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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der letztverstorbenen Römischen Käyserin, Eleonora Magdalena Theresia, und der letztverstorbenen Königin in Franckreich, Maria Theresia : worinnen das Leben, Gottesfurcht und hohe Tugenden dieser beyden großen Printzeßinnen ... zu ersehen ...
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Man erzog mich nach Spanischer àà; du. man war bemühetmir schon in der Wiege die 6r3nàLg und lauter hohe Gedancken zu iassi-riren. Was hingegen den Unterricht in geistlichen und Seelen - Sa-chen betrifft, so vertrauere mich der König, mein Vater, dem kster.zànnVvNkalms» Lsneral-LommiLIrrio deskrgocitcanel'-Ordens, der die völ-lige OireÄion desfalls fübkett, und sich bemühFte mir, von Kindes-Beî-nen an, alle löbliche und milde Lemimenrs, alle Gottesfurcht und Fröm-migkeit , samt allen Eyfer in Ausübung derer Religions-Schuldigkeiten,und Haß gegen die Ketzer, beyzubringen.

Es zeigete sich auch eine gargroffeLebhafftigkeitdes Geistes in mir,und fastete ich alles, was ich lernen solle, sowohl Dinge, die das Chri-stenthum und die Religion angehen, als andere Sachen, welche einePrinheßin zieremwie da sind das Tantzen,Sprachen, àlìc. Singen,iremallerhand fchöneHand-Arbeit zu machen,mit gar leichter Mühe ; und wasjch einmal gefastet hatte, blieb feste in meinem Gedächtniß bekleben.

Den Gottesdienst, und das Gebet, wartete ich mit grosser Ge-fi-ssenheit, ja aufdas sorgfältigste ab. Dem Beicht- Vater und Mre-6ori meines Gewissens, leistete ich allen Gehorsam, und kam demjeni-gen kri^L nach, was mir von ihm auferleget worden. Jch ward demnach,durch den Fleiß dieser Männer, dahingebracht, daß ich, bey aller meinerHoheit, und Herrlichkeit des Hof-Lebens, des Tags mehr als einmal,an die Bitterkeit des Berges catvà.und an das Elend derer Armen ge-dachte, die ich, von Zeit zu Zeit, mit wichtigen Allmosen touîagirte.

Schon Lnno l 6s6. hakte sich àrà, der berühmte Cardinal undkremier-Mnillrc in Franckreich, in den Kopfs gefehet, mich dem dama-ligen jungen König , L.uclo vieo Xl V. als eine Gemahlin in die Arme zu lie-fern, in der Absicht, dereinsten Spanien mit Franckreich zu vereinigenund unter ein Haupt zu bringen. Dannenhero war er bedacht, den lang-wierigen harken Krieg ,Mlchen l.nllovicu 5 V. mit meinem Vater führ-te, derer besonderen ànrggeu, so Franckreich von einer Zeit zur andernerhielt, ungeachtet, einen Frieden zu treffen, womit es ihm aber damalsnoch nicht gelingen wolte. Gleichwohl gewann er, durch seine Abge-schickten, Leute, welche mir täglich so viel angenehmes von dem jungenKönig in Franckreich vorschwatzeten, daß ich mich nicht wenig in ihzz ver-cksmerirte, ob ich mich gleich zu Madrit, nur-besagttt König abèrzuPa-riö befand.

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