerung, verbunden mit hinreichender Hel-ligkeit und Deutlichkeit, zu erzielen. A. stellte Fernröhre von außerordentlicher Länge auf,die aber wegen dieser Länge nicht bequem zu Beobachtungen gebraucht worden konntenund seit der Erfindung der Spiegelteleskope und der achromatischen Fernröhre ganz in Ver-gessenheit gekommen sind> ein von ihm verfertigtes Glas hatte nicht weniger als 600 F.Brennweite, konnte aber aus Mangel an einer bequemen Aufstellung gar nicht gebrauchtwerden. A. war cs auch, der mit Picard die Absehen an den astronomischen Meßinstrumen-ten, Quadranten, Astrolabien u. s. w. abschaffte und sie durch Fernröhre ersetzte.
Ava bildete im breiten Längenthale des Zrawaddistroms der hinterindischen Halbinseldereinst ein mächtiges Königreich, welches seine Macht auch über das benachbarte P e gu ss.d.) ^
ausdehnte, von diesem aber durch wiederholte Überfälle unterjocht wurde. Dieser Druckrief einen heldenmüthigen Landmann zu den Waffen, der an der Spitze einer tapfer» Schar1757 Pegu wiedereroberte, sich den Ehrennamen Alompra gab und die gegenwärtigcHerr-scherbynastie stiftete. Die Bewohner A.s hießen früher Maramas, was in der am Ende des18. Zrhrh. in diplomatischen Verhandlungen üblichen pers. Sprache durch die Briten inBirma (in der Mehrzahl Birman) verdreht wurde, daher auch Ava seitdem allgemein Bir-mane nrei ch (s. d.) genannt worden. — Ava, die Residenz des Birmanenreichs seit 1822 ,wie sie es schon zweimal 1361 und 1761 gewesen, liegt in einerreichbewäfferten, sehrfrucht-bsren Culturebene am Südostufer des daselbst fast 1000 F. breiten Zrawaddistroms, der hierzwei durch einen Kanal verbundene Zuflüsse aufnimmt, von denen der Mytage den Stadt- 1Hafen bewäflcrt und Schiffe von 50 — 60 Tonnen trägt, und somit die Umschiffung derstanzen Stadt gewährt. Der Name A. ist eine durch die Hindus und Malayen und dann