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chenen Person vielleicht nicht anzutreffen, wannenhero ich meines Ortsdavor halte, daß Ew. Majestät, und zwar nicht unbillig, dereinstens derZahl derer Heiligen beyder Römisch, Catholischen Kirche, werden ein-verleibet werden ; angesehen doch unmöglich jemand unter denen Leben-digen, an Dero hohen Glückseligkeit, in dem Stande der Ewigkeit,zweiffeln mag. Nunmehro aber will ich zu meiner Historie schreiten,wann es anders Ew. Majestät gefällig solche anzuhören.
DieKayserin.
Solches wird mit dem grösten Vergnügen geschehen; wiewohlich mich auch allemal betrüben werde, so offt eine von dem, wasEw. Majestät in Dero Lebenzum Mißvergnügen gereichet, mit emfiies-senwird.
Ich bin allerdings sc, ^ . stat, als einer Römischen
Käyserin, und sotglich der ersten Printzeßin in der gantzen Welt, denRang und kss zu geben. Sonsten aber darffsich keine vame des Erd-Kreysses unterfangen mir den Vorzug 6i5punrlich zu machen; esseyedann,daßsie mit Ew. Majestät in gleicher Linie stünde, und eine Römi-scheKäyserin, wie Dieselbe, gewesen wäre. Denn ich war eine Köni-gin von Franckreich und Navarra, Tochter, Gemahlin und Schwestereines Königs, eine Mutter eines v-upUms, und bin nunmehro, nach mei-nem Todt, zur GroßmutteremesKönigs von Spanien, und Ur,Groß-mutter eines Königs von Franckreich geworden.
Ich meines Orts erblickte das Licht der WeltzuMadrkt, den 20 .8eptembr. Neuen Calenders i6Atz. Merckwürdig ist demnach dieses, daßich, mit dem Grossen Ludwig , nicht nur in einem Jahr, sondern auch ineinem Monath, gebvhren. Derohalben solte man meinen, es müstenunsere Gemütherbesser alsanderer Menschen, die, in Betrachtung des.Jahrs ihrer Geburt, gar sehr von einander unterschieden sind, kgrmom-rei und zusammen-gestimmet haben. Allein wer so urtheilet,und hernachmeine Historie erzehlen höret, wird daraus überzeuget werden, daß ersich in seinem Zuàîcio gewaltig betrogen. Mein Vater war PKiiippus iv.König von Spanien, und die Mutter MUsberKa tssbsila, eine gebohrnePrintzeßin von Franckreich', und zwar eine Tochter Nenrici iv. undSchwester l-uàovici xiu. dergestalt, daßich und mein Gemahl leiblich-Geschwister - Kind gewesen. -
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