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Mit meiner Anklerdung versäumtteichgar nicht viel Zeit, sondernwar behende fertig, mich in das heilige Gebet zu begeben, das ich gemei-niglich , nach der Gewohnheit meines Vaters, zwey Stunden lang,auf meinen Knien verrichtete. Damit ich aber, von allem Hof - Ge-tümmel entfernet, in der Stille und Einsamkeit, der Andacht, um sovielfügircher, abwarten könnte, so war es mir keine geringe Freude undVergnügen, wann ich Erlaubniß erhielt, mich, auf einigeZeit,bey denenCarmeliterinnen, welcher» Düsscldorff gewesen, zu verschließen,da-hin ich mich auch sehr offte unvermerckt,nur von einer Dienerin beglei-tet , erhub. Unter solchen führete ich mich auf, als eine von denen geist-lichen Schwestern, in keiner Sache, ausser nur in der puren Kleidung,von ihnen unterschieden. Ich beobachtete ihre Ordens-Regeln aufdasgenaueste, und wann die Schwestern einen Büßgang in die Kirche an-stelleten,da gesellete ich mich unter die Letzteren, wartete auch den ganhenGottesdienst mit geschlossenen Händen und zur Erde geschlagenen Augenab, wodurch die andern nicht wenig zur Sittsamkeit und Gottseligkeitaufgemuntert worden sind. Ich erniedrigte mich öffters mit denenSchwestern, sowohl die gemeinen Speisen zu gemessen, als auch die-selben aufzutragen, zu Tische zu dienen, und erst hernach, zuallerletzt,mit dem, was übrig geblieben, verlieb zu nehmen. An Freytagen warich, zu Ehren des leidenden Heylandes, mit Brod und Wasser zufrieden,und brauchte nur so viel, als nöthig gewesen, einen grossen Hunger undDurst zu stillen. In Summa ich kränckete den alten Adam auf alle Artund Weise, die mir nur einfiele, oder von andern eingegeben wurde.
Nicht mindere Erbauung erwieß ich zu Neuburg an der Donau.Ich ließ mich der l^ri-wischen Brüderschafft daselbst einverleiben. Alsich bey dem Tisch des HErrn, oder dem Altar , mit einer brennmdenFackel, noch mehr aber gantz entzündeten Geist, meine Andacht pflog,redete mich mein Vater öffentlich an, und erinnerte mich mit einer ernst-hafften tàs, ingedenck zu seyn, was ich thäte? wessen Geschäffte ich datriebe? und wie ich dahin zu sehen hätte, daß der erste Eyfer in mir nie-mals verlöschete, noch ich mich mit gemeinen Tugenden befriedigen liesse ;sondern, gleichwie an Herkommen und Geschlecht, also an Frömmig-keit und Tugend, in dem Marramschen Gnaden-Dienst, andern Mit-Einverleibten den ersten Rang benehmen möchte. Den darauf folgen-den Tag erstattete ich vor dem Altar die gewöhnliche Angclobung, welcheich hernach ,mit eigener Hand abgeschrieben, ehrerbietigst aus den Altar
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