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legete, und solche jährlich , daich auch abwesend gewesen, gleichfalls ei-genhändig geschrieben, nach Neuburg überschatte. Dieses ist die ersteBrüderschafft, der ich meinen Namen einverleibet, und habe ich 51. Jah-re darinnen gelebet.
Dazumalwohntte ich täglich dreyen Westen bey, und ztvar jederzeitmit der grösten Andacht und Sittsamkeit. Einstens genösse ich,mit Ver-missen meines Beicht-Vaters, das Brod derer Engel sieben Tage nach-einander, dadurch eine gewisse Gnade von GOtt zu erlangen. Da, wodas Veoel-àie. öffentlich, zur Anbetung,' ausgesetzet war, erschiene ichvhnePracht, ohne Befolg, mit einem langen Schleyer von oben herabbedecket, und nur von einer eintzigen Dienerin begleitet. Das weinendeKKk-ien - Bild bey St. Peter zu Neuburg, und ein anderes unweit davon,zu Bitten-Brunn, besuchere ich öffters, unter demVorwand eines Spa-hierGanges; aber jederzeit mit blosten Füssen. Denn ich wüste, dieuntern Sohlen aus denen Schuhen, dermaßen künstlich heraus zuschneiden , daß man, in diesen und andern Umständen meiner Wahlfar-then, dergleichen Creutzigung des Fleisches nicht vermerckete. Nach-mals , da ich schon Käyftrin gewesen, und auf der Reise zu Neuburg.durchzog, that ich abermals eine solche Reise nach Bitten-Brunn, undtraffein mir zuvor bekanntes Bauer-Weib an, grössere dieselbe freundlich,und würdigte sie in ihr Baucr-Hüttlein zu treten. Das gute Weib wü-ste vor Freuden nicht, wo sie war ; und weil sie nichts bessers hatte, reich-te sie mir einen, mit Butter überzogenen Brod-Schnitt dar, worvor sieein gar reiches Geschencke bekommen.
Härte ich, ungefähr in meinem i§tcn und roten Jahre, vonmeinem eigenen , und nicht von dem väterlichen Willen äexen-äirec, würde ich mich unfehlbar in ein Ciostcr eingesperret,und mit meinem unsterblichen Bräutigam , JEsu CHristo, undsor.stmit niemand, eine ewige Ver bändniß getroffen haben. Der Eckelgegen die Welt, und die Lust zu einem geistlichen einsamen Leben, vcrmeh-retc sich auch dergestalt in mir, daß ich, nachdem Beyspiel vieler andererHeiligen, von welchen ich ein gleiches gelesen hatte, beschlösse, den vä-terlichen Hofgäntzlich, heimlich zu verlassen, und in eine Einöde zu wan-dern, zu welchem Ende ich schon, eine aus denen Cammerdienermnen, zueiner Gefährtin meiner Flucht beredet und bestellet gehabt. Allein derAnschlag ward entdecket, und aelangete zu denen Ohren meines Vaters,der mir dann, mit eitlem glimpffiichen Verweist verbot, führohin derglei-chen Gedancken zu hegen. Kurtz