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Das Herhe der Königin Liil-àl, von Engeland trachtete ich nochimmer ru erweichen und tu machen, daß sie entweder etwas rechtes con-rribuiren solle, mich wieder in das verlshme Ektz-Bjstum einzusetzen/ oderdoch wenigstens erlauben, daß ich nach Engeland kommen, und eche jähr-liche starcke kcnllon allda bekommen möchte.Wiewohl sir verharren in ih-rer Härtigkeit gegen mich. Einstmals zwar ließ sie mir, in demHaag,zweytausend Thaler zustellen, welche Summa schon vermögenddätte seyn kön-nen meinen Kummer aufeine Zeitlang zu stillen. Allein sie Mrmischete dieSüßigkeit des Geschenckes mit einem Gallen-Tranck, indem sie einSchreiben hinzufügen, welches also lautete :
Freundlich geliebter Oheim !
Eure kcs'lulion. welche ihrgefasset hattet, zu machen und euch zu„bestreben, daß die kelorm-uion in eurem Churfürstemhum eingeführet„werdeli mächte, war mir recht lieb zu vernehmen. Allein so groß men,,ne Freude desfalls gewesen ; so sehr habe ich mich auch betrübet, da ich„erfahren, was sich vor Umstände mtt eurer kisn^e ereignet, wodurch„ihr ganh klar gezeiget, daß das Fleisch und dessen Kützel weil mehr„Theil an eurem Vornehmen gehabt, als der Geist und der Eyftr vor„die wahre Religion. Verständige Leute haben das Unglück gar wohl„zuvor gesehen, worein ihr euch ftürtzen würdet, in dem es unmöglich„daß ein Unternehmen, welches anders nichts als eine blinde k-àa, zum Grunde hat, einen glücklichen Ausgang gewinnen mag. Ihr, habt demnach gar nicht Ursache euch zu beklagen, als ob man euch ver-, lassen habe. Beklaget euch vielmehr über euch selbst, und über eure„schlimme Aufführung, welche veranlasset, daß ihr von euren Freunden„ààonníret worden. Alles, was ihr nur gethan habet, ist denen, Römisch-Cacholischen zur gröften Aergerniß gereichet, und die k--ors-„ttsmen haben sich dadurch keinesweges erbauen können. Was vor„Hülffe oder àsteâíon mochtet ihr also wohl, von einem oder dem an-„dern Theil erwarten. Indessen.gehet mir gleichwohl euer Unstern um«so vielmehr zu Herhen, weil ich kein Mittel vor mir sehe euch ferner zu„helffen, und ihr müsset, in dem traurigen Zustand, worein ihr euchge-„setzet, nur Trost bey euch selbst suchen. Ja eure Gedult muß nunmehro„so groß seyn, als zu wünschen, daß eure Klugheit hätte gewesen seyn„mögen, woferne ihr das Unglück vermeiden wollen, in welches ihr ge-fallen.