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selbst für ein vernünftiges Wesen anzuerkennen, Essoll sonach In einem gewissen Setzen meiner selbst einPostulat an andere, und zwar ein auf alle möglicheFälle seiner Anwendung sich erstrechendes Postulatliegen, und durch eine blofse Analyse darinn sich auf-finden lassen.
Ich setze mich als Individuum im Gegensätze miteinem andern bestimmten Individuum, indem ick mireine Sphäre für meine Freiheit zuschreibe, von wel-cher ich den andern, und dem andern eine zuschreibe,von welcher ich mich ausschliefse — es versteht sichlediglich im Denken eines Faktum, und zufolge diesesFaktum. Ich habe mich also frei gesezt; neben ihm,und unbeschadet der Möglichkeit seiner Freiheit.Durch dieses Setzen meiner Freiheit habe ich mich be-stimmt; das Freisein macht meinen wesentlichen Cha-rakter aus. Aber, was heilst das, freiseyn? offenbar,'die gefafsten Begriffe seiner Handlungen ausführenkönnen. Aber die Ausführung folgt immer dem Be-griffe, und die Wahrnehmung des «entworfenen Pro-dukts der Wirksamkeit, ist immer, in Beziehung aufdie Entwerfung des Begriffs davon, zukünftig. DieEreiheit wird daher immer in die Zukunft gesezt; undwenn sie den Charakter eines Wesens ausmachen soll,für alle Zukunft des Individuum; sie wird in der Zu-kunft gesezt, soweit das Individuum selbst in ihr ge-sezt wird.
Nun aber ist meine Freiheit nur dadurch möglich,dafs der andere innerhalb seiner Sphäre bleibe; ichfordere sonach, so wie ich die erstere auf alle Zukunftfordere, auch seine Beschränkung, und da er frey seyn•oll, seine Beschränkung durch sich selbst, auf alle
Zu-