Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Gregorio VII. Römischen Pabst, und Gebhardo, gewesenen Churfürsten und Ertz-Bischoffen zu Cölln, der sich in die schöne Mannsfelderin verliebet, und sich zu der Protestantischen Religion bekannt ... : worinnen beyder, in der Historie sehr berüchtigten, Männer Leben, Thaten und Fata ... enthalten ...
Entstehung
Seite
678
Einzelbild herunterladen
 

W ( 678 ) M _

àM ob er von seiner Herrin, zu ihrem Bett-Verwalter, erwehsetund aeshet sey. Als sich nun meine ägnes zwey Tage bey ihm in seinemàusi befand, ohne der Königin aufzuwarten, ( welche sich damals ebenru ttümproncourr, etliche Stunden von Londen befand)und jolche Zeitemp ovrte von ihrer mühsamen Reise auszuruhen, mglerchensich zu klei-den. damit sie vor der Königin gebührlich erscheinen konnte, erfuhr indes-

à Liilàinhre Ankunfft,unddaßsie der Graf von l à zu uch in fein

!tzaus genommen hatte. Darüber geriech die Komgm rn die groste<àk und Eyfersuchr von der Welt, sendete auch unverzüglich einen8^rsàm,!- genannt, zu dem Grafen von, der ihm andeu-ten mufte, welchermassen es ihr Befehl und Wille sey. daß er meine àKn«augmblicklich aus fernem Hause schaffen Mte; worgegen der

àf mckt das geringste reden à einwenden durffre. Memer Gemah-^ aab eben dieser Smick. im Namen der Königin zu vernehmen, daß sie,Lllsàànemlich,ganh erstauner seyzu hören, daß meine Gemahlin sichunteràben mögen, ohne Erlaubniß und Anfrage, in ihr Königreich zukommen , wannenhero seine Königin wünschte, meme Gemahlin mochtesich aufdas geschwindeste wieder von dannen packen. Wre sehr memenrme àner über dieses Oomplimenr, einer in dem höchsten Grad eyfer fuch-sigen Königin, erschrocken seyn muß, ist le chr zu erachten, und sie sahe sichaetwungen zu gehorsamen, auch zu àl.riren , daß sie bereu seye gleich

andern Tag zrirücke zu reisen. Darauf befahl die Komgm mehrer-weknten8-creM>o 8mlck, meine àgneL allenthalben zu begleiten, biß siesick würde wieder zu Schiffe gefchet haben; wobey es gleichwohl gescha-

daß er ihr, im Namen seiner Königin, ein àr von taulend äpeM«Thälern zustellete, und sie damit absegeln ließ. Was den Grafen von dieser áre wegen, noch weiter betrifft, solle er dre Freyherr, vorder KöniginAugen zu 'erscheinen, nicht eher wieder erlanget haben, bißmeine à« von Londen abgereiset gewesen, da ihm dann, bey dem erstenVorstand, vielleicht ein und anders nach dem Kopffe geflogen, auch diec^raae an denselben gerhan worden seyn mag/warunfferden Hof derMnià mit solchen Blut-Igeln beschwehren wolle ? andererDinge zugeschweigen die zwischen der Komgm und ihm, memer ägneswegen, vorgefallen seyn werden.

6 KL 60 KIVS.

Woftrne es dem Grafen von ein Ernst gewesen euch und^um