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Ungefähr zwantzig Jahr.
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Das Lebendes weiblichen Geschlechts wird auch in zehn Alter ge-theilet. Das Erste stellet vor ein Mägdlein von ro. Jahren, mit einerWachtel, die Hurtigkeit und Annehmlichkeit, wie auch die Schwatz-haffligkeit und Unbeständigkeit vorzustellen. Das Andere ist eine Jung-frau von Zwantzig Jahren mit einer Taube, so die Liebe bedeutet, wel-che diesem Alter folget. Das dritte ist ein Weib von z o. Jahren, miteiner Elster, um der Waschhafftigkeit willen, die so vielen anhanget,Dergestalt, daß sie die gantze Welt beurtheilen und richten. Das Vier-te ist eine àrone von 42. Jahren, mit einem Pfau, wegen der Hof-farth, Das Fünffte eine Frau von 52. Jahren mit einer Henne, we-gen der fleißigen Vorsorge vor ihre Kinder und Haus-Gesiade. DasSechste ein Weib von 6o. Jahren mit einer Gannß, wegen der Wach-samkeit und Nutzbarkeit im Haus, Wesen, wie auch zum theil ihrerSchnatterhafftigkeit halben. Das Siebende ein Weib von 70. Jah-ren, mit einem Gever, wegen des schärften und fleißigen Aufsehens imHaus-Wesen. Das Achte eine alte Frau von 82. Jahren, mit demBilde einer Nacht Eule, wegen der Wachsamkeit. Das Neunte einealte Frau von 92. Jahren, mit dem Bilde einer Fleder-Mauß weil sie Leu-te-scheu und von der Welt verachtet ist. Das Zehnte ein steinaltesMütterlein von eoo. Jahren, mit dem Bilde des Todtes. Eure äZ««nun, mein Sohn Gebhard! ist in dem 22. Jahr ihres Lebens mit euchm Bekanntschafft gerathen, welchem Alter die Liebe folget, wannenhewsie eure ohne diß sehr verliebte Augen, mit einer so grossen Stärcke ansich gezogen. Hättet ihr sie erstgesehen , da dieselbe so.Jabrealtgewe-fen, würde ihr Angesichà eurem Hertzen bey weitem keine so gewaltigeWirckung geth-n haben. Jedoch es seye genug von euch und eurer ügnekegeredet. Saget mir ein wenig eure Meinung, was ihr an der Geistlich-keit, von welcher Religion sie auch immer seyn möge, das gröste Lasterhaltet?
Das ist sonder Zweiffel der Ehr - und Geld, Geih, von dem sich ei«Nosser Theil der Geistlichkeit beherrschen lässet.
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