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daß sie weder vor ihren natürlichen Lands»Herrn, noch vor ihr Vater-land, keinen so grossen tt§-,rä Liebe oder Furcht hätten. Gleichwienun ein Ehe - Weib » und Kind» loses Leben das beste Mittel ist, wann manhaben will/daß einer weder seinen Landes-Herrn noch das Vaterlandallzueyfrig lieben solle: also drunget ihr darauf, daß die Priester unver-heyrathel leben, auch die, welche bereits in einem ehlichen Stande stun-den, Weib und Kind von sich schaffen sotten.
Okttooklvs.
Ihr redet, mein Sohn ! wie die Feinde des Römischen Stuhls ins-gemein zu reden pflegen, da mau doch billig bedencken solte, welchermas-sen, als schon gedacht, bereits 720. Jahre vor mir, der Ehe - und Priester-Stand, vor etwas mcomp3r>bie8, oder das nicht wohl beysammen stehenkan, angesehen worden; ja, daß die Päbste, und viele Eischöffe, sichgleich in denen ersten Zeiten des Christenthums, beflissen unverheyrathetzu leben. Wer ist auch ein so schlechter kolicicu-, der nicht siehet, daßdiejenige Zeit, in welcher ich grossen Streit und Verdruß mit dem Käy-ser zu vermuthen hatte, gar nicht bequem war, denen Priestern die Ehe zuverbieten,weil ich mir dadurch ihrer viel tausend zu Feinden machen muste?Gleichwohl verfuhr ich mit dem Ehe- Verbot, das folglich einen ganh an-dern Zweck gehabt haben muß, als den, welcher von denen Feinden desRömischen Stuhls, so in den Tag hinein vorgegeben wird. Wer solcheZeiten erlebet, wie ich erlebet habe, und so viel Verdruß mit dem Käyserhat,wie ich gehabt, solte viel eher denenPriestem erlauben zwey Weiber zunehmen, als befehlen, daß sie gar keine haben sotten, wann ersich andersihres Beystandes, ihres ààmenls, und ihrer Ergebenheit dadurchhätte versichern wollen.
6k6ȊkvV8. .
Einem Priester zwey Weiber zu erlauben, wäre dem Volck ein we-nig allzusündlich in dieAugen gefallen,und einen scheinbaren^«^ deswe-gen auszufinden, würde allzuschwehr gewesen seyn.
OkL60klU8.
. Ha ! was den k'âxt betrifft, hätte es damit seine gute Richtig-keit gehabt.
Ey lieber! Lasset mich doch solchen wissen. áros.