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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Gregorio VII. Römischen Pabst, und Gebhardo, gewesenen Churfürsten und Ertz-Bischoffen zu Cölln, der sich in die schöne Mannsfelderin verliebet, und sich zu der Protestantischen Religion bekannt ... : worinnen beyder, in der Historie sehr berüchtigten, Männer Leben, Thaten und Fata ... enthalten ...
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W ( 6rs ) M

Priestern die Ehe aufs neue erlauben möchte. Vom Käyser llleräiEllo r.ist gleichfalls bewust, daß er viele nachdrückliche kemontimrioncs amPäbstlichen Hofe gethan, um solchen zu bewegen, das Verbot wegen derPriester-Ehe aufzuheben, welches ingleichen auf dem conciüo zu Trient,abermals, von verschiedenen Römisch-Catholischen Fürsten des Römi-schen Reichs geschehen, unter denen vornehmlich derHertzog in Bayern,das unkeusche Leben derer Priester gar beweglich vorgestellet. Ja, wasdas meiste, so ist in dem weltbekannten interim, das der Käyser carolus v.durch Römisch-Catholische Bischöffe verfertigen lassen, denen Priesterndie Ehe, und denen Layen der Kelch, ausdrücklich zugestanden worden.

Saget mir aber doch, mein Pabst ! was die wahren Ursachen gewe-sen seyn, um welcher willen ihr eigentlich so scharffdarauf gedrungen, daßDie Priester ein unehliches Leben führen sollen?

Ox.L 60 k!d/ 8 .

Ich, als Pabst, antworte auf diese Frage anders nicht, ausserdaß es darum geschehen, damit die Priester desto reiner und heiliger seyn,mitdesto keuschem und unsträfflichern Händen die Lac^mer-m üclmmittr^ren, auch von aller weltlichen Sorge, welche Weib und Kind gemei-niglich cauüret, befteyet, ihrem GOtt desto ungehinderter dienen möch-ten.

(-LKNäkOVL.

Die Worte lauten schön, ist aber nur zu beklagen, daß sie emCchaafs-Kleid, worunter ein greulicher Wolff stecket. Euch, meinPabst! stack die Aufrichtung einer kàsrcbîe. oder allgemeinen geistli-chen Monarchie, über Käyser, Könige und Fürsten indem Kopff, undwollet sie, als eure väien und Unterthanen locken. Nun wüstetihr gar wohl, daß es ohne Widerstreben nicht abgehen, uachhero abernöthig seyn würde mit dem Bann gegen diejenigen zu verfahren,so sich wi-dersetzeten. Wer solle aber dieiBann-Briefe wider Käyser,Könige undFürsten,publiciren und zur Execution bringen ? Niemand anders, als dieGeistlichkeit und Priesterfchafft. Allein diese würde, ihrer?->milien,Wei-der uyd K inder wegen, in allzugrosser Furcht und Sorge gestandenftyn,vonihrenAemtern verjaget und in das Elend verwiesenzu werden.Dannenhero war es nöthig auf ein Lxpeàns zu gedencken, welches«sxä seyn möchte ihnen diesen Scrupel zu benehmen, und zu machen,

Laß