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4 (1838) Geschichte der Dichter und ihrer Werke : Abbildungen der Handschriften, Sangweisen, Abhandlung über die Musik der Minnesinger, alte Zeugnisse, Handschriften und Bearbeitungen, Uebersicht der Dichter nach der Zeitfolge, Verzeichnisse der Personen und Ortsnamen, Sangweisen der Meistersänger nach den Minnesingern
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901
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Handschriften, Abdrücke, Ausgaben, Erläuterungen und Erneuungen der Minnesinger. 90 l

NU havin mich . . rinde mctzir rgm aldrn man vctatztdaz ge im gerre lrlvir gilt icg nrme is ok ojj rruwemrtzn icg w'de jjm .... (lftch lxrach rgn dirnlegn wolgetan mir lipLt rgn dink daz mus icg gan daz haberjin iude IL" daz ilr .. vrowen Wal vckanr Und macgt

vnmutgilr lrure .. laut vnd heilt der xickil da..

daz gal daz rnt den jungen vrowen Wal .... gcr icM.Die Kehrseite ist leer. Bl. 2 beginnt mitten in 132Frauenlobs Hohemliede, und ohne Zweifel gehörten dieBlätter vom Anfänge desselben, und ganz ebenso geschrie-ben, welche Denis (1797) bekannt machte, ursprünglichzu dieser Hds., die vornämlich Frauenlobs Gedichte ent-hält: I) Das Hohelied, durchgängig mit Sangweise (wiedie Leiche in s). 2) Bl. 8» die Lat. Ucbers. desselben

(Bd. 111, S. 719). Drauf folgt Bl. 10-, von andrerHand, ein unvollständiges Lied mit Sangweife, s. dieAbbild, der Schrift Laf. IV. Auf der Kehrseite steht,ohne Sangweise: Her Wirt is cucg icgt willentlich wtzkalczen vnd gar gcmmrMch gar licg der lrnccgr vor vor«ren mir der amme Weid ir okk mich nicht gclahnich Veld euch och dH woreit iah(n) vor le borczcrn dHlcgoldir vnd dH Hammen- ssso wen ltch lach vnd nach(t)vor lcgrht ko lamman le lich leczcze ctzns dem andirclaget lhn letzt wtz cm de-- ragcs mille grt der gncch^c)der lxrach ich vll diche wol. irgeczcze KrtznKe.

4) Bl. 11° Reimars (113) Leich, auch durchcomponiert.

5) Bl. 16^ das Bd. III, S. 468? nachgetragene Lied-

6) Bl- 17° wieder Frauenlob; 7) Bl. 17 >> desgleichen;und 8) Bl. 19° s. Bd. HI, S. 388: alle drei mitSangweise zu der ersten Str. 9) Bl. 22 ^ desselben Kreu-zesleich; und 8) Bl. 34° dessen Minnelekch; beide durch-compomert, wie 10) Bl. 44° Alexanders (135) Leich.

11) Bl. 48^ 2ied dazu, mit Sangweise (Taf. VII).

12) Bl. 49^ der Winsbeke (71), mit Sangweise.Die Schreibung (häufiges t für Flexions- und Endungs-e, L für l) weiset diese Hds. um den Niederrhein.Bermuthlich meint Loh. v. Müller in uns. Mus. I, 557dieselbe, die auch in Schwandners hds. Verz. beschriebenist. Durch Schottky hatte ich schon Abschrift daraus. Die Las. IV. V. VII geben Abbildungen von vierSchriftarten mit Sangweisen.

8) Wb Würzburger Sammlung: ist in Würz-burg geschrieben, laut des Anfanges des gleich altenLnhaltsverzeichn., von einem .... daselbst als Erbstückseines Hofes zum ... gestiftet. Die Namen wurden wohlbei der Entfremdung getilgt, um keinen Anspruch zu be-gründen. Von Ingolstadt kam die Hds. mit der Univ.nach Landshut, und dann nach München. Sie ist Perg.Fol. 286 Bl. und gegen Mitte des 14. Jahrh. geschrieben,wie die Gesetze Bischofs Otto von Würzburg 134243und eine Kaiser - Ehronik bis 1449 darin bekunden. Siebestand aus 2 Theilen, mancherlei Lat. und DeutschenStücken in Versen und Prosa, als umfassendes Hausbuch,wie das Jnhaltsverz. ausweiset, in 41 Kapiteln, von wel-chen in diesem übrigen Theile nur Kap. 1 und 1541enthalten sind. Uebcr Kap. 214 wird ausdrücklich aufden ertten teil dilcs Luches verwiesen; daher eine andre,auch innerhalb (Kap. 30. 34) wiederkehrende Hand zu dem

1 ) Vgl. die folg. Heidelb. Hds. 341 . Die Wiener theol. Hds.704 , Perg. ns Bl. Fol. 14, Jahrh. enth. zum Theil dieselbenGedichte, auch rin wieg von vnsrr vrowen, Denis enlal. I,IS8S.

