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unter meinem Herhen trug, und den i. Xovembr. rssi. den vruxtüuzur Welt gebahr. ,
Wann sonsten eine Prinheßin einen Printzen und Erben des gan-tzen Königreichs gebühret, pfleget sich die Liebe ihres Gemahls gegen siezu verdoppeln, wie bcy Ew. Majestät geschehen. Allein dey i^ovícoxiv. ereignete es sich keineswegs. ^uconii--,ire, sein ^ppcrir nach frem-den Fleisch verdoppelte sich, nachdem ich einmal gebohren hatte.
ünno 662. gebahr ich eine Prinheßin, und LNN01664. abermalseine, welche aber beyderseits, in eben dem Jahr, da sie zur Welt gekom-men , solche wiederum verlassen haben. Ungefähr um diese Zeit musteder König mein Gemahl geschehen lassen, daß sich seine îviàreffe, ?à-ài . des Cardinals KtL-Zrîni Nichte , verheyrarhete. Als solches ge-schehen, lag er alle Tage viele Stunden beyder Gemahlin seines Bru-ders, der Hertzogin von Orleans, und ein jeder meinete, er würde seinHcrhe wirklichem ihr hangen, und sie statt der b-iäm;, zu seinem wol-lüstigen Zeit - Vertreib erwehlen. Jedoch es änderte derselbe seinenSinn gantz plötzlich, und warffdie lüsternen Blicke seiner Augen auf ei-ne ihrer Staats-Fraulein, t^Vaiiers genannt, ungeachtet ich auf den-jenigen Theil meines Leibes, dessen ich mich zum Sitzen bedienete, weitschöner gewesen seyn mag, als siean ihrem gantzen Gesichte.
Hier nun war es mir unmöglich den Schmerh, welchen ich in mei-nem Herhen wegen der Wahl einer neuen ivlàlle empfand, zu verber-gen , sondern es brach derselbe aus allen Seiten aus. Solches verdroßden König, daß ich seine Excesse nicht mit gelassenen Augen ansehen wol-le, richtete auch deshalb seine väen bey mix, noch weit sparsamer einals zuvor. Die verwandte Königin nahm grossen Theil an meinemSchmertz und Betrübniß, und wir beyde fassen manche Stunde beysam-men, binnen welcher Zeit wir die bittersten Thränen vergossen. Wir be-schlossen endlich unser äusserstes zu thun die Vàre zu stürtzen, und dieHertzogin von Oàns trat mit in das eomplor, sonder Zweiffel darum,weil es sie verdrossen, daß sie nicht selbst von dem König dieser elendenCreatur vorgezogen worden.
Wir drey Printzeßinnen, nemlich ich, die Mutter meines Ge-mahls, und die Hertzogin von Orions, setzten uns einstmals zusammen,und liessen mehrbesagte V-liere vor uns - gleichsam wie vor ein Tribunalruffen. Hätte es nun bey uns gestanden, ein Ur heil über sie zufallen, wür-de es sehr unbarmhextzig gelautet haben, und die arme Logusne gantz ge-
wißzu