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Ein Römisch- Catholischer Geistlicher sokte, vermöge seiner Ge-lübde, und auch weil er denen Layen zum Exempel dienet, wornach siesich richten und ihr Leben anstellen sollen, nichte als lauter Demuth, wieauch gar keine Liebe zum Gelde, Gold oder Silber, von sich blicken lassen,und ich habe auch wenig an ihnenLeswegen auszusehen. Allein über denEhr - Geih der Römisch - Catholischen Geistlichen laustet gleichwohl nochimmer starcke Klage ein, und er wird sich auch, allem Ansehen nach, be-ständig in ihrem Herhen wainteniren. Was hingegen den Geld, Geihbetrifft, dem sind die ?rorânûschen Geistlichen, zum Theil, weit mehralsdie Römisch, Catholitchen ergeben, indem diese vor keine ksmiiie, jenehingegen vorftoltze Weiber, und auch zuweilen vor gar viele Kinder, zusorgen haben; wie dann eben dieses eine derer Ursachen mit gewesen ist,warum denen Priestern die Ehe verboten worden, auf daß die Sorge vorihre Weiber und Kinder, sie nicht zum Geld- Geih verleiten möchte.
Ist ein Theil derer ?rorànrischen Geistlichen um ihrer Weiber undKinder willen geitzig, so scheinet es doch, als wann sie eine rechtmäßigeUrsache darzu hätten ; wiewohl dem Geih freylich ganh und gar keine Enl^ffhuldigungvor GOtrzu statten kommet. Viele Römisch - CatholischeGeistliche aber smd ebenfalls so geitzig wie ein Theil derer käminenund Lutherischen Geistlichen zu seyn pfleget, und mögen deswegen keinescheinbare.Ursache aufbringen ; es seye dann, daß sie gestehen wollen,daßihrer ktsirrsssen und heimlichen Kinder Erhaltung und Versorgung vielGeld erfordere, wannenhcro sie, das Geldzu erspahren, mit dem Her-tigthum öffters dermaßen leichtsinnig spielen, daß die Leute mit Händenzu greiften vermeinen, ob würde solches von ihnen selbst vor weniger alsvichts gehalten»
Saget mir doch ein solches Exempel, mein Sohn Gebharö !.'
6eLNäkOU.8.
Es ist bekannt,daß einige Päbste selbst,um ihres kr<à und Wucherswillen, ihreUmmhauenm theuren.Zeiten, dermassengrossc Noth leiden
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