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4 (1838) Geschichte der Dichter und ihrer Werke : Abbildungen der Handschriften, Sangweisen, Abhandlung über die Musik der Minnesinger, alte Zeugnisse, Handschriften und Bearbeitungen, Uebersicht der Dichter nach der Zeitfolge, Verzeichnisse der Personen und Ortsnamen, Sangweisen der Meistersänger nach den Minnesingern
Entstehung
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Handschriften, Abdrücke, Ausgaben, Erläuterungen und Erneuungen

der Minnesinger.

(Dgl. Gründe. 36870. 464514. Worbericht UVXXI. Die Nachweisung des

Einzelen enthalten die Lebensbeschreibungen.)

1) MManessische Sammlung: zu ParisNr. 7266. Perg. gr. Fol. 426 Bl. (mit den 34 leeren und ohnedie 3 bei 92 Nithart und 113 Reimar schlcnden); in 2 Spaltenzwischen Linien, von mehreren, hauptsächlich zwei Händengeschrieben (s. die Schriftabbildungen); mit Gemälden zu137 der darin enthaltenen 140 Dichter; zu welchen nochim 72 Wartburgkriege die beiden nur darin auftretendenOfterdingen und Biterolf kommen, wogegen 3 Kö-nig Tirol, wenn nicht auch 70 Winsbeke und 71 Wins-bekin, uneigentlich als Dichternamen aufgeführt sind.DerEnger" steht bloß von ganz neuer Hand im alten Dich-terverzeichnisse hinter 124 und hinter 127 gewiesen, hinterderen Liedern mehrere Seiten leer sind; wie überhaupt beivielen Dichtern, zu Nachträgen, die häufig auch schon aus-gefüllt, seltener, fast nur bei 45, am Rande geschriebensind. Das voranstehende alte Dichterverzeichnis zeigt diesschon: cs hat in der vordern fortlaufend gezählten Reihenur OXlV Namen, hinter vielen'aber, von 17 an, dieübrigen unter derselben Zahl am Rande nachgetragen,viere (64. 65. 97. 115) von ganz neuer Hand. Als dasVerzeichnis von alter Hand, schon mit solchen Nachträgen,geschlossen wurde, zählte cs 139, wie die Unterschriftbezeugt Die hie gelungen ganr. NU ze male Sink ir 6.vii. xxxvms. Sie zählte also auch jene vier, damalsnoch nicht im Verzeichnisse, obschon in der Sammlung,als Nachträge, stehenden Dichter mit. Die Nachträgesind auch zum Lheil schon von der älteren Hand. Außerdiesem Verzeichnis steht der Name noch über dem Bildeoder den Liedern, manchmal beides, mit Abweichungenuntereinander, so wie von der häufig noch am Randeübrigen kleinen Vorschrift für die Schriftmaler. DieReimzeilen sind, wie bei fast allen übrigen Handschriftenund noch in unseren gedruckten Gesangbüchern, nicht abge-setzt, nur die Strophen, und deren zu einem Liede gehö-rige Anfangsbuchstaben gleichfarbig roth oder blau gemalt,mit beiden Farben durchgängig wechselnd. Zur Anweisung

i) B. Sckvbinger schreibt im klug, isoi nach Eens an Eold-ast, der ihm die xaraenet. tin Hds.) zugcsandr hatte: verumeuim vero, guoä spuck Lsronein exlsre illuck (monum.vet.) uutasti, spuck me vickisss te scriptum insvelliu,jilgus non sine rutions sligus: Lst enim Uder ille,guem Dux Lipontinus, Krelierus et slii ueoguicgusi»swbierunt, in me» nunc wauu. Lpistolse clsror. etckoctor. viror. 5t. Kvlcksst. (1688). Goldast hatte also in

für den Schriftmaler steht ein. beim Anfänge jedesLiedes am Rande. Rur bei einigen Nachträgen fehlt diegemalte Bezeichnung; so wie bei solchen auch Striche,anstatt der Punkte die Reime, mitunter auch die Ein-schnitte, bezeichnen. Zum Theil sind die Eigennamen großgeschrieben, seltener die Dreitheiligkeit der Strophe dadurchbezeichnet (S. 136). Die Leichsätze, ohne Absatz, haben durch-gängig solche große Anfangsbuchstaben. Ueber die sonstigeSchreibweise vgl. Bd. m, S. 825. Die Entstehungdieser Hauptsammlung durch den Edlen Rüdiger (12801325) und seinen Sohn (12961328) , vom reichen undmächtigen Geschlechte der Man essen in Zürich, als derSangeshort ohnegleichen, welchen beide unermüdlich in(und aus) vielen Liederbüchern zusammengebracht, die bisum 1320 herabgeht, mit dem Nachtrag 19 (der besondersabweichend geschrieben ist, wie 18), ist zu Hadlaub(S. 628) näher besprochen; so wie die Annahme, daßvielmehr der Kanzler sie veranstaltet habe (701). Dasletzte ist noch weniger wahrscheinlich, als daß etwa dieFreiherren von , deren letzte Erbin 158H das kost-bare Buch besaß, und von welchen zwei (24; 21 zwarals Nachtrag) darin auftreten, dasselbe geschaffen hätten;wofür nicht einmal Ueberlieferung spricht: dagegen beimfrüheren Aussterben der Manessen (1435), jene es über-kommen mochten. Barthol. Schobinger, Patricier zu St.Gallen, wollte diesen Schatz gern dort behalten (S. 99);er hatte ihn schon eine zeitlang in Händen, und schriebdaraus ab; GMast, bekam so die drei Stücke, die erals aus der Bibl. B- Schobingers (des 1599 verstorbenenDavid Sohn) 1604 herausgab. Er nannte diesen als denBesitzer der Hds. (»urei monumenti: (p. 360), auf dessenausdrückliches Verlangen, um Marq. Freher abzulenken,der sie früher beim Freiherrn von Hohen-Sax gesehenund die beiden ersten Dichter ausgeschrieben hatte, und nunfür den Pfälzischen Kurfürsten Friedrich IV zu Heidelberg,darnach trachtete *). Nach B. Schobingers:Tode, den

seiner Hds. das Nichtige bemerkt, was er nun im Drucke hienachänderte. Es kann folglich nicht die Rede davon sein, daß Schobingernoch eine andere ähnliche Sammlung besessen habe, wie Laßbergin einer schriftlichen Mitthcilung IS2S erweisen wollte: weil esauf dem Titel der parsen. stehe; weil an seinen aus Paris em-pfangenen Abbildungen die Bilder zu Winsbeke und Winsbekinfehlen, die Eoldast liefert, so wie dessen Bild znm K. Tirol ab-weiche; die Pariser Samml. möge, auch nach der Schriftprobe,