Verz. bei Kap. 15 geschrieben hat: hie hebt lich an dazrcgilrcr des andern Luchs. Kap. I enthält das Abc, Ge-bete, Beicht - und andere Kirchenformcln. Von den übrigenhebe ich nur die hier bezüglichen Stücke aus; Kap. 11die kunkzig gruK vnlcr krauwcn '). des FrauwcnloveS II,der von den livcn kricn Lunlten. vnd von den vier eie«menten 2), vnd ein vücglcin von der minne lüzekeir.17 Wie guldi» lmitte (S. 726). 18 Wer turnci von

Oanthetzz (vermuthlich Konrads von Würzb. vgl. S. 28.34. 37). 24) Ander gern Walthers von der Vogelwctde.vnd hindennach ein gcriht des Kuphcrmans (das aber,mit den 7 Bl. von Walthers und Reimars Liedern ^), fehlt.Vgl. gem. Zeugn. XVII). 25 Hern Kegmars (Zl 37) lieber,vnd hindennach von allen ktngern ein loLclich rede Alu-xoldcs yornvurgs von Korcnvurg (S. 881). 26 vndvon einer guvlcgen avcntncr (das Ged. aus Herzog Jo-hann von Brabant. S. 44). 27 Des Frawcloücz gerilltvz cantica canticorum. vnd dar »ach des lclvcn Fra»wenloves ctzn gut lick. Adam den crlren Lcet. darnachdes Marners (118) ctzn gut licr von den zehen geboten,vnd de» live» totlundcn. 29 Des Marners licdcr desvorgen (das dritte Lied ist 133 Sonnenburgs). vndvon der vvel lonmrge der kllnltricgen (Konrads v. Würzb.Bd. 111, S. 534. 803). Mit 33 endet das Inhaltsver-zeichnis, dem nur noch am Rande beigefügt ist Virnach rin rede hüvlch vnd kin hot geticht von lioltcntzder liletzne Heinzlin. (Bd. III, S. 408). Die einzclenStücke selber haben rothe Ueberschriften, und bei Waltherund Reimars Liedern führt jedes ihren Namen. DieSchreibung der Str. und Reime zeigt die Abbild, derälteren Schrift, Laf. III.

D. K. Rottmanner machte zuerst diese Hds. bekannt,in F. Lsts Jeitschr. für Wiffensch. und K. (1808) Bd. 1,S. 9498; er liefert aber nicht so wohl das alte Jn-haltsverz., als die Ueberschriften der einzelen Stücke selber.Zuvor (S. 78-83) gab er daraus 8 neue Lieder Walthers,von welchen aber das eine nur ein Lied 10 Reuenburgs inlu vervollständigt. Vgl. Docen Mus. I, 189- 169- 217.Seine Ausgaben von 25 (Hornburg), 26 und 33 s.S. 730. 761. 881- Er versprach dabei (Mus. I, 63)nähere Nachricht über die Hds.

9) Do Heidelberger große Sammlung vonMariengedichten und weltlichen Erzählungen, Nr- 341:Perg. gr. Fol. 374 Bl. in 2 Spalten, Ans. des 14. Jahrh.enthält zwischen der goldenen Schmiede und den 150 Ma-riengrüßen, den Leich Walthers (45) und Reimars (113),wie die Koloczacr Abschrift dieser Samml.Gesammtabcn-tcuer" das erste Gedicht benennt, das in der Urschriftverbunden ist, daher beide Ged. nicht erkannt sind. Ade-lung I, 25. 11, 267. Grundr. 338. Wilckcn 418. Vgl.das Jnhaltsverz. der Kolocz. Abschrift, von Kovachich imDeut. Mus. 1812, und vor dem Abdrucke derselben Bd. I(Pesth 1817. 8).

10) lilw -n- Münchner Perg. Bruchstücke einer Hds.von Walthers Liedern mit Sangweisen, die ich beiDocen 1823 sah (S. 188), sind noch nicht wieder gesun-den.

2 ) Wohl die Bd. ID, S. 146. 267 stehenden Gedichte. DasFolgende Wae vielleicht Frauenlobs Minneleich.

3) Die Hds. besteht nämlich aus Heften von meist w Bl.und vom isren H. stnd nur 3 Bl. (ns-si) da.