Druckschrift 
[1] (1796)
Entstehung
Seite
91
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Gefühl gehen können, wenn wir es gewollt hatten;das beweisen diejenigen Menschen, die mit den Zehennähen und schreiben, mit dem Bauche sprechen u. s. f

c.) Jedes Thier hat, wie wir schon oben an»merkten, angebohrne Bewegungsfertigkeiten. Maudenke an den Biber die Biene u. s. f. Der Menschhat nichts dergleichen, und sogar seine Lage,auf dem Rüthen, wird dem Kinde gegeben , um denkünftigen Gang vorzubereiten. Man hat ge-fragt, ob der Mensch bestimmt sey auf vier-Füssenzu gehen', oder aufrecht. Ich glaube , er ist zu kei-nem von beiden bestimmt; es ist ihm als Gattung über-lassen worden, seine Bewegungsweise sich selbst zuwählen. Ein menschlicher Leib kann auf vier Füssenlaufen; und man hat, unter Thieren aufgewachsene,Menschen gefunden, die dies mit unglaublicher Schnel-ligkeit konnten. Die Gattung hat, meines Erachtens»frei sich vom Boden emporgehoben, und sich dadurchdas Vermögen erworben, ihr Auge tund um sichherum zu werfen, um das halbe Universum amHimmel zu überblicken, indefs das Auge des Thie-res durch seine Stellung an den Boden gefes-selt ist, welcher seine Nahrung trägt. Durch die-se Erhebung hat es der Natur 2;wei Werkzeuge derFreiheit abgewonnen, die beiden Arme, welche, al-ler animalischen Verrichtungen erledigt, am Körperhängen, blos um das Gebot des Willens zu erwarten,und lediglich zur Tauglichkeit für die Zwecke desselbenaus gebildet werden. Durch ihren gewagten. Gang, derein immerfortdauernder Ausdruck ihrer Kühnheit undGeschicklichkeit ist, in Beobachtung des Gleichge-wichts,