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diese pà'schen Gedancken vom Ehestand derer Geistlichen bey Seite,und frage/ ob euch, mein Sohn! nicht dewust,daß Paulus selbst dieje°gen rühmet, welche vermögen keusch tu leben, und sich nicht gezwungensehen, in ein eheliches Leben -u treten.
6L6tt^irOU8.
Die Meinung, so Paulus desfalls geheget, ist mir gar nicht unbe-kannt. Allein, weil er saget, daß Freyen besser sey, als Brunst leiden,hätte man die Ehe nicht verbieten, sondern nur das unverheyrathete Le-ben einem jeden recommevàîren, denjenigen aber, der eine solche kccom-melàion nicht statt finden lasten wollen oder können, nicht schmähligwären sollen.
ORIQ8.
Man hat mich vor denselben Pabst ausgeschrien, der die Ehe denenGeistlichen am ersten verboten habe, und bin es doch nicht; wiewohlnicht zu läugnrn, daß ich weit schärffer als meine Vorfahren darauf ge-drungen , danüt die Priester unverheyrathet leben möchten. PabstS^ricius insonderheit verböte die Priester-Ehe schon in dem4.8eculo, undals» 720. Jahre zuvor, ehe ich gewesen; verschiedene andere, gleichfallsvor mir gewesene Päbste, aber, haben einen Fluch auf diejenigen Prie-ster geleget, welche im Ehestände leben würden. Auf daß ich auch dieWorteLyricu feststen anführe, lauten solche also :
Alle diejenigen aus dem Priester Orden, welche bißheroindem Ehestandgeleber, und vermeinen soldes mit demExempel derer Priester des Alten Testaments zu entschuldi-gen, sollen nun wissen , daß ste hinführo, durch den Aposto-lischen Stuhl, und dessen hohes Ansehen, aller Ehren, de-ren ste hißhero unwürdig in der Rirche genossen, beraubetft'sN.
Indessen istes seltsam genug zu hören, daß dieser Pabst sich unter-stehen mögen, in seinem vecrer wegen der Priester-Ehe, sich auf denApostolischen Stuhl zu beruffen, da er doch hätte wissen sollen, daß auchder Apostel Paulus mit zudem Apostolischen Stuhl gehöret, hiernechstihm nicht unbekannt seynkönnen, mitwasvor einem erschrecklichen Na-men,