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1 (1845) A bis Balbuena
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32 Ablösung Bbo

Heilmethoden, weil der größere Theil der Krankheiten mit einem vermehrten Sästezufluß zuirgend einem Organe verbunden ist. Die Ableitungsmittel sind entweder solche, welche directden Blutstrom ableitcn ohne eine anderweitige Thätigkeit zu steigern, oder solche, welche in-direct durch Steigerung der Thätigkeit eines Organs die Ableitung Hervorrufen. Beide sindentweder mit oder ohne Ausleerungen verbunden. Die direct den Blutstrom ableitendenMittel, welche ohne Ausleerungen wirken, sind die trockenen Schröpfköpfe odcrVentosen unddas Binden der Glieder, die mit Ausleerungen oder Verminderung der Blutmasse verbunde-nen die blutigen Schröpfköpfe, die Blutegel und die Aderlässe. Werden letztere in der Nähedes kranken Theils angewendet, so hat man dies Ableitung genannt, während man den Aus-druck Rcvulsion im engern Sinne gebraucht, wenn sie an einem entfernt liegenden Theileapplicirt werden. Zu den indircct wirkenden Ableitungsmitteln ohne Ausleerung gehörendie Rubefacientia, die reizenden, spirituösen Einreibungen, Umschläge, Senfpflaster u. s. w.;zu den mit Ausleerungen verbundenen alle diejenigen, welche als specifische Reize für dieeinzelnen Secretionsorgane bekannt sind; für die Darmfläche die Abführmittel (s. Abfüh-ren), für die Lungenschlcimhaut die Erpcctorantia, für die Speicheldrüsen die Sialagoga,für die Nieren die Diurctica, für die Uterinsecretion die Emmcniagoga und für die Hautdrü-sen die Vesicantia.

Ablösung, s. Grundeigenthum.

Abmeierungsrccht, auch Recht der Entsetzung oder die Expulsion, istdes einem Gutsherrn zustehende Recht, den Besitzer eines Bauernguts wegen Vernachlässi-gung der ihm hinsichtlich des letztem obliegenden Pflichten von demselben zu vertreiben.Das gemeine deutsche Recht kennt als Veranlassungsgründe dazu folgende, welche durchParticularrechte noch genauer bestimmt werden: schlechte Bewirrhschaflung, wodurch dasGut zugrunde gerichtet wird, oder unterlassene Entrichtung der gucsherrlichen Zinsen, Bei-des jedoch erst nach gewissen Fristen, ferner Verlaffung des Gutes oder Veräußerung dessel-ben ohne gutshcrrliche Bewilligung, endlich, wenigstens nach manchen Rechten, Unrer-laffung der Contractserneuerung u. s. w. Der wirklichen Abmeierung muß ein in der Regelsummarisches Verfahren vorhergehen, welches man früher den Ausholungsprvceßzu nennen pflegte.

Abnorm (ab norma) heißt das von der Regel (norm») , besonders von der NaturAbweichende; daher soviel als krankhaft. Abnormitäten der organischen Bildungselbst heißen auch Misgeburten (s. d.).

Abo , finnisch Turku, Hauptstadt des finnischen Gouvernements und Läns gleichesNamens zu beiden Seiten des Aurajocki, der sich nicht weit davon in den Bottnischen Meerbusen ergießt und den Hafen der Stadt bildet, wurde! 157 von den Schweden gegründetund war bis 1819 die Hauptstadt Finnlands. Das hier im 13. Jahrh. errichtete Bisthumerhob die russ. Regierung im I. 1817 zu einem protestantischen Erzbisthum. Ein ge-waltiger Brand im Herbste 1827 zerstörte nicht allein den größten Theil der Stadt, son-dern ward auch Ursache, daß Ä. seine schönste Zierde, die im 1.16-19 durch die Königin vonSchweden, Christine, gestiftete Universität cinbüßte, indem er außer den Universitätsgebäu-den auch die 39999 Bände zählende Bibliothek einäscherte, zu welcher nicht lange vorher'die bedeutende juristische Büchersammlung des Professors Haubold in Leipzig gekommenwar. Die Universität wurde in die neue Hauptstadt Finnlands, nach Helsingfors, ver-legt. Das neuerbaute Ä. ist nach einem regelmäßigen Plane angelegt und mit breiten, gutgepflasterten Straßen ausgestattet. Der schönste Platz ist der um die alte, 1827 im Haupt-bau gerettete und dann wiederhergcstellte Kathedrale. Der durch eine Bank unterstützte Han-del der Stadt, die jetzt gegen I39V9 E- zählt, ist nicht unbedeutend, und auf den hiesi-gen Wersten werden viel Schiffe gebaut. Ä. hat ein Gymnasium, eine Navigationsschulesin dem ehemaligen Observatorium) und ein Theater, auch ist daselbst der Appellationshoffür Südfinnland. Der zu Ä. am 17. Aug. 1733 zwischen Schweden und Rußlandabgeschlossene Friede endigte den aus Frankreichs Betrieb, um Rußland von der Theil- ^nähme am östr. Erbfolgekriege abzuhalten, zwischen Rußland und Schweden 1731 aus-gebrochenen Krieg, in welchem die Russen, nach Lacy's Siege bei Wilmanstrand, durchdie Fehler der schwod. Generale Löwenhaupt und Buddenbrock am 3. Sept. 1731 ganz