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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Gregorio VII. Römischen Pabst, und Gebhardo, gewesenen Churfürsten und Ertz-Bischoffen zu Cölln, der sich in die schöne Mannsfelderin verliebet, und sich zu der Protestantischen Religion bekannt ... : worinnen beyder, in der Historie sehr berüchtigten, Männer Leben, Thaten und Fata ... enthalten ...
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lassen, daßdasVolckzuRom, wann es den Pabst geschen und den See-gen von ihm empfangen, schon mehr als einmal geschrien : HeiligsteeVarer ! Gieb uns grösser Brod, und behalte davor demenSee gen. Jedoch ich will noch ein anders Exempel erzehlen, das ver-mögend die Dache ein wenig klarer ju reizen, weil man etwa einwendenmöchte der Pabst habe anderwärts so viele Arme ju versorgen gehabt, daßer dem Vslck zu Rom das Brod nicht vsrgrössem lassen können.

In einer gewissen Oàes befand sich ein Römisch - Cathslischer Bi-schofs, der einen gantz unersättlichen Geitz von sich blicken Ließ.Derohalbennahm sich einkurtzweiligerKopffvor, ihm einen Possen zu spielen, giengam Neuen Jahrs Tag/ zu demselben,und wünschte ihm ein Neues Jahr,verlangte auch unverzüglich dreyßig Species Thaler zu einem NeuenJahrs,Geschencke. wie ? schrie der Bsschoff, ich glaube der îHlenschbildet sich eitt, rchsef eben ein fo grosser îTsarr alser, und wer-de eine dergleichen grosse Summa Geldes vor einen treuenJahrs - Wunsch geben. Ja er wände sich zu dem, den er vor sich hat-te, und sprach noch weiter zu ihm: Bistu dann der Opinion , daß dei-ne Worte so vielen Geldes wertb seyen? wohlan! antworteteLer kurtzweilende, gnädiger HErr! Wann sie das vor eine allzu-grosse Summa halten, so bezahlen mir nur Dieselben meinenschönen Wunsch mit einem Gieben-Lreuyer ; reiches nicht völligzwey gutcGroschen betraget. Aber auch dieses wurde ihm platterdingsabgeschlagen. Darauf bat der Neu-Jahrö-Wünscher den Bischoffnurum einen Creutzer, welchen ihm dieser ebenfalls verweigerte. Endlichsprach der Kmtzweilendc: So ersuch ich dann Erv. Gnaden umDero SLneäiüi^n. Hiensst war der Bisch off gleich six und fertig, undsagte: Ha ! Was meine kenscliä ou anbelanget, diese solst duhaben. Bmie nur vor mir nieder, auf daß du sie gebührendempfangen mögest, liiern, das thue ich nicht, versetzte hieraufder Kurtzwellende. DieReyhe ist jeyo an mir, etwas abzuschla-gen. Denn wann Ew. Gnaden davor hielten, daß Dero 6ene-ciîâior! mehr als einen Lreuyer gälte, würden mirDieselben sol-che gang gewiß nicht so freygebig gewähret haben; um wel-cher Reinigkeit willen ich also nicht gesonnen bin nieder zuknien.