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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der letztverstorbenen Römischen Käyserin, Eleonora Magdalena Theresia, und der letztverstorbenen Königin in Franckreich, Maria Theresia : worinnen das Leben, Gottesfurcht und hohe Tugenden dieser beyden großen Printzeßinnen ... zu ersehen ...
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à jeder voller Schrecken,, und bildete sich ei^die Zeitung zu hören, daßdie Stadt von denen Ungläubigen erobert, und der gantze Haufe dererdarinnen seyenden Christen i-ixet, oder als Sclaven in die Fessel ge-

schlagen worden wäre. Wie sehr ich gebetet und die Hände gerungenhaben müsse, da mitlerweile die tapfere (Eilon. die Wälle und Mau-ren unserer käenr mit einem unerhörten Muth vertheidiget, ist leichtzu erachten. Die Christliche, zum Entjatz der bedrängten Festung be-stimmte braise zog sich von allen Zeiten her zusammen, und mein aller-durchlauchtiqsterGemahl beurlaubte sich von mir zu Lintz (wohin wiruns, von Passau, bereits wieder begeben hatten) um der ChristlichenArmee desto näher zu seyn. Endlich liess die sehnlichst erwartete, undhöchst-erfteuliche Nachricht, von dem Entsatz der, in denen letzten Zügengelegenen, keliàrein, wovor ich dem Himmel Millionen Danck abge-stattet. Der Käyser, mein Gemahl, kam, nachdem er schon in dem ent-sttzten Wien gewesen war, auch dem König von Pohlen, samt andernmiwerbundenen Christlichen Fürsten vor den geleisteten BeystandDanck abgestattet hatte, nochmals nach Lintz zurücke, woselbst ich mitder Ertz-Hertzogin ânna. heutiger Königin von Portugall, inzwi-schen darnieder gekommen; und unsere Freude, da wir einander, nachausgestandenen so entsetzlichen Widerwärtigkeiten, nunmehro, bey gantzaufgeheiterten Himmel, wieder sahen,will ich,mit Worten auszusprechen,mich nicht unterfangen ; ob sie gleich eine dem grossen l.eopoläo zugestoße-ne kleine Unpäßlichkeit, die nicht lange dauerte, ein wenig moàitte.Merckwürdig ist hiernechst dieses, daß ich meine neu « gebohrne Ertz-Her-tzogin, àia A nna, die doch in dem nechsten Zimmer neben mir lM, bißzu der Zurückkunfft des Käysers, mit keinem Auge angesehen. Werdafraget, warum? der wisse, daß ich mein Vergnügen, so ich an demKinde haben können, dem Herrn aufopffern. und mich über nichts ergö-tzen wollen, währende, da mein Käyser und Gemahl abwesend, und mitMillionen Sorgen überhäuffet gewesen.

Anno 1684. starb mein zweyter >68r.gebohrnerPrintz,r.eopolchan der Ruhr, und fetzte mich in das Zröste Leidwesen von der Welt ; daszwar, wenig Wochen hernach, durch die Geburt einer Prinheßin, kàiaIliereiiz solepl^ genannt, einiger Massen , wieder versüßet worden. Andieser Printzeßin weydeten und ergötzeten sich meine Augen biß in das i rteJahr, da sie von dem grimmigen Todt ebenfalls in seine Schemen ge-ßmmletward.

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