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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der letztverstorbenen Römischen Käyserin, Eleonora Magdalena Theresia, und der letztverstorbenen Königin in Franckreich, Maria Theresia : worinnen das Leben, Gottesfurcht und hohe Tugenden dieser beyden großen Printzeßinnen ... zu ersehen ...
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183
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ler Müdigkeit / die Cammer allzusehr erschöpftet; und es ist mir, von de-nen die also redeten, von einerZeit zur andern, bey dem Leben joleplli, ga-rviel Verdruß und Wiederwärtigkeit verursachet worden.

Nur-besagtermein herhliebster Sohn, der Käyserlos-pbus.wardänno 171 l 7 mitten in der Glückseligkeit und vielfältigen Siegen, zu einerZeit, da er wie eine Rose blühete, von dem unbarmhertzigen Todt aus derWelt gerissen. So lang er kranck lag, nahm ich ebenfalls Tag undNachtzuHülffe, ihm mit mütterlicher Liebe, mitheilsamen Ermahnun-gen zur Beständigkeit und Andacht, an die Hand zu gehen. Ich mach-te auch die Verfügung, daß in denen Kirchen und Klöstern, auf dem Lan-de sowohl als in dêr cLtadt, vor die Wiedergencsung des todt - kranckenKaysers sehr inständig gebeten wurde. Nachdem es aber der göttlichenVorsichtigkeit anders beliebete, und ssoleptimwircklich die Augen geschlos-sert hatte, reLolüZlrte ich mich unverzüglich von meiner Bestürtzung,wändemich zu denen Umstehenden,und hielt eineAnrede gegen sie von derEitelkeitaller menschlichen Dinge,von denen höchsten Anschlägen göttlicher Weiß-heic, und der Billigkeit sich in allem dem göttlichen Willen zu unterwerf-fen ; bezeugte hiernechst den Trost, den ich in meiner grossen Betrübnißgeschöpffet, daß ich meinen allerliebsten Sohn, so wohl zu einem Christ-lichen Todt bereitet, sterben sehen. Was mir am beschwerlichstenfiel, war, daß ich von meiner mir ganh angewöhnten Einsamkeit, durchdie auf meine Schultern gelegte Regierungs-Last, biß zur Ankunffr desgrossen Läroli, aufs neue ins Getümmel wandern muste, und also,gleichsam von dem stillen Ufer, in das wilde und ungestümme Meer ge-morsten ward. Ich hätte viel lieber gesehen, daferne man die Interims-Regierung meiner Frau Schwieger-Tochter, der Käyserin ^msii-i, hin-terlassener Wittwe folepin, als einer über alle Massen weisen , erleuch-ten und tugendhaftsten Prinheßin anvertrauen wollen. Allein weil jo-iepllus mir die Interims: Regierung bereits in seinem Leben bestimmet,und mich allen Reichs-und Gerichts-Stellen seiner Länder, als eine Re-gentin, vorgestellet hatte, muste es dabey sein Bewenden haben.

Demnach nahm ich miK, aller vorkommenden Eiren, mit gros-sen Ernst, Eyfer und Sorgfältigkeit an. Gleichwie aber diese Last garschwehr gewesen : als bedseme ich mich der getreuen Bey-Hülffe meiner,zu Wien annoch am Leben seyenden zweyen Ertz-Herhoginnen, ^sri-eLiikàà und welchen ich^auftrug, die täglichen Lxps-

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