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Ich stamme aus dem Hause Sachsen her, und mein Vater ist einSohn eures Bruders Lwelìí, Herhogs von Gotha , gewesen.
LkkNttäkvus.
Wie? Euer Vater ein Sohn meines Bruders Lmelìr? Ha!Werthester Vetter.' erlaubet mir, daß ich euch embräe und küsse.
Und ihr werdet mir, geliebtester Vetter! ein gleiches erlauben.Daraufschritten beyde tapffere pringen zusammen, umarme-ren und küsteten einander recht herylich. Nachdem fich nunLcràrcîus nach demZufiande, des hohen Hauses von Gachfen-Gothaund weymar,erkundigethatte, und vernommen, daßes sich annoch in allem hohen gewünschten Wohlseyn befän-de, fiel er auf andere Dinge, und sprach zu Mgvn NM-
kelmen.
Was düncket euch, werthester Vetter! Welches solte wohl dengrösten Theil an dem menschlichen Hertze haben, die Ehre oder dieSchuldigkeit?
Die Ehre und Schuldigkeit sollen, meines Bedünckens, eben so ge-nau mit einander vereiniget seyn, wie Leib und Seele. Wer Ehre im Lei-be hat, wird niemals ermangeln seiner Schuldigkeit einGenügen zu thun;und wer sich bestrebet seine Schuldigkeit recht genau in Anzunehmen,dem folget die Ehre aufdem Fusse nach. Jedoch will ich, gelobtesterVetter! euer Lenàenr hertzlich gerne deefalls anhören und ver-nehmen.
Die Ehre hat, wie ich davor halte, den grösten Theil an allen Re-gungen und Bewegungen derer meisten Hertzen, und denen daher flies-senden Mionen; welches durch gar viele Exempel kan bewiesen wer-den. Mancher ziehet zu, Felde, und könnte zu Hause bleiben ;worzu ihndie Begierde nach der Ehre treibet, und keineswegs, daß er es vor eineSchuldigkeit halten solte. Viele Oeverà und andere oàiers, expont-
ren
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