Druckschrift 
[1] (1796)
Entstehung
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wichts, erhält sie ihre Freiheit und Vernunft stets inder Uebung, bleibt immerfort im Werden, und drücktes aus. Durch diese Stellung versezt sie ihr Leben indas Reich des Lichts, und flieht immerfort die Erde,die sie mit dem kleins möglichsten Theile ihrer selbstberührt. Dem Thiereist der Boden Bette, und Tisch;der Mensch erhebt alles das über die Erde.

d.) Was den sehen gebildeten Menschen am aus-drückendsten charakterisiret, ist das geistige Auge>und der die innersten Regungen des Herzens abbilden-de Mund. Ich rede nicht davon, dafs das ersteredurch die Muskeln, in denen es befestigt ist, frei her-umbewegt, und sein Blick dahin, dorthin geworfenwerden kann; eine Beweglichkeit, die auch durch dieaufrechte Stellung des Menschen erhöht, aber an sichmechanisch ist. Ich mache darauf aufmerksam , dafsdas Auge selbst und an sich dem Menschen nicht blosein todter, leidender Spiegel ist, wie die Fläche desruhenden Wassers , durch Kunst verfertigte Spiegel,oder das Thierauge. Es ist ein mächtiges Organ, dasselbstthätig die Gestalt im Raume umläuft, abreisset,nachbildet; das selbstthätig die Figur, welche ausdem rohen Marmor hervorgehen, oder auf die Lein-wand geworfen werden soll, vorzeichnet, ehe derMeisel, oder der Pinsel berührt ist; das selbstthätigfür den willkührlich entworfenen geistigen Begriff einBild erschafft. Durch dieses Leben und Weben derTheile untereinander ins unendliche, wird das , wassie indisches vom Stoffe an sich hatten, gleichsam ab-gestreift , und ausgeworfen, das Auge verklärt sichselbst zum Lichte, und wird eine sichtbare Seele.

Daher,