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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
Seite
51
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Accent ol

lange nicht erklären. Endlich fand Laplace im J. >787 die wahre Ursache dieser Accelera-tisn des Mondes in der veränderlichen Excentricität der Erdbahn, welche ungefähr seit12000 v. Ehr. im Abnehmcn ist. Seit dieser Zeit rückt der Mond der Erde immer näher,und dieses wird etwa bis zum I. 36900 n. Ehr. dauern, wo die Excentricität der Erde wie-der zunehmen wird. Acceleration der Fixsterne nennt man den Unterschied zwi-schen dem Sterntage und dem Mittlern Sonnentage, welcher ungefähr 3 Min. 56'/r Sec.Sternzeit beträgt, um welche der Sonnentag länger ist.

Accent ist die dem Ausdrucke des geistigen Lebens entsprechende Auszeichnung derTöne und Sprachlaute durch ihre verschiedene Höhe, Länge, Stärke und Aussprache. Musikund Sprache sind die Hauptmittel zum Ausdruck der Empfindungen und nehmen dabei diebald schnelle, bald langsame Bewegung an, welche wir an diesen wahrnehmen. Dadurch wer-den sie einem Zeitmaß unterworfen, und wir unterscheiden an den Tönen Längen und Kür-zen. Um nun eine Empfindung ganz bestimmt und deutlich auszudrücken, ist ein Organis-mus der Töne erfoderlich, welcher dadurch hervorgebracht wird, daß in der nach den Zeitver-hältniffen abgemessenen und nach einem Grundton gestimmten Reihe von Tönen auch einesolche Verbindung und Zusammensetzung sich finde, welche die Empfindung in ihren verschie-denen Beziehungen und Abstufungen darstellt, Haupt- und Nebensachen richtig unterschei-det, das Minderwichtige dem Wichtigen unterordnet und das Bedeutende stets gehörig hcr-aushebt. Dadurch wird eine Folge von Tönen zum musikalischen Satze, der einen bestimm-ten Sinn in sich schließt, und um diesen auszudrücken, auf die Wichtigkeit und Bedeutungeinzelner Töne in ihrem Zusammenhänge besondere Rücksicht nimmt. Die Auszeichnung derTöne aber nach dem Grad ihrer Wichtigkeit ist es, was man Accent, Betonung im weite-sten Sinne nennt. Der musikalische Accent ist ein dreifacher. Der natürliche,grammatikalc Accent fällt stets auf die ersteNote jeden TactgliedeschTactzeit), überhauptjeder Einen Tacttheil bildenden Notengruppe. Von mehren Accenten Eines größer» rhyth-mischen Gliedes, z. B. Tactes, hat wiederum der erste das Übergewicht (schwere leichte Ac-cente). Der grannnatikale Accent darf sich nicht stärker bemerkbar machen, als dasVcrständ-niß des musikalischen Gedankens und seines rhythmischen Geschlechts crfodert. Hierin unter-scheidet sich von ihm der rhythmische Accent, welcher einzelne Noten stärker und von jenerUnterordnung unabhängiger hervorhebt. Er hat jedoch mit dem grammatikalen die Consc-quenz und Regelmäßigkeit gemein, und er ist cs, der z. B. den Nationalmelodien der slawi-schen Völker, der Spanier und Anderer das charakteristische Gepräge aufdrückt. Ganz freivon den Foderungen des Tactes und Rhythmus steht der declam atorische (künstliche, rhe-torische) Accent nur im Dienste des Gedankens, sowie der momentanen Eingebung oder derBerechnung, überhaupt des Gefühls und der Laune des Vortragende», und ist ein Haupthe-bel des höher», geistigen Vortrags. Die Auszeichnung beim Sprachaccent geschiehtdurch stärkere Aussprache oder längeres Verweilen oder durch Beides, bald durch Erhöhungoder Vertiefung der Stimme, bald durch weniger offene Aussprache der Vocale einer Sylbe.Man unterscheidet den geschärften oder steigenden Accent, acutus (ch, den schweren oder sin-kenden, gravis (y) und den gedehnten, circiimtlexus (^ oder "). Der gedehnte Accent triffteinen an und für sich schon langen Ton der Sylbe; der schwere zeigt eigentlich nur Mangelan Betonung an; und so bleibt als Auszeichnung im Ton nur der geschärfte übrig, indem erauch einem gedehnten Tone Auszeichnung geben oder nehmen kann. Daher belegt man ihnvorzugsweise mit dem Namen Accent. Die Ursachen aber, einen Sprechlaut durch denAccent auszuzeichnen und länger bei ihn: zu verweilen, als seine bestimmte Zeitdauer zu fo-dcrn berechtigt ist, sind entweder der mechanische Bau (positio) oder der Rhythmus oder dierednerische Bezeichnung. Demgemäß unterscheidet man drei Arten, den grammatischen, rhyth-mischen und rhetorischen oder oratorischen Accent. Die bei jedem obwaltenden Gesetze sindfolgende: Den grammatischen oder Sylbenaccent bekommt eine Sylbe oder ein Ton von na-türlicher Länge, also entweder vermöge ihrer Bildnng oder ihrer Bedeutung, z. B- inpräch-tig" muß die Stimme aus mechanischen Ursachen auf der ersten Sylbe länger verweilen alsauf der zweiten, und mithin wird jene Sylbe mehr hervorgehoben. In Wörtern mit Vor-oder Rach-, Ableitungs- oder Beugungssylhen fällt in unserer Sprache der Hauptton alle-