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entheiligen mag. Denn wo dieses wäre, würde doch zum wenigstennur eine Spur göttlichen Verbots deswegen in der Heil. Schrifft ent-halten seyn; allein es findet sich nicht nur nichts, sondern auch dasOncràm. Fast alle heilige Männer der Schriffc waren verheyra-thet, ingleichen die Apostel meiftenrheils. Hat ihnen aber Christus,als er sie in alle Welt gesendet, das Evangelium zu predigen, befohlen,Weib und Kind zuverlassen, ist es darum geschehen, damit sie desto we-nigerem^? und Beschwerung auf ihrer Reise haben, auch mit sovielgrösserer Freude in den Todt gehen möchten.. Ein anders aber ist esmit denen Priestern und Lehrern, welche beständig zu Hause, bey ihrerGemeinde bleiben. Diesen gereichet Weib und Kind gar nicht zurLast, wie einem reisenden Apostel, sondern vielmehr zur Freude und Trost.
Wie unbillig es denen Priestern die Ehe zu verbieten, und daß da-durch nurderHurerey und aller Unrcmigkeit Thür und Thor aufgetbanwerde, haben gar viele erkannt; wie dann auch, eben darum, verschie-dene LoncUia, insonderheit dasjenige Lonàminripolàische, welchesman das sechste allgemeine Loncüwm zu nennen pfleget, dem Willenderer Päbfte hesstig wider-und die Ehe denen Priestern zugesprochen.Die Bischöffe thaten noch ins besondere starcke Vorstellungen darge-gen, und den Brief, welchen der Bischoff ullàlcu zuAugspurg einst-mals deswegen nach Rom geschrieben, wird gewißlich kein Pabst andas Fenster gestecket haben. "Die Priester selbst weiten durchaus nichtdarein willigen,wannenhero es geschehen, daß so viele vergangen,ehe die Päbste völlig durchdrängen können, càms n. der ein gantzesLeculum nach euch den Päpstlichen Stuhl besessen, hat endlich vollendsdurchgerungen, und der Priester-Ehe den Garaus gespickt. Nichtsdestoweniger sind seit dem, unter denen Herren Römischen Catholischenselbst, nicht wenig neue OiHuwn darüber entstanden, weil von einerZeit zur andern die unverheyratheten Geistlichen zeigen, haß sie Fleischund Blut häen, folglich ihren Gemeinden keine geringe Aergerniß ge-ben. Will jemand daran zweisseln, dem stelle ich die gantze ehrbare Rö-misch - Cacholische Welt vor, mit Ersuchen sie zu fragen, ob es nicht wahr,yaß eine sogenannte Pfaffen-Köchin oder Haushälterin, in aller Augen,eine sckr verächtliche Creatur ? Warum? Weil ein jeder in seinem Her-tzen gläubet, daß sie die Stelle einer Frauen bey ihrem Herrn vertritt.
Aller Aergerniß nun abzuhelffen that krancilcu? l. König in Franck-xeich, bey dem Pabst eio i v. gantz inständiges Ansuchen, daß er denen
Prie-