Print 
4 (1838) Geschichte der Dichter und ihrer Werke : Abbildungen der Handschriften, Sangweisen, Abhandlung über die Musik der Minnesinger, alte Zeugnisse, Handschriften und Bearbeitungen, Uebersicht der Dichter nach der Zeitfolge, Verzeichnisse der Personen und Ortsnamen, Sangweisen der Meistersänger nach den Minnesingern
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

Erklärung

») der xylographischen Vignette des ersten Bogens des ersten Theiles.

Die Hauptgruppe, den Liebeshof vorstellend, zeigt an einer Seite des Thrones die Verlobung zweierFräulein, wobei der Moment kenntlich zu machen versucht ist, in dem sie die Ringe wechseln, und von einemneben ihnen stehenden bärtigen Manne im Talar durch Aushebung zweier Finger den Segen empfangen, was ander andern Seite eine Dame mit zurückgeschlagenem Schleier stehend, andächtig wahrnimmt.

Die den Thron sonst umgebenden Hosleute deutet der Kranz von Köpfen über demselben an, wie denndas Bild der Madonna mit dem Kinde, als die Zeit und ihr höchstes Ideal bezeichnend, zum Schlußstein des Ganzennicht fehlen durfte.

Die Nebengruppe rechts, Turnierspiel, Kampfrichter, Fanfare, Burgwart, als Sinnbilder kräftig-kriegerischenGeistes des Mittelalters.

Die Nebengruppe links zunächst dem königlichen Sänger, zeigt eine Trauung, der die Handlung des Auf-sehens der Brautkränze als Merkmal dient.

D) dev xylographischen Vignette des ersten Bogens des zweiten Theiles.

Der Sängerkrieg auf der Wartburg. .Mitten auf erhöhetem Sitze Landgraf und Landgräfin. Zur Seite desLandgrafen rechts Klingsor, Ofterdingen, der Schreiber und Biterolf; zur Seite der Landgräfin linksReimar, Eschenbach und Walther von der Vogelweide.

Ofterdingens gebeugte Stellung zeigt den Besiegten, der sich der Gnade der hohen Frau empfiehlt.

Erklärung des Umschlages.

Vorderseite.

Den allgemeinen Hintergrund bildet ein fernes Thal, welches das Licht des hcraufgestiegenen Mondes inGemeinschaft mit dem Sternenkreise erleuchtet. Wir finden uns vor einer gothischen Baulichkeit, deren unter einemSpitzbogen gefügte Mittelwand die Inschrift trägt, nach unten aber mit einer Rüstung geziert ist, welche, alter-thümlich gestaltet, die Abzeichen führt, die königlichen, der Liebe und dem Gesänge sich weihenden Rittern zu-kommen; dem gekrönten sowohl als bekränzten Helme entsteigt die Flamme der Begeisterung, welche auch demfliegenden mit Rosen umgebenen Pfeile entsprüht, der als das Bild des anlehncnden Wappenschildes sich zeigt. AlsSymbole des Muthes sind der geschlossene Helm, die gehobene Lanze und das entblößte Schwert aufgestellt.

Das Dächlein, was die Waffen trägt, ist an zwei anstrebende Wandstücke geheftet, die das Leben bildlichandeuten, was der Lenz im Gewimmel allerlei Gethieres erregt. Rechts an grünenden Steinen strebt die Schnecke,